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Björn Höcke: Immer schon brav spenden

Die Geschichte der Nichtregierungsorganisationen, die massiven Einfluß auf unsere Politik nehmen, ist älter, als viele annehmen. Die Spendenorganisation »Brot für die Welt« der Evangelischen Kirche besteht beispielsweise seit 1959 und ist öffentlich als Hilfswerk gegen Hunger und Armut in der Dritten Welt bekannt. Ihre Referenzen sind beachtlich, sie kann auf unzählige Projekte verweisen. 

Von Björn Höcke auf Telegram

Für die Kirche der Neuzeit ist die sogenannte »Entwicklungshilfe« eine wichtige Säule der internationalen Missionsarbeit. In den jeweiligen Einzelfällen ist es tatsächlich eine lebenswichtige Hilfe, auch das ist unbestritten. Doch wenn man das große Ganze betrachtet: Ist durch genau diese Tätigkeit tatsächlich die Armut in der Welt zurückgegangen?

Das Problem kann man am Beispiel eines Plakates festmachen, das ich kürzlich sah: »Das einzige, das bei Farmern in Burkina Faso zuverlässig wächst, ist der Hunger«, schreibt die Werbeagentur von »Brot für die Welt«. Also soll man brav spenden und alles wird gut. Wenn man Brunnen und Krankenhäuser baut und den Farmern beibringt, wie sie bei den örtlichen Begebenheiten besser wirtschaften können, ist das aber leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. (Nebenbei: diesen Verdienst konnten auch frühere Kolonialregierungen für sich beanspruchen …) Eine der wichtigsten Ursachen für das Elend ist die Bevölkerungsexplosion gerade in den armen afrikanischen Ländern. In Burkina Faso hat sich beispielsweise die Bevölkerungszahl in den letzten zwanzig Jahren fast verdoppelt. [1] Zu diesem Kernproblem der Armut finde ich leider nichts in den Hochglanzwerbebroschüren dieser NGO. 

Im Schnitt bringt in Burkina Faso jede Frau fünf Kinder zur Welt. Es ist natürlich schön, wenn unsere Hilfe dazu beiträgt, daß auch alle Kinder überleben und zu gesunden Erwachsenen heranwachsen können. Doch es ist die Regel, daß die Länder mit der höchsten Fertilitätsrate die meisten Auswanderer stellen. Sobald sie sich die Reise leisten können, machen sich die jungen Söhne auf den Weg, ihr Glück in den gelobten Ländern zu versuchen. Die Kirchen in Deutschland sind fester Bestandteil der Asylindustrie. Sie verdienen an der Massenzuwanderung, weil sie für jedes »Flüchtlingsprojekt« Gelder vom Staat einfordern, mit denen letztlich auch die vielen damit verbundenen Verwaltungsstellen bezahlt werden. Strenggenommen sind die Kirchen die älteste NGO, allerdings welche mit großen Privilegien und Sondervergünstigungen. Leider halten sich die Kirchen nicht an die Worte Jesu »Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist« [2], sondern nehmen großen Einfluß auf die Politik als eine Institution, die man nicht abwählen kann und die keiner demokratischen Kontrolle unterliegt.

So menschlich die permanente Werbung solcher Hilfsorganisationen auch klingen mag, sie schlägt letztlich Kapital aus dem schlechten Gewissen, das den Bürgern hier eingeredet wird. Wir sollen uns verantwortlich dafür fühlen, daß es Menschen in anderen Ländern schlecht geht. Dabei spielt keine Rolle, daß der einzelne Bürger hier keine Einflußmöglichkeiten auf die Lebensweise der Menschen dort hat. Die Spenden sind ja an keine Bedingungen geknüpft.

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[1] https://www.laenderdaten.info/Afrika/Burkina-Faso/bevoelkerungswachstum.php

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