Erzbischof von Berlin (Copyright: epd-bild/ChristianxDitsch)
Erzbischof von Berlin (Copyright: epd-bild/ChristianxDitsch)

Berliner Erzbischof Koch hat ein Problem, wenn in den USA Ungeborene besser geschützt werden

Erzbischof Heiner Koch hat ein Problem damit, wenn in den USA jetzt ungeborene Kinder besser geschützt werden und möchte die „Deutsche Scheinlösung“ mit 100.000 zerstückelten Kindern als „gute Lösung“ verkaufen.

Ein Kommentar von Roland Noé bei kath.net

Was für ein Teufel reitet den Berliner Erzbischof Koch? Ist es Uninformiertheit oder ist es einfach eine „deutsche Ideologie“, die kein Herz für ungeborene Kinder mehr hat und ernsthaft ein Problem damit hat, wenn in den USA jetzt in vielen Bundesstaaten ungeborene Kinder per Gesetz besser geschützt werden und nicht im Mutterleib zerstückelt werden.

Laut KNA/RadioVatikan hat Koch die „Härte und Brutalität“ der Debatte in den USA debattiert und sprach von einem „aggressiven politischen Streitfall“. Aber dabei erwähnt Koch eben nicht, dass seit Tagen in den USA linke Demonstranten Kirchen und Schwangerschaftshilfszentren angreifen, weil solche „Aktivisten“ ein Pro-Life-Urteil nicht akzeptieren wollen. Koch kritisiert auch nicht, vielmehr erwähnt er es nicht. Das ist übrigens die selbe „Anti-Kultur“, die auch in Berlin friedliche Lebensschützer attackiert und beschimpft – praktisch vor seiner eigenen Haustür! Dazu schweigt Koch, denn vor der Wahrheit hat er Angst. Denn die Lebensschützer in den USA sind ein friedliche-fröhliche Masse, die keine anderen Menschen oder Gebäude angreift. Die US-Lebensschützer sind unzählige junge Menschen. Dies wissen alle kath.net-Leser, die schon einmal beim Marsch für das Leben in Washington DC. mit hunderttausenden Menschen dabei waren. Übrigens, Herr Koch, brutal beim Thema Abtreibung ist nur eines: Wenn ein Kind getötet wird. Das ist wahre Brutalität. Sie glauben es nicht? Dann sehen Sie das, was bei einer Abtreibung passiert, sich hier genau an: Der Stumme Schrei!

Koch freut sich daher auch nicht, dass das ungeborene Kinder in den USA jetzt in vielen Bundesstaaten besser geschützt werden und behauptet völlig unwissend, dass dort das Leben des ungeborenen Kindes immer mehr aus dem Blick gerate. Wie bitte? Dort wird seit Jahren über das wichtigste Thema überhaupt regelmäßig debattiert. Dort gibt es auch viele hochrangige Politiker, die das Recht auf Leben eben nicht ignorieren. Was für ein wohltuender Unterschied zu Deutschland, wo die Regierungsparteien gerade auch die Werbung für das Töten kleiner Kinder legitimiert haben.

Koch, immerhin Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz, ignoriert das klare Urteil der US-Bischöfe, die von einem „historischen Tag“ in den USA sprechen. „Wir danken Gott heute, dass das Höchstgericht diese Entscheidung (von Roe v. Wade) rückgängig gemacht haben. Wir beten, dass unsere gewählten Volksvertreter jetzt Gesetze erlassen, die die am meist Verletzbaren schützen.“ Die US-Bischöfe erinnern auch daran, dass diese Entscheidung eine Frucht des Gebets, der Opfer und des Einsatzes von unzähligen US-Bürger ist, die sich an den Märschen für das Leben beteiligt haben. Diese haben über Jahre sich friedliche Weise dafür eingesetzt, Menschen über die Ungerechtigkeit der Abtreibung aufzuklären und Alternativen wie Adoption anzubieten oder auch Unterstützung für Familien in Not.

Herr Erzbischof Koch, wenn man bei einem Thema völlig uninformiert ist, sollte man besser einfach nicht mitreden. Doch die Uninformiertheit des Berliner Erzbischofs beim Thema geht dann fast in Zynismus über und zeigt, dass ihm die ungeborenen Kinder wirklich egal sind. Er stellt ernsthaft die „deutsche Lösung“ mit über 100.000 getöteten Kindern als  „glorreiche Lösung“ für die USA hin und meint de facto, dass die Frauen nach einer Beratung dann ihr Kind töten dürfen, „im Frieden zu einer guten Entscheidung zu kommen“, die er dann auch respektieren müsse. So spricht in Deutschland ein „katholischer Erzbischof“. Hauptsache wir haben „beraten“, dann können wir die Kinder schon töten lassen. Wer so redet, der hat keine Ahnung davon, was passiert, wenn ein kleines Kind im Mutterleib zerfetzt wird, schlimmer noch: Wer so redet, legitimiert die „Kultur des Todes“ in Deutschland.  Pro-Life-Heilige der katholischen Kirche wie Johannes Paul II. oder auch eine Mutter Teresa haben nie so gesprochen und haben auch keine Abtreibung de facto als „gute Entscheidung“ verkauft.

Papst Franziskus spricht beim Thema „Abtreibung“ übrigens immer wieder von einem „Auftragsmord“ (wörtliches Zitat), das II. Vatikanum von einem „verabscheuungswürdigen Verbrechen“.

Herr Erzbischof Koch, Sie verbreiten einen unfassbaren Irrsinn. Bitte nehmen Sie diesen Unsinn zurück oder treten Sie als Erzbischof von Berlin zurück! So eine Einstellung ist eines katholischen Bischofs unwürdig und eine Schande für die Weltkirche!

KONTAKT: Erzbischof von Berlin: erzbischof@erzbistumberlin.de

P. S. Lesetipp für den Berliner Erzbischof: Evangelium vitae

P. P. S. Und wer möchte im Januar 2023 beim „Marsch für das Leben“ in Washington DC. dabei sein? Bei Interesse organisiert kath.net wieder eine kleine Flug-Reise nach Washington – Unverbindliche Voranmeldung bei marchforlife@kath.net

 

Dieser Artikel erschien zuerst auf kath.net.

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