Willkommen in der Steinzeit (Foto: junpiiiiiiiiiii/Shutterstock)

Faxen dicke im Bundestag

Berlin – Während selbst in der Sommerpause die politischen Lichter glühen, unsere Volks(ver)treter Energie verschwenden, als gäbe es kein Morgen mehr, scheint es mit der Digitalisierung bei unseren „Oberen“ immerhin voranzugehen. Im Bundestag und in der Bundesregierung wird trotz E-Mail und moderner Kommunikationsmittel nach wie vor gefaxt. Im Parlament seien noch nicht alle Geräte abgeschafft, sagte ein Sprecher der Verwaltung der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Es ist so, dass die Faxgeräte hier peu à peu eingesammelt werden“, sagte er der Zeitung.

In den Beständen des Bundestages gebe es daher „aktuell noch eine unbestimmte Zahl“. Der Austausch alter Faxgeräte durch neuere Modelle sei aber nicht mehr geplant. Der Ältestenrat hatte Anfang letzten Jahres beschlossen, eigentlich mit Beginn der neuen Wahlperiode allen Faxgeräten den Stecker ziehen zu wollen.

Die Bundestagsverwaltung selbst hat noch eine Faxnummer. Auch in den Ministerien gibt es demnach noch eine Vielzahl von Faxgeräten. Laut einer Aufstellung des Bundesinnenministeriums, über die die Zeitung berichtet, verfügt das Kanzleramt über 31 Faxgeräte, das Wirtschaftsministerium über 184 und das Gesundheitsministerium über 165. Das Finanzministerium meldete demnach 1.606 Stück inklusive Multifunktionsgeräte, das Innenministerium 1.969 und das Ressort für Verkehr und Digitales 1.034 inklusive Multifunktionsgeräte.

„Faxen dicke“ nennt man das im Volksmund. Und wir singen „Willkommen in der Steinzeit“, ihr macht mal wieder vorbildliche Arbeit. (Mit Material von dts)

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