Foto: Karl Lauterbach (über dts Nachrichtenagentur)

Lauterbach bald ganz allein im Krankenhaus?

Berlin – Die politische Schlinge zieht sich immer enger um den Hals des Bundeskrankheitsministers: Jetzt hat sich sogar der Vorsitzende des deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, gegen eine Änderung der bestehenden Isolations- und Quarantäneregeln ausgesprochen. „Meiner Ansicht nach sollten wir bei den aktuellen, vernünftigen Regeln bleiben, die ja bereits die Isolationsdauer auf fünf Tage verkürzt haben. Wer einen positiven Test hat, sollte einige Tage zu Hause bleiben, auch wenn er sich ganz gut fühlt“, sagte Weigeldt der „Welt“ (Dienstagausgabe).

Dies gelte natürlich umso mehr, wenn man im medizinischen Bereich arbeite. So würden weitere Ansteckungen vermieden. „Ich halte diese permanente Debatte aktuell für sinnlos. Wir haben ein Informationschaos, das mehr vewirrt, als dass es hilft.“ Zudem spricht sich Weigeldt mit Blick auf neue Corona-Maßnahmen im Herbst für Gelassenheit aus. „Grundsätzlich plädiere ich sehr stark dafür, mit Augenmaß vorzugehen. Wir brauchen keinen Überbietungswettbewerb, wem die härtesten Maßnahmen einfallen.“ Schulschließungen und Lockdowns sollten nicht voreilig zur Diskussion gestellt werden, sondern sollten die allerletzte Maßnahme sein. „Auch Maßnahmen wie 2G, also Geimpfte etwa nicht in Geschäfte zu lassen, halte ich bei den aktuellen Virusvarianten nicht für sinnvoll“, so Weigeldt.

„Insgesamt blicke ich aufmerksam, aber eher gelassen auf den Herbst. Ich denke, dass wir mit den aktuell milden Varianten halbwegs gut durchkommen werden.“ Kommunikativ müsse man aber darauf achten, die Menschen mitzunehmen.

„Wenn jetzt vorab nur Panik verbreitet wird, schalten die Leute in den entscheidenden Momenten ab.“

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