Leicht verdientes Geld gibts bloß beim Staat

Wer kennt sie nicht, die elendigen Mails die täglich den Spam im Postfach bereichern. Da gibt es Geld fast schon geschenkt, mindestens aber im Schlaf zu verdienen. Ausweislich des Symbolbildes, kennt noch wer die 50-Pfennig Münze, da musste das Geld früher mühsam angebaut und bis zur Ernte sorgsam gehegt und gepflegt werden. Heute, im digitalen Zeitalter, wächst das Geld fast schon wie von alleine, quasi virtuell, im digitalen Raum. Man kann natürlich auch noch danach buddeln, sogar schon digital. Wir nennen es dann „Mining“ beim Bitcoin oder anderen virtuellen Zahlungsmittel.

Aber Achtung, dieses ach so leicht geerntete Geld kann auf exakt dieselbe Art und Weise ebenso schnell wieder verschwinden. Man sollte es nicht „Magie“ nennen, denn zuweilen reicht es schon den Stecker zu ziehen, damit es sang- und klanglos verschwindet. Wer das alles bereits ausprobiert hat, kann demzufolge auch im Schlaf wieder die leicht erbeutete Knete lassen. Wenn man dazu noch Werbung frei Haus bekommt, dann sicherlich nicht mit dem Hintersinn des Werbenden sein Gegenüber unbändig bereichern zu wollen. Bereichern möchten sich vornehmlich die Leute die genau diese tollen Tipps verkaufen.

Manuelles und elektronische Hebeln

Das alles gilt für die Börse und überall dort wo anderweitig mit Geld oder „Abarten“ von Geld Handel getrieben wird. Um den Anschluss zum klassischen Geldanbau nicht zu verpassen, sollten wir noch über „Hebelprodukte“ reden. Viele Handwerker brauchen die um ihrer Arbeit nachzugehen, allerdings auch die Einbrecher, um schneller an andere Leute Wertgegenstände und Bargeld zu kommen. Und siehe da, heute haben diese Werkzeuge immer noch die gleichen Namen, aber inzwischen eine ganz andere Funktion, denn die Hebelprodukte gibt es jetzt sogar im Bereich der Finanzen.

Zugegeben, die Wirk- oder Funktionsweise ist eine erheblich andere als bei den mechanischen Instrumenten. Wer ein wenig Fingerspitzengefühl mit den mechanischen Werkzeugen hat, ist im Zweifel „Meister aller Kassen“, wenn er sich nicht zu dusselig anstellt oder gar erwischen lässt. Mit den elektronischen „Hebeln“ ist das alles nicht mehr ganz so einfach. Will sagen, weil sehr viel unsichtbarer, sprich digitaler, kommen hier ungeahnte weitere Risiken beim Hebeln hinzu. Das hindert die Hardcore-Hebler keineswegs daran es dennoch zu versuchen.

Wo wird heute besonders gehebelt?

Im sogenannten Derivatemarkt sind derlei „Hebeleinen“ üblich und der Theorie nach lässt sich damit stets gut und schnell „Kohle machen“. Hier nachzulesen: Derivatemarkt-Produkte • Handeln Sie die Benchmarks und sichern Sie Ihre Zukunft … [Deutsche Börse]. Wohlgemerkt der Theorie nach! Wenn man jetzt weiß, dass Geld niemals verloren geht, sondern lediglich seine Besitzer wechselt, ist man zumindest auf der richtigen Spur, aber nicht zwangsläufig auf der Seite der Gewinner. Schließlich gibt es unter den vielen „Heblern“ echte Profis und die benutzen irre Computer und und ausgefeilte Programme, die sich wirklich gewaschen haben. An die kommt in der Regel der kleine „Mitmischer“ gar nicht heran.

Also lernen wir daraus, dass es zwar das „schnelle Geld“ gibt, aber keineswegs für den Kleinanleger oder für Unterbudgetierte. Hier kommt ein weiteres Naturgesetz zum Tragen, oder sollten wir eher von Lebensweisheit reden? Das gilt für reales als auch für virtuelle Knete: Das Geld vermehrt sich dort am besten, wo es bereits in Unmengen vorhanden ist. Man muss sich von dieser Weisheit nicht beeindrucken lassen. Es ist aber eine gute Sache, es nach bestem Wissen und Gewissen zu berücksichtigen.

Und denken sie stets daran: das Monopol auf Geld liegt beim Staat. Unsere Volksvertreter beispielsweise können sich selbst die Tasche füllen, Stichwort Diätenerhöhung … [Jouwatch]. Dazu brauchen Sie nur einen Beschluss und gleichlautend dem Steuerzahler in die Tasche zu fassen. Dann sind da noch die Banken. Vornehmlich die Zentralbanken, die können ebensogut Geld aus dem Nichts und per Knopfdruck schöpfen. Wenn also wer „schnelles Geld“ macht, dann sind es unsere Volksvertreter in Verbindung mit dem Staatsapparat oder die Banken oder andere große Geldhaufen die bereits existieren und sich geradezu unkontrolliert vermehren. Unter diesen Aspekten sollte man sich reichlich überlegen welchen Hebel man in die Hand zu nehmen gedenkt.

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