Ein letzter Salut imS onnenuntergang... (Foto: Andrey_Popov/Shutterstock)

Kein Bock auf Krieg: Zunehmende Dienstverweigerung bei der Bundeswehr

Ganz im Gegensatz zu den massiven Aufrüstungen und Ankündigungen über eine Steigerung der Einsatzbereitschaft der NATO scheint die „Wehrwilligkeit“ in Deutschland zum Erliegen zu kommen: Wie das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) berichtet, nimmt derzeit die Zahl aktiver Bundeswehrsoldaten, die ihren Dienst bei der Truppe schnellstmöglich beenden möchten, deutlich stark zu. Seit Jahresbeginn, so das RND, soll das zuständige Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben 533 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung erhalten haben –  doppelt so viele wie im Vorjahr.

Insbesondere seit Beginn der Kampfhandlungen in der Ukraine regt sich vermehr der Wunsch vieler Soldaten, aus dem Dienst entlassen werden. Da nur fünf Entlassungsanträge von ungedienten Antragstellern stammen und der Rest von aktiven Soldaten oder Reservisten, kann man die Entwicklung wohl als klare Dienstunwilligkeit und mangelnde „Verteidungsbereitschaft“, womöglich gar defätistische Kampfverweigerung interpretieren.

Plötzlicher Realitätsschock

Besonders lustig: Viele Antragsteller gaben an, dass sie „mit einer kriegerischen Auseinandersetzung nicht gerechnet” hätten, so ein Sprecher des Bundesfamilienministeriums (!), nicht Verteidigungsministeriums, gegenüber der „taz“. Eine geradezu typische Aussage in einer „Armee“, die inhaltlich seit Jahren nur um Gleichstellung, Queerness, Wickeltische und Inklusion kreist und außer Sandsackschleppen nichts Handfestes zu tun hatte (abgesehen von den Kontingenten auf halbseidenen und -herzigen Auslandseinsätzen), und jetzt plötzlich den Realitätsschock ihres Lebens erfährt – durch eigenes Zutun der linksgrünen Etappenhasen in der Regierung. Dies läuft quasi nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mir den Pelz nicht nass.

Das Ministerium, das für die psychosoziale Betreuung der betreffenden Fälle zuständig ist, teilte sogleich prophylaktisch mit: „Im Dienst befindliche Soldaten sind nach der Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer alsbald zu entlassen.“ Aktive Bundeswehrsoldaten, die sich beim ersten rauhen Wind und drohender Verwendung als Wehrverweigerer selbst entdecken – so etwas gibt es wohl nur im „zivilgesellschaftlichen“ Deutschland, wo linke Parteien seit Jahren alles Militärische verdammt haben und die Wehrpflicht konsequent aus dem geltenden Recht wie auch aus den Köpfen beseitigt haben. Jetzt ernten sie die Früchte dieser Politik – und müssen feststellen, dass die, die im Zweifels- und Ernstfall an vorderster Front den Kopf hinhalten müssen, in Sachen grüner Kriegslust so gar nicht mitziehen. Deshalb wird am Ende wohl auch der Ukraine nichts anderes übrig bleiben, als mit unseren Waffen alleine zu sterben, denn kämpfen wollen die blaugelb illuminierten Haltungsdeutschen nicht. (DM)

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