Strompreise (Bild: shutterstock.com/Von andriano.cz)
Strompreise (Bild: shutterstock.com/Von andriano.cz)

An Lächerlichkeit nicht zu überbieten: Vermieter sollen über Gaspreise informieren müssen

Berlin – Kaum ein Thema beschäftigt die Öffentlichkeit in letzter Zeit mehr als die Preisexplosionen auf dem Energiemarkt, einfach, weil jeder davon persönlich betroffen ist. Der Gaspreis hat als Thema sogar Corona und die Ukraine abgelöst. Man kann also davon ausgehen – auch aufgrund der Berichterstattung in den Medien, dass JEDER mittlerweile gut informiert ist. Von daher ist dieser Vorschlag nur noch als lächerlich zu bezeichnen:

Um Mietern eine bessere Vorbereitung auf steigende Gaspreise zu ermöglichen, fordert Lukas Köhler, stellvertretender Chef der FDP-Fraktion im Bundestag, eine Pflicht für Vermieter, Preisinformationen weiterzugeben. „Da Mieter im Gegensatz zu den Vermietern nicht von den Versorgern über steigende Gaspreise informiert werden, könnte die Nebenkostenabrechnung für viele ein böses Erwachen bedeuten“, sagte Köhler den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). „Um das zu verhindern, könnten Vermieter verpflichtet werden, die Information über veränderte Gaspreise an die Mieter weiterzuleiten.“

Auf diese Weise, erklärte Köhler, könne sich jeder selbst ausrechnen, mit welchen Zusatzkosten bei gleichbleibendem Heizverhalten zu rechnen ist. Um den zusätzlichen Aufwand für die Vermieter möglichst gering zu halten, sollte die Informationspflicht unbürokratisch und formlos ausgestaltet werden, sagte der FDP-Politiker. „Letztlich profitieren beide Parteien, wenn sich die Mieter rechtzeitig auf steigende Nebenkosten vorbereiten können und sich die Gefahr für die Vermieter verringert, zunächst auf den Kosten sitzenzubleiben, weil die Mieter ihre Nebenkosten nicht pünktlich bezahlen können“, sagte Köhler weiter.

Außerdem würden hohe Preise vor allem dann einen Anreiz bieten, Gas einzusparen, wenn sie bekannt seien. „Transparente Preise würden daher sicherlich mehr zu einem sinkenden Gasverbrauch beitragen, als alle Appelle und gut gemeinten Ratschläge.“ Vermieter in angespannten Wohnungsmärkten könnten allerdings auch gerade darauf spekulieren, Mieter mit alten und günstigen Mietverträgen loszuwerden, wenn auf einen Schlag eine hohe Nebenkostennachforderung kommt, die nicht aufgebracht werden kann.

Solche billigen Vorschläge sollen von dem eigentlichen Problem und von den offensichtlich Schuldigen ablenken, mehr nicht. Wir wissen alle, dass diese sinnlose, überflüssige und wirtschaftlich katastrophale Boykott-Politik zu dieser grausamen Preisentwicklung geführt hat und wir wissen auch alle, dass es im Herbst nur so von Privatinsolvenzen wimmeln wird.

Hier aber fehlen die Antworten der Politik. Genau hier werden die Bürger allein gelassen oder mit Brosamen still gehalten. (Mit Material von dts)

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