Impfzwang (Bild: shutterstock.com/ Von LookerStudio)
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Pater Rolf Lingen: Gesunde Ungeimpfte einerseits, kranke Geimpfte anderseits – die Impfung „wirkt“

„Impfungen sind sicher und effektiv.“ Mit solchen Parolen wird das Volk schon seit langem von den Massenmedien bombardiert. Obendrein werden in den sog. sozialen Netzwerken Beiträge gelöscht und Autoren gesperrt, die diese „Sicher-und-effektiv“-Parolen infrage stellen.

Eine Predigt von Pater Rolf Lingen

Die Begründung: Wer infrage stellt, dass Impfungen sicher und effektiv sind, gefährdet seine Mitmenschen. Politiker warnen nachdrücklich, dass man nur offiziellen, d. h. politik-konformen Quellen glauben darf und dass alle, die von den offiziellen Quellen abweichen, ihren Mitmenschen schaden wollen. Ggf. können für Abweichler vom Narrativ auch schwerste Strafen wegen angeblicher Falschaussagen vollstreckt werden. Der Beweis dafür, dass Impfungen sicher und effektiv sind, besteht zwingend aus zwei absolut unverzichtbaren Teilen. Zum einen darf es grundsätzlich keine Schäden durch Impfungen geben – sonst wären sie eben nicht sicher. Zum anderen müssen erheblich mehr als 99 Prozent der Ungeimpften zwangsläufig an der betreffenden Krankheit entweder sterben oder dadurch wenigstens schwerbehindert sein, während erheblich weniger als ein Prozent der Geimpften von der Krankheit irgendwie betroffen sind – bei sonst gleichen Bedingungen. Denn nur bei einem so klaren Unterschied bei sonst gleichen Bedingungen könnte man überhaupt vielleicht vermuten, dass es eben genau die Impfung ist, die schützt, und nicht etwa irgendein anderer Faktor. Und es müssen wirklich grundsätzlich Tod oder Schwerbehinderung durch die Krankheit drohen, denn bei einer milden Krankheit, die z. B. mit einem gewöhnlichen Schnupfen vergleichbar wäre, könnte schon wegen der Verhältnismäßigkeit eine Impfung gar nicht in Betracht kommen.

Und selbst wenn es eine solch furchtbare Krankheit sowie die davor rettende Impfung geben würde: Selbst dann wäre zusätzlich zu fragen, ob die Impfung das alleinige Mittel zur Rettung der Menschheit wäre. Und selbst wenn dafür kein anderes Mittel als die Impfung bekannt wäre, könnte sich grundsätzlich jeder darauf berufen, dass es viele Gründe gibt, weswegen man eine Behandlung verweigern darf oder sogar muss, z. B. der belastende finanzielle Aufwand oder der zu erwartende Tod aufgrund der extremen Altersschwäche. Klar ist aber in jedem Falle und für absolut jeden Menschen: Bevor man sich einer Impfung aussetzt, muss eben die moralische Gewissheit bestehen, dass die Impfung sicher und effektiv ist. Jeder hat die äußerst strenge Pflicht, sich zuverlässig zu informieren, bevor er sich etwas verabreichen lässt. Niemand kann sich entschuldigen, wenn er nicht vor der Impfung genau in Erfahrung gebracht hat, welche Bedrohung für die Bevölkerung allgemein überhaupt besteht, welche Bedrohung für ihn selbst konkret überhaupt besteht, welche Stoffe genau in der Impfung enthalten sind, ob diese Inhaltsstoffe tatsächlich alle ungefährlich sind, ob die Inhaltsstoffe überhaupt zur Verhinderung der Erkrankung geeignet sind, ob für die Herstellung der Impfstoffe abgetriebene Kinder verwendet wurden usw. Wer es unterlässt, sich hier klar zu informieren, lädt möglicherweise schwerste Schuld auf sich – u. z. nicht nur dann, wenn er sich leichtfertig impfen lässt, sondern ggf. auch dadurch, dass er durch sein Schweigen eine globale Bedrohung durch eine zerstörerische Impfaktion begünstigt hat.

Wie eine Krankheit auf die Bevölkerung wirkt, sieht jeder sofort im eigenen Umfeld: Kenne ich jemanden, der niemanden kennt, der an dieser Krankheit gestorben ist oder durch diese Krankheit zum Krüppel wurde? Wenn jeder rings um sich herum lauter Tod und Zerstörung durch die Krankheit sieht, dann ist jeder, der diese Krankheit verharmlost oder gar leugnet, ein Verschwörungstheoretiker. Allerdings: Mitten in den kollektiven Jubel darüber, dass die Corona-Impfungen sicher und effektiv sind, mischen sich auch im Mainstream bisweilen ein paar Geschmacksverderber. Immerhin: Die Tatsache, dass es lauter gesunde Ungeimpfte gibt, wird uminterpretiert, so dass Gesunde nun als asymptomatisch Kranke gezählt werden. In dieser Zählweise kommt man problemlos auf eine Infektionsrate von erheblich über 99 Prozent, auch wenn die Bedrohung durch Tod bzw. Schwerbehinderung dann noch nicht vollständig einleuchtet. Hier könnte man zusätzlich argumentieren, dass wahrscheinlich auch die Asymptomatischen früher oder später sterben, und man schreibt dann auf den Totenschein als Todesursache kurz: „Corona“. Aber es gibt auch Meldungen, dass selbst prominente Mehrfach-Geimpfte erkranken.

Also gesunde Ungeimpfte einerseits, kranke Geimpfte anderseits – da wird es für eine „effektive“ Impfung doch etwas eng. Immerhin wurde Gesundheitsminister Karl Lauterbach nicht müde zu erzählen, dass die Impfung nebenwirkungsfrei ist. Allerdings hat das Magazin handelsblatt am 13. Juli 2022 ein Interview mit dem Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden veröffentlicht: »Herr Cäsar-Preller, Sie vertreten als Anwalt mehrere Menschen, die nach ihrer Impfung unter Langzeitfolgen leiden. Nun hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach kürzlich bei Twitter das erste Mal offiziell darüber informiert, dass Corona-Impfstoffe, also auch die mRNA-basierten, zu schweren Nebenwirkungen führen können. Davor sprach der SPD-Politiker stets von „nebenwirkungsfreien“ Vakzinen. Wie bewerten Sie das juristisch? Cäsar-Preller: Diese Kehrtwende des Gesundheitsministers war absolut notwendig. Juristisch bedeutet das einiges. Es könnte jetzt zu Amtshaftungsansprüchen gegen die Bundesrepublik Deutschland oder gegen einzelne Bundesländer kommen. Geschädigte könnten somit Schadenersatzleistungen erstreiten. Wenn über anderthalb Jahre eine Kampagne mit diversen Aussagen über die Nebenwirkungsfreiheit eines Medikamentenimpfstoffes läuft, wundert es mich nicht, dass auch Herr Lauterbach jetzt zugeben musste, dass es das nicht gibt. Als Arzt muss er ja wissen, dass es kein Medikament ohne Nebenwirkungen gibt.«

Soweit der Ausschnitt aus dem Handelsblatt. Moraltheologisch ist die Brisanz der Impfschaden-Thematik ungleich größer. Welche Schuld haben diejenigen auf sich geladen, die sich haben impfen lassen? Welche Schuld haben diejenigen auf sich geladen, die andere dazu angestiftet haben, sich impfen zu lassen? Welche Schuld haben diejenigen auf sich geladen, die Informationen über Impfrisiken und über Impfschäden unterdrückt haben? Wer sich einem unverhältnismäßigen Risiko ausgesetzt hat, der hat unverhältnismäßig gehandelt. Hat man gehandelt aus ignorantia affectata, aus Nicht-Wissen-Wollen, dann hat man seine Schuld niemals verringert, sondern üblicherweise vermehrt. Wenn man durch seine Fahrlässigkeit bei der Impffrage anderen geschadet hat, in welcher Weise auch immer, ob zeitlich, finanziell, seelisch, dann hat man fahrlässig anderen geschadet. Und in jedem Falle muss man sich vor Gott verantworten, wenn man gegen das fünfte Gebot verstoßen hat, s. den Katechismus: „Gott schützt durch das fünfte Gebot das Leben des Leibes und der Seele bei uns und bei andem. Es macht uns die Selbstliebe und Nächstenliebe zur Pflicht. … Es gibt eine pflichtgemäße Sorge für Gesundheit, Nahrung, Kleidung und Erholung.“

Also: Man muss fragen: Lässt sich eine Impfung vereinbaren mit der Pflicht zur Selbstliebe und Nächstenliebe? Ist die Impfung sicher und effektiv? Keine Ausreden! Keine Ausflüchte! Keine Ignoranz! Keine Zensur! Außerdem: Was heißt eigentlich „Haftung“ bzw. „Entschädigung“ bei einem Impfschaden? Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist, ist dann z. B. die Bezahlung des Begräbnisses eine angemessene „Haftung“ bzw. „Entschädigung“? Wenn ich nicht mehr gehen oder nicht mehr sehen kann, sind dann z. B. 2.000 Euro eine angemessene „Haftung“ bzw. „Entschädigung“? Und wie glaubwürdig ist eigentlich diese ganze Corona-Politik angesichts dieser Kehrtwende zur Nebenwirkungsfreiheit? Welche Schuld lädt der auf sich, der den Politikern, Richtern und anderen Predigern des Narrativs irgendetwas glaubt? So interessant die Debatte um Haftung für Impfschäden auch sein mag: An erster Stelle steht das, was auch im Grundgesetz an erster Stelle steht: die Verantwortung vor Gott, die sich verwirklicht in der pflichtgemäßen Selbstliebe und Nächstenliebe. Amen.

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