BLANKENHEIM (22.10.2016).- Professor Dr. Max Otte, aufgenommen in Blankenheim am 22.10.2016.

Wegen „Kooperation“ mit AfD: CDU schließt Max Otte offiziell aus der Partei aus

Das Kreisparteigericht Köln hat den renommierten Volkswirt Max Otte nun „erfolgreich“ aus der CDU ausgeschlossen. Es folgte damit dem Antrag des Bundesvorstandes. Otte hatte am 13. Februar als Kandidat der AfD für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert. Die Gestalten aus den Reihen der CDU wählten indes in der Bundesversammlung lieber den „Bestes-Deutschland-das-wir-je-hatten“-Genossen und Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeiner ins Wink-August-Amt.

„Dr. Max Otte hat der CDU schweren Schaden zugefügt. Gegen ihn wird ein Parteiausschlussverfahren eingeleitet. Er ist außerdem mit sofortiger Wirkung vorerst von der Ausübung seiner Rechte als Parteimitglied ausgeschlossen“, hieß es Anfang Januar, als sich der Top-Ökonom am 13. Februar als Kandidat der AfD für das Amt des Bundespräsidenten kandidierte.

Am Mittwoch verkündete das Kreisparteigericht Köln den Volkswirt Max Otte aus der CDU ausgeschlossen zu haben. Es folgte damit dem Antrag des Bundesvorstandes. Der Parteiausschluss erfolgte „wegen parteischädigenden Verhaltens“, wie die CDU Köln am Mittwoch erklärte. Otte hatte noch bis zum 1. August Zeit, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Er ließ die Frist jedoch verstreichen und ist nun- nach 30 Jahren Parteizugehörigkeit – nicht mehr rechtskräftig Mitglied der CDU.

Max Otte machte sich in den 1990er Jahren einen Namen als Finanzexperte. Er schrieb mehrere Bestseller zur Wirtschaftsthemen, unter anderem das 2006 veröffentlichte Buch „Der Crash kommt“, in dem er exakt den Zusammenbruch der Aktienmärkte von 2008 voraussagte.

Otte, Vorsitzender der – weichgespülten Möchte-gern-Graswurzelbewegung der CDU – der Werteunion, legte diesen am 30 Januar nieder. Auf den Verlust der Parteimitgliedschaft hat er bisher nicht reagiert. Auch auf Facebook und Twitter äußerte er sich dazu nicht.

Die Kölner CDU bejubelt indes den Rauswurf des renommierten Ökonomen und droht jedem der Ihrigen:  Dieses bekräftige, „dass jedwede Art der Kooperation mit der AfD gegen die Grundsätze der CDU verstößt und parteirechtliche Konsequenzen nach sich zieht“.

Angeblich gilt in der CDU das Dogma: Keine Kooperation mit AfD und Linken. Was für die AfD gilt, gilt den Parteigenossen, die 16 Jahre lang mit ihrer Obergenossin Merkel an der Vernichtung dieses Landes gearbeitet haben, für die SED-Nachfolgepartei nicht. In Thüringen hat die verlogene CDU dem Haushalt von Rot-Rot-Grün zugestimmt. (SB)

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