Volksfest mit "Layla" - Symbolbild Imago

La-la-la: Layla ist überall

Die Stadt Würzburg verbietet das Abspielen eines Liedes mit dem Titel „Layla“ auf dem Würzburger Kilianifest. In Düsseldorf dasselbe. Ab 2024 dürfen nur noch Neuwagen mit einem automatischen Geschwindigkeitsbegrenzer verkauft werden. Wirtschaftsminister Habeck empfiehlt nach dem Kaltduschen auch noch, bei den Lebensmitteln zu sparen. Nord-Stream 2 bleibt geschlossen. Außenministerin Baerbock bedauert, daß der Westen nicht direkt in den Ukrainekrieg eingreifen kann. Unterdessen feiert der Finanzminister auf Sylt Hochzeit als sei er der Sonnenkönig, während der Steuerzahler für die Sicherheit seiner illustren Gäste zur Kasse gebeten wird. Tagtäglich wird im öffentlichen Raum jemand umgebracht. Dr. Jordan B. Peterson hat sein bestes Video herausgebracht. Das Volk wirkt wie narkotisiert.

von Max Erdinger

Es ist nicht die Tragödie, daß „Layla“ nicht auf dem Würzburger Kilianifest abgespielt werden darf. Es ist auch nicht die Tragödie, daß ab 2024 automatische Geschwindigkeitsbegrenzer in Neuwagen Vorschrift wird. Die Tragödie ist, daß in der westlichen Welt Verrückte regieren, Unzurechnungsfähige, und daß die Bürger sie machen lassen. Ich muß ein wenig weiter ausholen.

Der emeritierte Professor, Sachbuchautor und klinische Psychologe Dr. Jordan B. Peterson, einer der bekanntesten Wissenschaftler der Gegenwart, hat dieser Tage das m.M.n. wichtigste Video zum Zeitgeschehen herausgebracht. Es dauert 50 Minuten und nimmt den Ukrainekrieg als äußeren Anlaß, sich mit den Verirrungen der westlichen Welt zu beschäftigen und aufzuzeigen, was unweigerlich folgen wird, wenn dem kulturmarxistischen Spuk nicht endlich ein Ende gesetzt wird. Sein Video hat den Titel „Russland gegen Ukraine oder der Bürgerkrieg im Westen„.

Der Westen steht vor apokalyptischen Zeiten, sollte er seine „Eliten“ einfach weitermarodieren lassen. Der Kanadier Peterson weist auf ein paar Sachverhalte in den USA hin, die sich eins zu eins auf Deutschland übertragen lassen. Die Regierung Biden, so Peterson, habe sich mit Verweis auf Geschlecht und Rasse hocherfreut über die Berufung von Ketanji Brown Jackson als erster schwarzer Richterin am US-Supreme Court geäußert. Er macht dann eine Rechnung auf, derzufolge es eine 93-prozentige Chance auf einen qualifizierteren Richter am US-Supreme Court gegeben hätte, wenn ausschließlich Qualifikation das Auswahlkriterium gewesen wäre. Nicht, daß dadurch ausgeschlossen gewesen wäre, daß Frau Jackson berufen wird, aber die Wahrscheinlichkeit, daß sie berufen wird, wäre deutlich geringer gewesen, da sie mehr Konkurrenten gehabt hätte, unter denen sich sehr wahrscheinlich jemand befunden hätte, der geeigneter gewesen wäre. In der Anhörung Jacksons vor ihrer Berufung war sie gefragt worden: „Was ist eine Frau?“. Wohlwissend, daß jede Antwort, die sie geben würde, dazu geeignet gewesen wäre, sie mit einem Shitstorm von der einen oder der anderen Seite einzudecken, antwortete Frau Jackson: „Ich bin keine Biologin“. Das illustriert den Zustand der westlichen Welt ziemlich treffend. Selbst ein potentieller Richter am US-Supreme Court kann es offensichtlich nicht mehr riskieren, geradeheraus auf die Frage zu antworten, was eine Frau ist. In derselben westlichen Welt gibt es allerdings Frauenrechte, Frauenförderung, Frauenparkplätze, Frauenärzte, Frauenquoten usw.usf. Peterson: Es ist eine logische Gesetzmäßigkeit, daß „A“ eben „A“ ist und nicht gleichzeitig „A“ und „Nicht-A“. Es habe keinen Sinn, sich noch mit irgendjemandem zu unterhalten, der die Ansicht vertritt, „A“ sei sowohl „A“ als auch „Nicht-A“. Aufs Ganze übertragen: Jeder gesellschaftliche Diskurs mit Leuten, die „A“ und „Nicht-A“ für identisch halten, ist kein Diskurs, sondern Zeitverschwendung per Diskurs-Simulation. Deutlicher: Wir haben es mit Verrückten zu tun, mit Wahnsinnigen. Das hat auch Putin erkannt. Dazu aber weiter unten mehr.

Wahnsinn & Größenwahn

Daß ein Ballermann-Hit mit dem Titel „Layla“, Nummer eines in den Charts, auf einem Volksfest nicht mehr gespielt werden darf, ist schon bizarr. Noch viel bizarrer allerdings ist die Tatsache, daß es Leute gibt, die offensichtlich dem Wahn verfallen sind, es stehe ihnen zu, ein solches Verbot zu erlassen. Und das „Sahnehäubchen“ oben drauf ist, daß in der Öffentlichkeit daraufhin eine „Debatte“ darüber losbricht, ob ein solches Verbot wünschenswert sei oder nicht. Und wie das debattiert wird! Manche machen sich die Mühe, nachzuweisen, daß Lieder mit „viel schlimmeren Texten“ seit Jahren „erlaubt“ gewesen seien und noch immer sind. Als ob das der Punkt wäre, um den es geht. Geht es nicht! Wenn überhaupt Verbot, dann ein Verbot von Leuten in öffentlichen Ämtern aller Art, die glauben, es stünde ihnen zu, ein bestimmtes Lied auf Volksfesten zu verbieten. Das ist doch der Punkt, nicht das Volksfest und ein Lied mit dem Titel „Layla“. Diese „Offiziellen“ sind in ihrem Amt zehnmal gefährlicher als jedes noch so anstößige Lied.

Erst wegen dieser völlig überflüssigen Debatte um „Layla“ habe ich mir gerade die Mühe gemacht, den Hit einmal anzuhören. Ich kannte ihn bis dato nicht. Dabei ist mir etwas Schreckliches aufgefallen. Der Text ist einfaches Geblödel, nichts daran auszusetzen. „Puffmama Layla“ reimt sich halt schön auf „schöner, geiler“. Aber die Melodieführung würde ich als „hymnisch“ bezeichnen. Die Melodien von Hymnen sollten zweckmäßigerweise immer so beschaffen sein, daß sie eine im Zweifel unmusikalische Masse mitsingen kann. Hymnen, die nur ein ausgebildeter Stimmvirtuose singen kann, taugen eben nicht zur Hymne. Das Schreckliche: Es ist genau diese Masse hymnisch brüllender „Layla“-Mitstampfer, die es für eine Debatte hält, ob ihr derzeitiges Lieblingslied auf Volksfesten verboten werden sollte oder nicht. Und das ist der Gipfel der zu beobachtenden Abgedrehtheiten: Hierzulande feiern Leute bestens gelaunt mit hymnisch vorgetragenem Geblödel ihre eigene Bevormundung, wenn sie das „dürfen“. Das ist leider geisteskrank. Mir fällt da ein Vergleich ein. Vor etwa vierzig Jahren gab es die sogenannte „Neue Deutsche Welle“. Die Band mit dem Hit „Da-da-da“ hieß, glaube ich,“Trio“. Das war auch nur Geblödel. Aber der minimalistische Musikstil passte dazu. Der war nicht hymnisch. Heute ist er es. Das ist das, was mich schockiert: Dieses kollektive, sich hymnisch gegenseitig bestärkende und bestätigende Gefühl von Großartigkeit im allgemeinen Schwachsinn.

Dieses Gefühl läßt sich in Deutschland auf einer anderen Ebene auch in der Ampelkoalition wiederentdecken. Im Fall der Ampel wäre allerdings Schwachsinnigkeit noch die günstigste Unterstellung. Wenn man die nicht machen wollte, käme man zwangsläufig bei absichtsvollen Erzverbrechern heraus. Stellen Sie sich vor, Sie wären Mitglied in irgendeinem Verein, in dem auch die Minister der Ampelkoalition Mitglieder geworden wären. Olaf Scholz wäre Ihr neuer Vereinsvorsitzender. Was würden Sie tun? – Ich würde sofort austreten. Die Situation ist aber so, daß dieser imaginäre Verein Ihre reale Regierung stellt. Und Sie können nicht so ohne weiters aus Ihrem Land austreten. Sie wollen auch nicht. Es ist nämlich Ihr Land. Ihre Heimat befindet sich in diesem Land. Es ist das Land Ihrer Vorfahren. Sie sprechen deren Dialekt. Sie wissen, wie Ihre Vorfahren gelitten und geschuftet haben, um es bis an den Punkt zu bringen, dessentwegen Sie einst froh gewesen sind, in diesem und keinem anderen Land zu leben. Heute sehen Sie, wie Ihr Land von völlig amoralischen, übelst verlogenen Realitätsverweigerern mutwillig zerstört wird. Zerstört von Leuten, die sich benehmen, als seien „A“ und „Nicht-A“ dasselbe. Wollen Sie da noch „Layla“ singen? Und wenn Sie wollen: Warum debattieren Sie darüber, ob es Ihnen verboten werden sollte, „Layla“ zu singen? Weil Sie selbst nicht mehr ganz dicht sind? Das ist das, worauf Jordan Peterson hinauswill. Erich Kästner hatte das schon einmal anders formuliert: Schuld am Wahnsinn sind nicht die Wahnsinnigen allein, sondern auch diejenigen, die ihn zulassen. Worüber wollten Sie sich eigentlich beschweren, wenn Sie im Winter frieren müssen und bei den Lebensmitteln sparen müssen? Daß der Nannystaat nicht gehalten hat, was Sie sich von ihm versprochen hatten? Und bei wem würden Sie sich beschweren wollen? Inzwischen müssen Sie damit rechnen, daß ihnen das wahnsinnige Pack schon für Ihre Beschwerden im günstigsten Fall den Zensor auf den Hals hetzt – und dann, wenn Sie das noch immer nicht zum Verstummen bringt, die Polizei, den Inlandsgeheimdienst oder das Militär. Wie konnte es so weit überhaupt kommen?

Russland und der Krieg

Dr. Peterson macht unter Zuhilfenahme von Dostojewski, Solschenyzin und auch des „umstrittenen“ Philosophen Alexander Dugin auf den folgenden Sachverhalt aufmerksam: Wenn es etwas gibt, wohin in Russland niemand mehr zurückwill, dann ist es der kommunistische Wahnsinn, der aus der Sowjetunion letztlich das machte, was sie bei ihrem Zusammenbruch 1991 gewesen ist: Ein hoffnungsloses Land. Hoffnung allerdings speist sich aus dem Glauben, daß es die Wahrheit gibt, an der letztlich kein Weg dauerhaft vorbeiführt. Abseits aller persönlichen Disponiertheiten, die auch ein Wladimir Putin aufweist, sei es so, sagt Peterson, daß die russische Orthodoxie unter Putin gezielt als die kulturelle Klammer wiederaufgebaut werde, welche die Russen als Nation einen soll. Während in Russland allerorten Kathedralen und Kirchen gebaut würden, so Peterson, stünden sie im Westen zunehmend leer oder würden sogar abgefackelt.

Putin selbst bezeichnet sich als einen Christen. Im Christentum gilt eine Übereinkunft, die dogmatisch gilt: Es gibt die Wahrheit. Andernfalls hätte das christliche Gebot, „kein falsch Zeugnis“ zu reden, keinen Sinn. Was jeweils die Wahrheit sei, darüber läßt sich streiten. Daß es die Wahrheit als solche jedoch gibt, darüber streitet im Christentum niemand. Das ist im Westen inzwischen anders. Im Westen gilt, daß es keine objektive Wahrheit gibt. Im Westen ist es so: Wer unwidersprochen behaupten kann, daß „A“ und „Nicht-A“ identisch seien, und wenn er damit durchkommt, dann kann er auch alles andere behaupten. Wenn er in einer Machtposition hockt, hat er auch die Mittel, durchzusetzen, daß alle anderen zu fressen haben, was er behauptet. Wenn er behauptet, es gebe mehr als zwei Geschlechter, dann kann er auch behaupten, Wladimir Putin wolle Deutschland das Gas abdrehen.

Sehr offensichtlich ist es anders: Der Grüne Habeck will Deutschland das Gas abdrehen und fürchtet sich lediglich vor den Konsequenzen, die das für ihn persönlich haben könnte. Nord-Stream 2 würde das Gas liefern, das während der Wartungsarbeiten an Nord-Stream 1 ausbleibt. Wladimir Putin hatte zugesagt, daß er den Ausfall von Nord-Stream 1 via Nord-Stream 2 kompensieren würde. Es ist Habeck, der davon nichts wissen will. Es ist Habeck, der bereits 2016 sagte, Deutschland sei Energiewende-Land und müsse deshalb sukzessive aus der Gasversorgung durch Russland aussteigen. Es ist Habeck, der die letzten drei verbliebenen deutschen Atomkraft in dieser Lage zum 31.12.2022 stillegen will, anstatt sie weiterlaufen zu lassen und die drei weiteren, bereits stillgelegte Atomkraftwerke wieder in Betrieb zu nehmen. Es sind Habeck und Konsorten, die dem deutschen Volk einreden wollen, es habe die moralische Pflicht, für die Ukraine zu frieren und Sanktionen zu ertragen, die sich letztlich gegen Europa richten, nicht gegen Russland. Wegen eines Krieges, welcher weder die NATO, noch die EU oder das deutsche Volk etwas anzugehen hätte.

Lediglich aus Furcht vor den Konsequenzen, die es für ihn und die Ampelvereins-Mitglieder persönlich haben könnte, wenn die deutsche Wirtschaft mangels Gas abrupt – statt wie geplant schleichend – zusammenbricht, bat er die Kanadier „sanktionswidrig“, die überholungsbedürftige Gasturbine für Nord-Stream 1 nach ihrer Reparatur wieder an Deutschland auszuliefern. Und es ist der ukrainische Nasenpräsident Selenskyj, der daraufhin den kanadischen Botschafter in der Ukraine einbestellte, um ihm die Leviten zu lesen. Derselbe Selenskyj, der Deutsche frieren lassen würde dafür, daß sie seinem Land militärisches Gerät schicken und „humanitäre Hilfen“ in Milliardenhöhe überweisen. Es ist der Bund der Ukrainer, der beim Bundesgerichtshof gegen die Auslieferung der Gasturbine an Deutschland klagt. Es ist die Ukraine, in der vom Westen gelieferte Waffen auf dem Schwarzmarkt für Schleuderpreise an Gott-weiß-wen verhökert werden, anstatt sie „bestimmungsgemäß“ zu verwenden. Es gibt dort keinerlei Buchführung darüber, was mit den vom Westen im mehrstelligen Milliardenwert gelieferten Waffen passiert und wo sie verbleiben. Zuletzt tauchten zwei nagelneue franzöische Geschützbatterien im Wert von je 7 Millionen Euro bei den Russen auf. Auf russischer Seite wurden inzwischen Fahrzeuge mit einem „Z“-Symbol auf der Tür gesichtet, die sich bei näherem Hinsehen als die legendären amerikanischen Hummer H3 entpuppten.

Es ist die Ukraine, die immer noch mehr Waffen und Geld haben will, obwohl ihr inzwischen das Militärpersonal fehlt, diese angeforderten Waffen auch einzusetzen. Das sagt sich so einfach: Militärpersonal. Es geht um 45.000 bis 70.000 Gefallene. Es ist die Ukraine, in der inzwischen selbst Frauen das Land nicht mehr verlassen dürfen, weil sie in einem völlig aussichtslosen Krieg gegen Russland an der Front verheizt werden sollen. Und es ist der deutsche Ampelverein der Wahnsinnigen, der sich erdreistet, dem Volk gegenüber zu behaupten, es habe die moralische Pflicht, den ukrainischen Erzverbrechern beizustehen bei deren Unterfangen, das eigene Volk quasi auszurotten. Und dieser Ampelverein behauptet das nicht, weil er auch nur einen Pfifferling auf das Leben eines Ukrainers geben würde oder einen auf Ihres. Nein, Sie sollen glauben, daß Putin ein „Putler“ sei, ein gewissenloser Diktator, und daß die Ukrainer schließlich heroisch die „westlichen Werte“ für ganz Europa verteidigen. Dabei ist es Putin, der im kleinen Finger mehr „westliche Werte“ hat, als das ganze kulturell degenerierte Kulturmarxistenpack der westlichen Welt in der Gesamtheit seiner Finger. Derweilen werden in den USA Heiligenkerzchen mit dem Konterfei Selenskyjs feilgeboten für 15 Dollar das Stück. Es werden Anschläge auf Bundesrichter geplant – und (noch) vereitelt.

Der komplett abgehobene Alt-Bundespräsident Gauck in Deutschland schwadroniert derweilen als theoretischster Kriegsheld aller Zeiten recht billig davon, daß er „notfalls selbst zur Waffe greifen“ würde (Berliner Zeitung). Puffmama Layla ist jünger, schöner und geiler, oder was? Ist es wirklich „Layla“, um die es hierzulande geht?

Peterson sagt, er finde es zumindest beruhigend, daß Putin als Christ über sich noch eine höhere Instanz akzeptiert. Für den deutschen Ampelverein und die untertänigen „Layla“-Singer dürfte das wohl nicht mehr gelten. Für Selenskyj auch nicht. Diese vollkommen abgedrehten Figuren scheinen sich inzwischen selbst für Götter zu halten, meilenweit von jedem Gedanken daran entfernt, daß es im einen Fall ihr Job wäre, den Bürgern zu dienen, anstatt sie über die Klippe zu stoßen -und im anderen Fall, daß sich kein freier und demokratischer Bürger im Westen unter die Vormundschaft von völlig durchgeknallten, totalitären und despotischen Lügenbolden zu stellen lassen braucht. Es geht um etwas anderes: Einen Bürgerkrieg im Westen, der längst angelaufen ist. Der erste Bürgerkrieg, der von den meisten Bürgern gar nicht als solcher wahrgenommen wird.

Der westliche Bürgerkrieg

Jordan Peterson weist auf einen Zivilisationsbruch im Westen hin und zeigt auch die Bruchlinie. Er sagt, in europäischen Ländern wie Polen, Tschechien, Rumänien, Bulgarien und Ungarn schüttelten die Leute fassungslos den Kopf darüber, daß ausgerechnet da, wo sie selbst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Zerfall des Warschauer Paktes hinwollten – in den „freien Westen“ also, genau der menschenverachtende Kommunismus in einer neuen Variante hochgezogen werde, dem und dessen gottloser Hoffnungslosigkeit sie einst zu entkommen trachteten. Daß dieser Bürgerkrieg auch im Westen Europas angekommen sei, lasse sich an der Popularität von Marine Le Pen in Frankreich erkennen.

Der Westen sei inzwischen selbst eine neo-kommunistische Zwangsgemeinschaft, aus der viele am liebsten wieder ausbrechen würden, wenn sie nicht sofort mit drastischen Konsequenzen zu rechnen hätten. Das ist wahr. Mein persönlich sehr großes Verständnis für Wladimir Putin ist quasi Ausweis der Tatsache, daß ich im westlichen Bürgerkrieg auf Seiten derjenigen stehe, die, wie Putin auch, die völlig durchgeknallten westlichen Kulturmarxisten mit ihren ständig wechselnden, utilitaristischen Augenblicks-Lügen als die eigentlichen Urheber jedweden Unfriedens identifizieren. Wenn Leute wie Habeck, Scholz, Baerbock und viele andere, auch in den Medien, den Mund aufmachen, dann längst nicht mehr, um irgendetwas Wahres zu sagen, sondern nur, um etwas zu sagen, das jenen Absichten dient, von denen sie selbst wissen, daß sie über die besser nicht reden sollten. Daß sie dabei lügen wie gedruckt, stört diese Herrschaften gar nicht mehr. Sie behaupten, das sei eben ihre Meinung und daß im Westen Meinungsfreiheit herrsche. „A“ ist gleich „Nicht-A“. Die sogenannte Meinungsfreiheit herrscht nämlich nur noch für sie selbst und die Ihren. Das sind astreine Despoten. Deswegen glauben sie auch, sie könnten Lieder verbieten und automatische Geschwindigkeitsbegrenzer per Gesetz beschließen. Deswegen feiern sie Hochzeit wie Lindner. Die interessiert nicht mehr, ob wahr ist, was sie sagen, oder ob sich geziemt, was sie tun. Die interessiert nur noch, daß sie damit durchkommen und was sie veranlassen müssen, damit sie damit durchkommen. Zu ihrem eigenen Wohl & Frommen. Und zwar ausschließlich deswegen.

Neben allem anderen, woran man in Kriegen üblicherweise interessiert ist, Bodenschätzen z.B., sieht sich Putin auch in einem sehr fundamentalen Kulturkampf. Der spiegelt sich im von Peterson als existent behaupteten, westlichen Bürgerkrieg wider. Man kann sagen, daß die Russen und der gesamte ehemalige Ostbock in einem fundamentalen Punkt siebzig lehrreiche Jahre Vorsprung den USA und Westeuropa gegenüber haben, was übrigens auch die neue innerdeutsche Spaltung ganz gut erklärt. Der Osten ist eben aus Schaden klug geworden. Die Leute dort wissen, worauf der ganze westliche Werterelativismus mitsamt seiner Verabschiedung von den Prinzipien der Logik und der Wahrhaftigkeit hinauslaufen wird und weshalb sie sich mit der Geisteskrankheit namens Kulturmarxismus keinesfalls nochmal infizieren wollen. Die haben keine Lust, sich von abgehobenen, völlig abgedrehten Ideologen erneut ins Unglück stoßen zu lassen.

Es ist auch nicht wahr, daß Putin in Russland den Rückhalt der Massen verliert. Im Gegenteil: Er schart die Massen hinter sich. In Russland entsteht gerade wegen des Ukrainekriegs ein neues Nationalgefühl, das sich einer gemeinsamen kulturellen Klammer bewußt wird, einhergehend mit einem Bewußtsein dafür, daß die Werte dieser Nation im diamentralen Gegensatz zu dem stehen, was im Westen autoritär durchgesetzt werden soll. Als den autoritärsten Führer in der westlichen Welt bezeichnet Peterson übrigens Justin Trudeau. Wahr ist: Putin wird irgendwann weg sein. Aber Russland bleibt bestehen. Und es ist nicht anzunehmen, daß Putins Nachfolger, dann, wenn er von jenen Russen gewählt worden ist, die Putin vorher unter einem neuen russischen Selbstbewußtsein geeint hatte, dieselbe Nachsicht mit den europäischen US-Vasallen wird walten lassen, wie derzeit noch Putin im Wissen um die geostrategische und militärische Schwäche Europas als US-Vasall. Dann geht`s erst richtig rund hier.

Es ist deshalb im ureigensten Interesse jedes Westeuropäers und eines jeden Amerikaners, der die „westlichen Werte“ tatsächlich bewahrt haben will, sich nicht vor den Karren der Russland-Dämonisierer spannen zu lassen. Die würden ihn nämlich, so wie Selenskyj „seine Ukrainer“, wenn es hart auf hart käme, genauso verheizen wie die Ukrainer, um sich ihre eigene Herrschaft zu erhalten. Der gesamte Westen entwickelt sich seit Jahren zunehmend zu einer Weltregion der Hoffnungslosigkeit. Permanent müssen sich die Bürger der westlichen Welt erzählen lassen, woran sie angeblich schuld sind, was sie zu bereuen haben, wie sie sich einschränken müssen, auf welche Grundrechte sie zu verzichten haben, welche neuen Gesetze und Verbote sie befolgen müssen, was für eine Unmöglichkeit der weiße Mann als solcher sei, daß sie Rassisten, Sexisten, Chauvinisten, Xenophobe, Homophobe und was-weiß-ich noch alles seien – und erzählt bekommen sie das von Leuten, die evident für richtig halten, daß „A“ dasselbe sei wie „Nicht-A“. Inzwischen gipfelt das in der Insinuation, der Mensch selbst sei das „umweltschädlichste“ überhaupt, weswegen er aus moralischen Gründen gar nicht die Existenzberechtigung hat, von der er glaubt, daß er sie hätte. Der Westen befindet sich in der Geiselhaft geisteskranker Ideologen, die über sich niemanden mehr akzeptieren.

Leute wie Annalena Baerbock, Ursula von der Leyen, Luisa Neubauer, Ricarda Lang und das ganze woke Gesindel mit seiner „Cancel-Culture“ glauben tatsächlich, sie repräsentierten den Gipfel der Weisheit, die Spitze des zivilisatorischen Fortschritts – und Putin sei eben „irgendwie zurückgeblieben“. Und die von Linksextremisten gekaperten US-Demokraten glauben das ebenfalls. Unterdessen bekundet Putin, daß er nie wieder den Worten eines westlichen Politikers Glauben schenken will. Der Mann ist Realist. Wenn wir im Westen weiterhin mit russischem Gas und russischem Öl versorgt werden sollten, dann nicht, weil Putin es sich nicht mit unseren eigenen Geiselnehmern verscherzen will, sondern weil er weiß, daß wir, die europäischen Völker also, darunter zu leiden hätten. Gegen die europäischen Völker hat er aber nichts. Ganz im Gegenteil. Putin hält seine westlichen Amtskollegen völlig zu Recht für verlogene und gewissenlose Verbrecher. Putin weiß genau, mit welchen Methoden sie ihre eigenen Völker, diese politisch kreierten Mündel, in der Geiselhaft ihrer verlogenen und bigotten Pseudomoral halten. Er selbst hat das in seinen jungen Jahren von der Pike auf erlernt. Da macht ihm niemand ein X für ein U vor.

Überlegen Sie einfach selber, was dieses Trallala um das Lied „Layla“ auf Volksfesten im Grunde über Sie selbst und die Situation aussagt, in der Sie sich in Deutschland befinden. Fragen Sie sich, warum in Würzburg oder in Düsseldorf noch niemand die abgehobenen Impertinenzler, denen das Verbot von „Layla“ eingefallen ist, an ihren grünlichen Löffeln aus dem Rathaus herausgezogen und verprügelt hat. Überlegen Sie, als was Sie von der EU, der Brüsseler Institution, betrachtet werden, wenn man dort davon ausgeht, daß Ihr Auto in jedem Fall klüger zu sein hat als Sie selbst – und daß man Ihnen praktisch jede Möglichkeit einer eigenen Entscheidung abnehmen muß. Und dann überlegen Sie anhand der Feststellung, daß erst einmal existent sein muß, was verteidigt werden soll, ob es stimmen kann, daß in der Ukraine Ihre „westlichen Werte“ verteidigt werden, weswegen Sie dann auch solidarisch zu frieren und zu verarmen hätten. Und dann wollen Sie sich eventuell auch noch überlegen, was es über Sie selbst aussagen würde, wenn Sie in diesen Zeiten einen Text wie „Puffmama Layla ist jünger, schöner, geiler“ hymnisch mitgrölen würden, weil es Ihnen niemand verboten hätte.

Themen

AfD
Strompreise (Bild: shutterstock.com/Von andriano.cz)
Brisant
Corona
Deutschland
Gender
Aktuelles
Islam
Brisant
Klima
Linke Nummern
Medienkritik
Migration
Satire
Ukraine
Wahlkampf
Wirtschaft