Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Mutwillig herbeigeführter Absturz

Mit der Ampelkoalition ist es politsch so, wie mit dem absichtlichen Absturz des Germanwings-Flugs 9525 am 24. März 2015. Den hat keiner der Flugzeuginsassen und niemand von der Crew überlebt. Wenn man sich anschaut, wer alles zu dieser wahnsinnigen Sanktionspolitik etwas Richtiges sagt, ohne daß es etwas zu nützen scheint, dann drängt sich einem als Analogie folgendes Bild auf: Mit irrem Blick düst der Pilot in Richtung Gebirge, jeder kann sehen, was er vorhat, aber niemand entfernt ihn von seinem Platz. Stattdessen reden alle auf ihn ein und versuchen, ihn davon zu überzeugen, daß er von seinem Plan ablassen soll. Es gibt aber Situationen, in denen ein „Wir müssen reden“ niemandem mehr weiterhilft.

+++“n-tv“ meldete am 7. Juli, Frau Annalena Baerbock, deutsche Außenministrierende, wolle sich beim G 20-Gipfel nicht persönlich mit dem russischen Außenminister Lawrow treffen. Vielleicht hat Lawrow das zur Kenntnis genommen, wer weiß? Jedenfalls scheint er Frau Baerbock tatsächlich ignoriert zu haben. Einen Tag später meldet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND), Frau Baerbock werfe dem russischen Außenminister Gesprächsverweigerung vor. Ein inexistenter Experte für Eier & Stöcke meinte, Herr Lawrow wisse eben, daß die Ampelkoalition aus lauter Figuren bestehe, die es nur deswegen gibt, damit die Deutschen etwas sehen können, das sie für ihre Regierung halten dürfen. Die komplette Bedeutungslosigkeit und die fehlende Souveränität der deutschen Frau Außenministrierenden als „Schwabs gehorsamem Mädchen“ sei ihm vermutlich klar. Der inexistente Experte ergänzte, er habe alles Verständnis der Welt für weltweit angesehene Politiker, die  Frau Annalena „Pimperlwichtig“ Baerbock eiskalt abtropfen lassen. Er selbst würde sie noch nicht einmal mitnehmen, wenn sie bei strömendem Novemberregen als Anhalterin am Straßenrand stünde. Wie albern das westliche Personal insgesamt ist, wurde klar, als sich alle hinter dem US-Außenminister Anthony Blinken scharten, der vorher verkündet hatte, er wolle nicht zusammen mit Lawrow auf dem traditionellen Foto vom Gipfeltreffen in Bali zu sehen sein. Realität ist allerdings, daß Lawrow an diesem Treffen teilgenommen hatte.  Der inexistente Experte: Die westlichen Charaktergrößen hätten Lawrow ja später aus dem BIld herausretuschieren lassen können, so wie das im Stalinismus üblich gewesen sei. Die gesamte westliche Politikerbrut komme ihm vor wie ein infantiler und verzogener Haufen aus dem Kindergarten.  Diejenigen EU-Politiker, die noch immer nicht wahrhaben wollten, daß nicht Putin, sondern Biden der Feind Europas ist, seien entweder komplett unfähig oder vollkommen verwahrlost.+++

Presse 7.7.22/8.7.22 – Screenshot Facebook

+++ Aus dem Jahr 2013, aber so aktuell wie eh und je: Georg Schramms Abrechnung mit Moderatoren & Talkshows. Sprache, sagt er, sei dazu da, sich so differenziert und präzise wie möglich miteinander zu verständigen. Politiker jedoch verwendeten Sprache, um nichts zu sagen. Er warte auf den Moment, an dem ein Moderator einem seiner Talkshow-Gäste aus der Politik erklärt, daß der zwar gerne noch bleiben dürfe, daß er ihm aber dennoch einstweilen das Mikrofon abstellt. Ein Juwel der Schrammschen Formulierungskunst: „(Jeden Tag gingen Politiker inzwischen) in die öffentlich-rechtlichen Bedürfnisanstalten und da können sie dann bei den Klofrauen, egal wie sie heißen, Jauch, Will, Illner, Plasberg, ihre undichten Sprechblasen entleeren, und wenn nach Verrichten ihrer intellektuellen Notdurft noch was nachtröpfelt, dann können sie in der Woche darauf sich bei Beckmann, Kerner, Lanz und Co. an der Pissrinne unters Volk mischen. So sieht’s doch aus!“ Ein inexistenter Experte für Schramm & Stil erklärte, in der Tat sei die Sprache heutzutage dazu da, alles zu umschiffen, was eigentlich in aller Deutlichkeit drastisch ausformuliert werden müsste. Er verstehe auch nicht, weshalb z.B. immer die Rede von „Kanzler Scholz“ oder „Wirtschaftsminister Habeck“ sei. Schließlich wisse jeder, wer Scholz und Habeck seien. Deswegen ließen sich die Wörter „Kanzler“ und „Wirtschaftsminister“ durchaus auch durch präzisere ersetzen, je nachdem, um welchen Zusammenhang es bei der Namensnennung der beiden Politiker geht. Der deutsche Wortschatz sei schließlich nicht so umfangreich, wie er ist, um seine Umgebung mit den immergleichen Binsen zu langweilen. +++

Georg Schramm 2013 – Screenshot YouTube

+++ Wer glaubt, irgendeiner der politisch Verantwortlichen oder ein Verantwortlicher aus dem „Kulturbetrieb“ würde sich inzwischen für den unterschiedslos wütenden Russenhass aus der Anfangsphase des Ukrainekrieges schämen, also dafür, daß Valeriy Gergiev als Dirigent der Münchener Philharmoniker aufhören musste, daß russischen Kioskbetreibern und Ladenbesitzern die Fensterscheiben eingeworfen wurden und russische Kinder in der Schule verprügelt und gemobbt wurden, der täuscht sich leider. Es ist eine einzige Schande für ein Land, das sich noch immer als „Kulturnation“ begreift. Nachdem die weltberühmte russische Opernsängerin Anna Netrebko schon zu Ostern nicht mehr in Baden-Baden auftreten durfte, wurde nun auch ihr geplanter Auftritt in Stuttgart am 3. September verboten. Nazideutschland stinkt wieder einmal zum Himmel. „Der Opernsängerin wird vorgeworfen, sich nicht ausreichend vom russischen Präsidenten Wladimir Putin zu distanzieren.„, melden die MSN-News.  Ein inexistenter Experte für Geschichte & Wiederholung kommentierte das mit den Worten, er distanziere sich dafür in aller Deutlichkeit von dem gesinnungsterroristischen Drecksgesindel, unter dessen Knute jede intellektuelle Großzügigkeit in Deutschland wieder einmal zu Tode geprügelt wird. Es gebe unter der Sonne nichts widerliches, als diese bigotte Brut mit ihren Doppelstandards. Im Übrigen bezöge die Ukraine immer noch Gas aus Russland. +++

Anna Netrebko – Foto: Imago

+++ Bisher übersehen: Die SPD hat ihre eigene Ricarda Lang im Bundestag. Die SPD-Ricarda heißt Jan Plobner, ist dreißig Jahre alt, und hat ein Studium der Politikwissenschaften abgebrochen. Ein inexistenter Experte für Bilder & Worte erklärte, angesichts der Bilder erübrigten sich erklärende Worte. +++

Jan Plobner – Screenshot Facebook

 

 

 

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