Maske (Bild: shutterstock.com/Marti Bug Catcher)
Maske (Bild: shutterstock.com/Marti Bug Catcher)

Tödliche Gesichtsmasken

Das Medienportal Mail Online hat 23 Fotos von Tieren veröffentlicht, die sich in Gesichtsmasken, Einweghandschuhen und anderen persönlichen Schutzausrüstungen verfangen haben.

Grüne OP-Masken in Bächen, Einweghandschuhe am Strand, Hygienegelfläschchen im Wald – die Verwendung dieser Utensilien ist dank der Corona-Massnahmen und der Maskenpflicht in den vergangenen zwei Jahren rasant angestiegen. Das Medienportal Mail Online hat nun über eine Studie berichtet, die vor der Zunahme von Einwegplastik warnt, da der Abfall für Tiere tödliche Folgen haben kann. Forscher der Dalhousie University durchsuchten soziale Medienplattformen, um Fotos von Wildtieren zu sammeln, die sich in Gesichtsmasken und Einweghandschuhen verfangen hatten.

Insgesamt registrierte das Team zwischen April 2020 und Dezember 2021 114 Vorfälle in 23 Ländern, wobei sich vor allem Vögel in den Gummibändern der Gesichtsmasken verfangen und teilweise stranguliert haben. Den Forschern zufolge ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Abfallentsorgung verbessert wird, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

Masken, Einweghandschuhe, Testkits und Hygienetücher wurden während der «Pandemie» häufig eingesetzt. Schätzungen zufolge wurden weltweit pro Monat 129 Milliarden Gesichtsmasken und 65 Milliarden Handschuhe verwendet. Mail Online zufolge landete ein Grossteil dieser persönlichen Schutzausrüstung jedoch im Abfall und wurde nicht recycelt.

Viele Menschen werfen diese Gegenstände achtlos in die Umwelt, schreibt Mail Online. Deshalb stellten sie eine direkte Bedrohung für wild lebende Tiere dar, da diese auf verschiedene Weise mit ihnen in Kontakt kommen können, so die Forscher. Das Team durchsuchte Twitter, Facebook und Instagram, um herauszufinden, ob sie soziale Medienplattformen als Hilfsmittel nutzen können, um Fotos von Wildtieren zu sammeln, die sich in Gesichtsmasken und Plastikhandschuhen verfangen haben. Insgesamt registrierte das Team zwischen April 2020 und Dezember 2021 in 23 Ländern 114 Vorfälle, bei denen sich Tiere in diesen Utensilien verheddert hatten.

Höckerschwäne, Heringsmöwen, Australische Waldrappen, Rotkehlchen und Blässhühner gehörten den Forschern zufolge zu den Vogelarten, die sehr oft in Gesichtsmasken und Handschuhen hängen blieben. Bei den Säugetieren verfingen sich am häufigsten das östliche Grauhörnchen, gefolgt vom Europäischen Igel und dem Rotfuchs.

Die Fotos sind unter diesem Link zu finden.

Quelle:

Mail Online: The devastating impact of Covid-19 litter on Earth’s wildlife: Shocking photos snapped in 23 countries show animals tangled in face masks, disposable gloves and other personal protective equipment – 29. Juli 2022

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