Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Die Absahner:innenrepublik

+++ Es sieht so aus, als würden in Deutschland diejenigen, die am meisten von der fehlenden Moral der Anderen daherschwadronieren, sich zugleich auch am liebsten am Geld der Moraldefizitären mästen. Der jetzige Kanzler soll als Bürgermeister von Hamburg dafür gesorgt haben, daß im Gegenzug für eine Spende an die SPD die Verjährungsfrist für ein millionenschweres Steuervergehen folgenlos verstrich. Die Bundesaußenministrierende ist eine überführte Schwindlerin und Plagiatorin und betätigt sich heute als moralkeulenschwingende Kriegstreiberin. Dafür wird sie fürstlich entlohnt. Der Finanzminister erfindet in schweren Zeiten die pompöse Hybridhochzeit auf Sylt: Recht voluminös feiern auf eigene Kosten, das Ganze aber auf Steuerzahlers Kosten von Sicherheitskräften beschützen lassen. Die RBB-Intendantin und derzeitige ARD-Vorsitzende Patricia Schlesinger ist in dubiose Vergabeverfahren verwickelt, wie „Business Insider“ berichtet. „Nachdem Business Insider enthüllt hat, wie der Verwaltungsratschef des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB), Wolf-Dieter Wolf, dem Ehemann der RBB-Intendantin und ARD-Vorsitzenden Patricia Schlesinger lukrative Aufträge zugespielt hat, legen weitere Recherchen ein brisantes System aus gegenseitigen Gefälligkeiten nahe. Mit Unterstützung von Schlesinger erhielten mehrere Immobilien-Experten, mit denen Wolf eine Geschäftsbeziehung pflegt, Beraterverträge für ein zentrales Bauprojekt des öffentlich-rechtlichen Senders. Dabei knetete die RBB-Spitze offenbar Vergabeverfahren, bis ein Vertrauter des Rundfunkaufsehers den vorgesehenen Beraterjob erhielt. Die freundschaftliche Beziehung zwischen Intendantin und Kontrolleur sowie die vielen Interessenskollisionen offenbaren einen laxen Umgang mit modernen Compliance-Regeln. So stellt sich auch die Frage, weshalb nach den regelmäßigen Abendessen mit Catering-Service in der Privatwohnung von Schlesinger die Gästeanzahl auf der Rechnung an den RBB verändert wurde. Auf Anfrage weisen der RBB, Schlesinger und Wolf alle Vorwürfe zurück„. Die ganze Story ist ein Blick in einen einzigen Pfuhl von gegenseitiger Vorteilsgewährung. Im April hieß es, die Ampelkoalition wolle in ihren Ministerien 758 neue Beamtenstellen „schaffen“. Ein inexistenter Experte für Geschichte & Wiederholung kommentierte das mit der Bemerkung, die Bundesrepublik erinnere ihn zunehmend an den Staat des Sonnenkönigs Ludwig XIV. in Frankreich. Der royale Strahlemann verstarb im September 1715. Die absolutistische Völlerei sei aber erst im September 1792 mit der Absetzung Ludwigs XVI. beendet worden. Am 20. Januar 1793 sei er dann wegen „Verschwörung gegen die öffentliche Freiheit und Anschlägen gegen die nationale Sicherheit“ zu einer Strafe verurteilt worden, auf die er endgültig gar mit völliger Kopflosigkeit reagiert habe. Das heißt, daß zwischen dem Tod des Sonnenkönigs und der Kopflosigkeit seines Nach-Nachfolgers noch quälend lange 77 Jahre verstrichen seien. So viel Zeit habe heute kein Mensch mehr. Außerdem sei die Französische Revolution auch nicht gerade das Gelbe vom Ei gewesen, was sogar Danton und Robespierre hätten einsehen müssen, ehe sie ebenfalls den Kopf verloren hätten – und mit ihm ihren Verstand. +++

Krisensichere Jobs beim Staat und in Staatsinstitutionen (Symbolfoto: Von pathdoc/Shutterstock)

+++ In Mallnow an der polnischen Grenze, etwa 70 Kilometer östlich von Berlin, liegt die Verdichter-Station des deutschen Gas-Händlers Gascade Gastransport GmbH. Hier wird Jamal zu Jagal, zur Jamal-Gas-Anbindungs-Leitung. Da die polnischen Händler nun verstärkt aus Deutschland Gas kaufen, fließt das Gas in der Pipeline seit Ende April vermehrt von West nach Ost, also Richtung Polen. „Reverse Flow“ nennen das die Händler. Die polnischen Gas-Händler kaufen also nicht mehr bei Gazprom, sondern in Deutschland ein, was sie verbrauchen. Und das Erdgas fließt dann nicht nur über Mallnow und die Jagal/Jamal-Pipeline, sondern auch über andere kleinere Pipelines des Gasnetzes nach Polen. Deutschland kaufte Russisches Gas bis gestern, den 11.7.2022 ( Wartungsarbeiten an der Nordstream 1 Pipeline ) bis zu 10x billiger über die Nordstream 1 Pipeline und verkauft es teurer zu den aktuellen Gas-Marktpreisen an Polen, Business ist eben Business. Fürs Business, sagt ein inexistenter Experte für Wasser & Marsch, könne man schon einmal ein wenig kalt duschen. Jedenfalls so lange, bis das Wasser nicht ebenfalls nach Polen verkauft wird. Wenn man ein bißchen in der Gashistorie stöbere, finde man außerdem heraus, daß der Ukraine immer wieder Gasdiebstähle aus den Durchleitungsmengen von Russland nach Deutschland vorgeworfen worden sind. Es ließen sich eine Reihe solcher Zeitungsmeldungen aus den Jahren 2006 bis 2014 finden. Das „Handelsblatt“ habe am 26.1.2006 zum Beispiel berichtet: „Das Land sei wegen des durch die Kälte verursachten übermäßigen Verbrauchs durch die ukrainischen Konsumenten genötigt gewesen, mehr Gas abzuleiten, sagte Alexej Iwtschenko, der Chef des ukrainischen Energieversorgers Naftogas, am Donnerstag in Kiew. Wie im Vertrag ausgemacht, werde die Ukraine für das zusätzlich konsumierte Gas einen höheren Preis zahlen. Iwtschenko bestätigte damit die Vorwürfe des russischen Gaskonzerns Gasprom. Der ukrainische Regierungschef Juri Jechanurow hatte am Mittwoch die Vorwürfe noch bestritten.“ Aktuell soll der ukrainische Nasenpräsident Selenskyj angekündigt haben, daß er auch nach dem Wiedereinbau der in Kanada überholten Siemens-Gasturbine in die Nord-Stream 1 – Pipeline eine ukrainische Durchleitungsstation nach Deutschland geschlossen halten wolle. Unbestätigten Berichten aus für gewöhnlich schlecht informierten Kreisen sollen der grüne Bundeswirtschaftsminister Habeck und seine Parteifreundin Baerbock diese Meldung mit einem „Slava Ukraine!“ kommentiert haben.  +++

Erdgasverdichterstation Mallnow – Foto: Imago

+++ „Vollblutrussin“: Das diesjährige Wimbledon-Tennisturnier der Damen gewann die Kasachin Jelena Rybakina. Sie kam in Moskau zur Welt. „Sport1“ titelte daraufhin: „Vollblutrussin: Wimbledons schlimmster Alptraum„. Seither streiten sich russophobe Blut & Boden-Ideologen mit den teutonischen Impfgeilisten darüber, ob nicht der Titelgewinn für den Serben Novak Djokovic Wimbledons schlimmster Alptraum sei. Der Mann sei schließlich ungeimpft und habe deshalb furchtlos körperliche Anstrengung auf sich nehmen können, was unter psychischen Gesichtspunkten betrachtet unfair gewesen sei den geimpften Konkurrenten gegenüber. Ein inexistenter Experte für Kommentar & Herzmuskel kommentierte das mit den Worten, wenn man einen Russophoben mit einem Impfgeilisten zusammen in einen Sack stecke und mit dem Knüppel draufschlage, treffe man jedesmal den Richtigen. +++

„Vollblutrussin“ gewinnt Wimbledon – Screenshot Facebook

 

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