Claudia Roth (Bild: shutterstock.com/Juergen Nowak)
Claudia Roth (Bild: shutterstock.com/Juergen Nowak)

Rollt Claudias Köpfchen doch noch? Zentralrat der Juden erhöht den Druck

Gut. Bei Claudia Roths Haupt handelt es sich eher um einen Schädel, denn um ein „Köpfchen“. Aber nichtsdestotrotz könnte es sein, dass dieser grüne Quadratschädel demnächst rollt. Denn nach wie vor fordert der mächtige Zentralrat der Juden Konsequenzen aus dem Antisemitismusskandal der von Roth verantworteten Documenta.

Das Bauernopfer, das unser aller Kulturstaatsministerin Claudia Rot in Form der  Generaldirektorin der documenta fifteen, Sabine Schormann, dargebracht hat, scheint nicht auszureichen, damit die Grüne ihren Quadratschädel aus der Semitismus-Schlinge ziehen kann. Unter dem Geklatsche des Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat in der vergangenen Woche Schormann ihr Amt niedergelegt. In den vergangenen Wochen waren immer wieder Rücktrittsforderungen gegen die 60-Jährige erhoben worden. Ihr wurde unter anderem Untätigkeit bei der Aufarbeitung des Skandals vorgeworfen.

Roths mutmaßliche Hoffnung, ihren Leib damit aus der Schussline genommen zu haben, indem sie sich in den letzten Tagen von ihrem Bauernopfer Schormann distanzierte, könnte jedoch bitterlich enttäuscht werden. Denn: Der Präsident des mächtigen Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, will es damit nicht auf sich beruhen lassen und erhebt in der Bild schwere Vorwürfe gegen den Kulturbetrieb – und erhöht damit den Druck auf das Grünengewächs Claudia Roth.

„Die Stürmer-Karikaturen auf der Documenta und der damit verbundene Antisemitismus-Skandal auf der Documenta ist leider nur die Spitze des Eisbergs“, so Schuster in der „Bild“. „Bei der Documenta gipfelte, was wir leider seit Jahren in Teilen des deutschen Kulturbetriebs beobachten.“ Obwohl BDS „eine klar antisemitische Ideologie“ sei, werde sie „gezielt verharmlost und als legitime Protest-Bewegung dargestellt“, so weiter Schuster. „Viele Akteure im Kulturbetrieb stellen sich gegen den wichtigen Bundestagsbeschluss, der BDS auch eindeutig als antisemitisch benannt hat.“ 2019 hatten im Bundestag CDU/CSU, SPD, FDP und große Teile der Grünen dafür gestimmt, BDS als antisemitisch zu verurteilen und die Förderung von BDS-Unterstützern mit öffentlichen Geldern zu untersagen. Roth indes unterstützte den BDS-Beschluss im Bundestag nicht.

In Richtung des BDS-Fangirls Roth sagte Schuster: „Wir erwarten von den Verantwortungsträgern für die Kulturpolitik, dass sie sich eindeutig hinter den Bundestagsbeschluss stellen und gegen die Verharmlosung von BDS kämpfen.“ Ansonsten werde es „Vorfälle wie bei der Documenta immer wieder geben“. (SB/dts)

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