Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: Kartoffelpuffer

+++ Kurz vor dem Verbot des Ballermann-Hits „Layla“ beim Würzburger Kilianifest tanzte der Würzburger Oberbürgermeister Schuchardt selbst ausgelassen zu dem Lied, berichtet der „Focus“. Es gebe ein Video von Schuchardts Tänzchen. Der Oberbürgermeister bestreitet das nicht, gibt aber zu bedenken, daß er auf den Text des harmlosen Liedchens gar nicht so gehört habe in dem allgemeinen Trubel. Es scheint den Text also niemand mitgesungen zu haben.  Ein Würzburger Rechtsanwalt wiederum bestritt, daß es sich überhaupt um ein Verbot handele. Weder gebe es eine entsprechende schriftliche Anordnung der Stadt noch eine Allgemeinverfügung, die das Abspielen des Liedes untersage. Was es allerdings gebe, sei eine Playlist für das Volksfest, die von der Stadt Würzburg „abgesegnet“ worden sei. Der Ballermann-Hit, Nummer eins der derzeitigen Charts, komme eben nicht vor auf dieser Playlist. Von einem Verbot könne aber keine Rede sein. Ein inexistenter Experte für Wortklaubereien merkte dazu an, es sei schon merkwürdig, daß erstens der Nummer-1-Hit der Gegenwart nicht auf der Playlist für ein Volksfest zu finden sei, weil ein Volksfest – der Name sage es schon – ein Fest für das Volk sei, und zweitens finde er es merkwürdig, daß die Stadt darüber entscheide, welche Lieder auf einem Volksfest abgespielt werden dürften. Er frage sich angesichts des Liedtextes von „Layla“, ob man die Almans in Würzburg seit dem Kilianifest nicht nur atamanmäßig ungenau als Kartoffeln bezeichnen dürfe, sondern ob sie mit Kartoffelpuffer nicht ferdamäßig genau bezeichnet wären, wenn sie sich tatsächlich an das inexistente Verbot halten. +++

Würzburger Kartoffelpuffer – Foto: Imago

+++ Anläßlich des Christopher-Street-Day in München wird dieses Jahr zum ersten Mal die Regenbogenflagge vor dem bayerischen Landtag gehisst, wie der Bayerische Rundfunk meldete. Solches entspreche den Wünschen von Grünen, der SPD und der FDP in Bayern. Ein inexistenter Experte für sexuelle Orientierungen frohlockte, endlich fänden die „lustigen Holzhackerbuam“ aus der traditionellen SM-Szene in ihren schwulen Lederhosen gebührende Beachtung durch die Volksvertreter. +++

München: Christophers Servier-Tablett beim Christopher Street Day? – Foto: Imago

 

+++ Der wirtschaftliche Kompetenz-Darsteller Habeck, Robert, erfreut die Herzen seiner Untertanen allerweil mit pfiffigen Ratschlägen zur persönlichen Bewältigung der Gaskrise. Kürzer duschen, kalt duschen, weniger essen, damit Geld fürs Heizen übrigbleibt – und neuerdings schwimmen statt planschen im Freibad. Der Krisenexperte im Wirtschaftsministerium: Manche Freibäder böten 28 Grad warmes Wasser. 25 Grad reichten auch. Oder 22. Oder gar kein geheiztes Wasser in einem heißen Sommer. Als ob es heiße Sommer überhaupt noch gäbe. Es gibt nur noch Klimakatastrophe. Einerlei: Wenn das Wasser ein wenig kalt sei, müsse man eben schwimmen, so Wirtschafts- und Bewegungsminister Habeck. Davon werde dem badefreudigen Gaskrisler dann warm. Der Mann für grüne Lebenshilfe scheint bewußt übersehen zu wollen, daß es bei der Gaskrise nicht hauptsächlich um die Wassertemperatur in Freibädern geht, sondern z.B. um die Aluminiumproduktion, den Chemiestandort Ludwigshafen – und ganz wichtig: Um das Bier. Die Bierbrauereien brauchen sehr viel Gas, die Flaschenhersteller ebenso und die Kronkorkenhersteller auch. Ein inexistenter Experte für schwules Gesabbel erklärte, eine inexistente Umfrage unter schwulen Lederhosenträgern anläßlich des Christopher-Street-Days in München würde vermutlich ergeben, daß Bayern gegen die Bundes-Grünen in den Krieg ziehen würde, wenn es zu einem Mangel an Bier im Freistaat käme. Für Habeck gelte: Entweder Gas oder das war’s. +++

Pro Bier = Pro Gas: Paul Aner und seine Freunde – Foto: Imago

+++ Ob es jemals einen Christopher-Street-Day mit Regenbogenflagge vor der Werochnwa Rada in Kiew geben wird, ist so fraglich wie im Fall des Kremls und Moskaus. Obwohl es wahrscheinlich an Schwulen nicht mangelt in Kiew.  Herr Präsident Selenskij, Wolodymyr, verspricht nämlich eine „harte Reaktion“ auf Pjöngjangs Anerkennung der Donbass-Republiken. In einer Videobotschaft verkündete er: „Heute erklärten Vertreter der Besatzungsstrukturen in Donezk, sie seien, wie sie sagen, von Nordkorea anerkannt worden. Wir werden auf allen Ebenen hart reagieren, ansonsten ist dies eine Nachricht, die keine weiteren Kommentare erfordert. Alles ist offensichtlich.“ – Jetzt aber: Harte Reaktion auf allen Ebenen. Viele Ebenen, viel harte Reaktion. Ein inexistenter Experte für Härtegrade aller Art kommentierte, es sei schon schön, daß Schwule, Lesben und Hinübergeschlechtliche heutzutage als völlig normal gelten. Weil man dadurch niemanden mehr beleidige mit der Vermutung, daß er schwul sein könnte. „Der könnte schwul sein“, sei heutzutage eine so zulässige Äußerung wie „der könnte auf Frauen stehen“.  Dadurch, daß das Private so politisch geworden sei, gelte es wahrscheinlich auch nicht länger mehr als unanständig, bei den Ehefrauen gewisser Politiker nachzufragen, ob die Jungs zuhause noch voll bei der Sache sind, ob sie noch so richtig aus dem Häuschen geraten, oder ob sie sich gern vor ihren ehelichen Pflichten drücken. Wegen Migräne vielleicht – und alle solche Fragen. Er wüsste nicht, so der inexistente Experte, mit welchem Recht sich jemand solche Fragen noch verbitten dürfen sollte, wenn doch das Private politisch ist und deshalb alle etwas angeht. Wenn er sich überlege, wer in der Ukraine alles schwul sein könnte, dann sähe es finster aus für den Fortbestand der Ukrainer. +++

Als der ukrainische Herr Präsident noch nicht der ukrainische Herr Präsident gewesen ist – Foto: Screenshot Youtube

+++ Eine Schlagzeile in der „Welt“ heute: „Internationale Presseschau: Europas Klimabesessenheit hat zu einer Energiekrise geführt.“ Ja, schön, aber völlig uninteressant. Mich interessiert heute, welche Besessenheit zu einer Regenbogenflagge vor dem Bayerischen Landtag geführt hat. Ich meine: Der Söder wird doch nicht … oder der alte Stoiber? Kann es sein, daß die damals vom alten Strauß unterdrückt worden sind? – Reichlich mysteriös, das Ganze. Ein inexistenter Experte für Obsessionen & Fetische aller Art erklärte, sich zu überlegen, welche Obsession in Europa zur Energiekrise geführt habe, sei wenig zielführend im Sinne einer Problemlösung. Man könne es ja auch so machen wie das tapfere Schneiderlein und gleich 7 Fliegen auf einen Streich erschlagen, indem man sich fragt, was für ein Bündel an Obsessionen wohl ursächlich dafür gewesen ist, daß wir heute eine EU wie diese haben. Dann hätte man alle Obsessionen beinander und diejenige, welche zur Energiekrise führte, wäre automatisch dabei. Aber schön sei es trotzdem, daß wenigstens international erkannt worden sei, welcher europäische Dachschaden für die Energiekrise ursächlich ist. Jetzt müssten die Europäer nur noch damit aufhören, sich für die Klügsten auf Gottes schönem Erdenrund zu halten – und schon stünde einer psychischen Gesundung des gesamten Kontinents nichts mehr im Wege. Im Übrigen wisse er, so der inexistente Experte, wie der Sammelbegriff für die Gesamtheit aller desaströsen Obsessionen der Eurokraten laute: Kulturmarxismus. Leider sei es einer kulturmarxistischen Obsession geschuldet, nämlich der vom unbedingten Rechthaben, daß ihm das kaum jemand abnehmen wolle. +++

Noch so ein Marx – Foto: PeskyMonkey/Shutterstock

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