Atomkraftwerk Frankreich (Bild: shutterstock.com/TTstudio)
Atomkraftwerk Frankreich (Bild: shutterstock.com/TTstudio)

Zehn europäische Energieminister fordern: Europa soll wieder auf Atomkraft setzen

Die Lage ist mehr als nur ernst. Während die hiesige Ampelkoalition dieses Land mit Vollgas gegen die Wand fährt, versuchen aktuell Energieminister von zehn Staaten der EU das Unheil noch abzuwenden. „Die Kernenergie ist in der Lage, verschiedene Herausforderungen zu bewältigen“, heißt es in einem gemeinsamen Appell von 10 EU-Umweltministern, darunter Frankreich und Tschechien, an die Öffentlichkeit.

Das Schreiben, aus dem das Handelsblatt zitiert, klingt mehr nach Alarmstufe rot . Wenn die EU auf dem Weg zur Dekarbonisierung bleiben und gleichzeitig die Versorgungssicherheit gewährleisten will, müssen wir unsere Haltung gegenüber der Kernenergie entsprechend anpassen, heißt es im Schreiben. So sei diese „in der Lage, bei höchsten Sicherheitsstandards die für die künftige Elektrifizierung erforderlichen Strommengen zu sichern“. Die Stromnachfrage werde sich in den nächsten 30 Jahren verdoppeln, und die Zeit zum Handeln sei  jetzt gekommen. Die Kernenergie kann als kohlenstoffarme Grundlast-Energiequelle eine wesentliche Rolle in einem Energiemix spielen, der mit der Klimaneutralität vereinbar sei, ohne dass massiv auf Energieimporte zurückgegriffen werden müsse.

Die zehn Minister betonten, dass „die Kernenergie in Anbetracht der sogenannten Systemkosten und des Wertes der Stabilität eine wettbewerbsfähige Energiequelle“ sei, mit der „unsere Abhängigkeit von fossilen Importen aus Russland“ verringert werden könne. Auch ermögliche sie eine Reduktion des CO2-Ausstoßes. „Die Kernenergie kann als kohlenstoffarme Grundlast-Energiequelle eine wesentliche Rolle in einem Energiemix spielen, der mit der Klimaneutralität vereinbar ist.“

In dem Appell wurde die EU- Kommission aufgefordert, ihre Einschätzung bezüglich der Atomkraft zu „aktualisieren“.  Gemäß Artikel 40 des Euratom-Vertrags verpflichtet sich diese, „in regelmäßigen Abständen hinweisende Programme, insbesondere hinsichtlich der Ziele für die Erzeugung von Kernenergie und der im Hinblick hierauf erforderlichen Investitionen aller Art“, zu veröffentlichen.

Der Appell wurde von nachfolgenden Energieministern unterzeichnet. Unseren Kinderbuchautor und Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, das grüne Leuchtgestirn Robert Habeck, sucht man auf der Liste vergebens.

Die Autoren des Appells:

  • Bulgarien: Alexander Nikolov, Energieminister
  • Tschechische Republik: Jozef Síkela, Industrie- und Handelsminister
  • Finnland: Mika Lintilä, Wirtschaftsminister
  • Frankreich: Agnès Pannier-Runacher, Energiewende-Ministerin
  • Kroatien: Davor Filipović, Wirtschaftsminister
  • Ungarn: László Palkovics, Minister für Innovation und Technologie
  • Polen: Anna Moskwa, Ministerin für Klima und Umwelt
  • Rumänien: Virgil Daniel Popescu, Energieminister
  • Slowakei: Richard Sulík, Stellvertretender Ministerpräsident und Energieminister
  • Slowenien: Bojan Kumer, Minister für Infrastruktur

(SB)

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