Die unfassbare Szene (Screenshot:Youtube/BildTV)

Mit freundlichen IS-Grüßen: Terror-„Fachkräfte” am Düsseldorfer Flughafen?

Wer dachte, das unvermindert anhaltende Chaos bei der Abfertigung der Passagiere sei das Schlimmste, was Flugreisenden und Urlaubern am Düsseldorfer Flughafen derzeit drohen könnte, könnte sich bald ganz anderen Gefahren gegenüber sehen. Der gestern bekannt gewordene „Zwischenfall“ mit drei mutmaßlichen Terrorsympathisanten unter der Belegschaft des Airports , die in einem privaten Video einen eindeutig erkennbaren Gruß der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) zeigen, lässt tatsächlich Schlimmeres befürchten.

Nachdem die Bundespolizei den Hinweis auf den Vorfall von „Bild” erhalten habe, seien „unverzüglich alle erforderlichen gefahrenabwehrenden Maßnahmen ergriffen“ worden. „Anhand des vorhandenen Bildmaterials zu den Personen wurden sodann alle drei als Mitarbeiter einer vom Flughafenbetreiber und Luftfahrtunternehmen beauftragten Firma identifiziert“, teilte die  Bundespolizei dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) heute mit. Ein Flughafen-Sprecher bestätigte ebenfalls, dass es sich bei den Verdächtigen, die 19 und 20 Jahre alt sind, nicht um Angestellte des Flughafens, sondern um „Beschäftigte eines am Standort Flughafen tätigen Dienstleisters“ handele. Das allerdings vermag kaum zu beruhigen – weiß doch jedes Kind, dass in fast allen niedrigen Tätigkeiten dieses Landes mittlerweile fast nur noch Leiharbeiter eingesetzt werden.

Schläfer und Grußhanseln

„Das betreffende Unternehmen ist nicht im Auftrag der Flughafen Düsseldorf GmbH tätig“, erklärte der Airport weiter, und „bis zum Abschluss der Ermittlungen” sei den drei Männern die Zutrittsberechtigung zum Sicherheitsbereich des Flughafens entzogen worden. Das beruhigt natürlich! Vor allem, weil damit die bange Frage nicht beantwortet ist, wieviele mögliche „Schläfer“, IS-„Grußhanseln“ oder Sympathisanten unbemerkt dort auch weiterhin Dienst tun, auf wessen offizieller Payroll auch immer.

Der Sprecher beschwichtigt gleichwohl: „Alle Beschäftigten, die im Sicherheitsbereich des Düsseldorfer Flughafens arbeiten, müssen sich ausnahmslos einer Zuverlässigkeitsüberprüfung unterziehen, die durch die Bezirksregierung Düsseldorf als zuständige Luftsicherheitsbehörde durchgeführt wird.“ Die drei Personen seien bislang nicht polizeilich auffällig gewesen. Ein islamistischer Hintergrund könne aufgrund ihres Verhaltens im Video aber „nicht ausgeschlossen” werden.

Dass ein solcher Hintergrund nicht nur „nicht ausgeschlossen”, sondern eher wahrscheinlich oder offenkundig ist, scheint man noch nicht realisiert zu haben. Der 11. September liegt ja auch schon wieder 21 Jahre zurück; wer kommt denn da auf sowas – im sichersten und besten Deutschland aller Zeiten?!? Dabei sind gerade Flughäfen ein ideales Betätigungsfeld für Terroristen, um Möglichkeiten für Anschläge auszukundschaften; umso mehr bei den derzeitigen grotesken Chaos-Zuständen bei der Abfertigung. Eine Tätigkeit als Arbeiter wäre da die ideale Tarnung, um zu weiten Teilen des Geländes Zugang zu erhalten.

Symbol für Mord und Zerstörung geht auf Mohammed zurück

Die Geste der drei Männer stammt übrigens von Islam-Begründer Mohammed höchstpersönlich; für viele ermordete, vergewaltigte und versklavte Opfer des IS in den nordirakischen Kurden- und Jesidengebieten, aber auch in Syrien war diese Geste ihrer Schlächter und Peiniger das letzte, was sie in Freiheit – oder überhaupt zu sehen bekamen. Auch der Berliner Attentäter Anis Amri, der am 19. Dezember 2016 bei einem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt 13 Menschen tötete und 54 weitere teils schwer verletzte, demonstrierte mit diesem Gruß seine Verbundenheit zum IS. Aber: Alles nicht so wild, wird schon nichts Schlimmes sein!

Die Ermittlungen wurden von der Bundespolizei an die Düsseldorfer Polizei übergeben, auch der Staatsschutz hatte sich eingeschaltet. Die Ermittler hätten vor den Wohnungen von zweien der drei Verdächtigen Gefährderansprachen durchgeführt. Der dritte Mann sei im Urlaub, bleibe aber im Visier der Polizei. Ihm „droht“ bei seiner Rückkehr ebenfalls eine sogenannte Gefährderansprache. Das sind die lauwarmen Worte, die bevorzugt junge Polizisten und deutsche Polizeiakademie-Absolventen den Verdächtigen oder bereits Aufgefallenen dann wie abgelesen und umemotional aufsagen, während diese ihr Grinsen kaum verbergen und es gar nicht abwarten können, die Gesetze dieses Staates erneut mit Füßen zu treten.

„Knallharte“ Gefährderansprachen

Offiziell kommt diese „Ansprache“ immer dann „…in Betracht, wenn Personen, von denen Gefahren für die öffentliche Ordnung oder Gefahren für die öffentliche Sicherheit ausgehen, kommunikativ aufgefordert werden, ein Verhalten einzustellen bzw. zu unterlassen, das die Polizei nicht dulden kann. Für den Fall, dass Personen der Gefährdungsansprache nachkommen und ihr Verhalten ändern, sind weitergehende polizeiliche Maßnahmen nicht erforderlich. Insoweit ist eine Gefährdungsansprache die mildeste denkbare polizeiliche Maßnahme zur Abwehr von Gefahren.“ Im Klartext bedeutet das, man teilt den Verdächtigen mit, dass man sie kennt.

In Düsseldorf und anderswo dürfte sie das kaum von eventuellen Terrorplänen abhalten – zumal auch nicht bekannt ist, ob sie noch weitere Kumpane haben, die ebenfalls am Flughafen tätig sind. (DM)

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