Der Wirtschafts- & Sanktionsminister - Foto: Von Markus Wissmann/Shutterstock

Habeck „Not Welcome“: Pfeiffkonzert für Gas-Bettler Robert

Der rote Teppich für die Politik-Elite anlässlich der Wagner-Festspiele ist gerade wieder eingerollt, da betritt Wirtschafts-Vernichterminister Habeck die Bühne auf dem Ehrenhof in der Bayreuther Innenstadt und fordert zum Bürgerdialog auf. Aus dem wird nichts, Habecks Erklärungen zu Corona, Ukraine und schwerster Energiekrise gehen in einem Pfeif- und Schreikonzert unter. 

Offensichtlich sind es nur wenige, die die Nähe und die Diskussion mit dem grünen Minister überhaupt führen wollen, die wütende Menge hinter den Absperrgittern scheint größer und um einiges energiegeladener zu sein. „Hau ab“, „Lügner“ und Buh-Rufe, Trommeln und Trillerpfeifen lassen das durch Corona geschwächte Stimmchen Robert Habecks im Lärm untergehen.

Laut Welt habe Habeck angesichts der Vehemenz des Widerstandes am Anfang überrascht gewirkt. Trotzdem habe er es sich nicht nehmen lassen das Publikum über „den Ukraine-Krieg, über Energie und Gas, über Corona, den Klimawandel, und darüber, daß die Deutschen wieder lernen müssten, mit Krisen umzugehen und mit ihnen zu leben“ zu belehren. Doch sein Referat stieß auch nicht bei allen vor der Bühne hockenden Bürgern auf Zustimmung. Zu groß sind mittlerweile die Existenzängste ausserhalb der fürstlich bezahlten Berliner Reichstags-Blase.

Ein Ladenbesitzer, der tropische Zierfische und Koi-Karpfen verkauft, sieht sich im kommenden Jahr vor dem Aus. Seit der Ukrainekrieg ausgebrochen sei, würden die Kunden extrem sparen und kaum noch Geld für ihr energieintensives Hobby ausgeben. „Ich mach‘ pro Woche einen Tausender Minus, müsste aber Geld zurücklegen, um meine Energiekosten zahlen zu können“, klagt Jürgen Schaffer dem Minister sein Leid, nicht ohne zu betonen, dass er „nie AfD“ wählen würde. Er sorgt sich nicht nur um seine Existenzgrundlage, sondern auch vor einem möglichen „Rechtsrutsch“ in Europa angesichts der Inflation. Trotz seiner braven Anti-Rechts-Haltung macht ihm der grüne Minister nur wenig Hoffnung für die Zukunft. Er könne ihm nicht versprechen, daß der Absatzmarkt für Zierfische in Zukunft erhalten bleibt, meint “, Habeck und versucht es mit den üblichen Beruhigungsfloskeln, man werde „die Menschen nicht mit den Energiekosten allein lassen“. Den Zierfischhändler beeindruckt das nicht, er winkt laut Welt lachend ab.

Ein Solar-Unternehmer fordert von der Politik die Beziehungen zu Russland wieder zu intensivieren. Kein russisches Gas mehr zu beziehen, sei „wirtschaftspolitischer Selbstmord“. Es sei „Augenwischerei“, dass man schnell auf erneuerbare Energien umstellen könne, meint er.

Eine Frau will von Habeck gar wissen, ob er einen Plan habe, die wachsende soziale Ungleichheit und die Aggression in den Griff zu bekommen und den Menschen Hoffnung zu geben. Trotz der deutschen Waffenlieferungen werde weiter gemordet in der Ukraine. „Welchen Plan hat die Politik erst mal für das eigene Volk?“, fragt sie allen Ernstes.

Ein Ingenieur möchte von Habeck wissen, was er seinem Schwiegervater sagen soll, der gerade erst in eine neue Ölheizung investiert habe. Habeck zeigt wenig Mitleid. Der Schwiegervater sei “ eben falsch beraten Worden“, heißt es vom politischen Hemdenträger kurz und bündig.

Der Grüne geht trotz der kritischen Fragen, des offenen Widerstandes und der „Kriegstreiber“ und „Lügner“-Rufe davon aus, daß „die breite Mehrheit der Bevölkerung entschlossen und geschlossen“ hinter der Politik stehe und übersieht geflissentlich ein Plakat der Demonstranten, auf dem gar „Nürnberger Prozesse 2.0“ gefordert werden. (MS)

 

 

 

 

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