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Völlig krank: Der Kampf um die Kohle im deutschen Gesundheitswesen

Wir ahnen es. Diejenigen, die im deutschen Gesundheitswesen über viele Jahre von Reform zu Reform gehoppelt sind, hatten und haben von Tuten und Blasen gar keine Ahnung. In seltener Deutlichkeit sehen wir inzwischen, wer in Deutschland so u.a. alles „Verteidigungsminister“ werden kann, wieviel Inkompetenz auf zwei Beinen vielfach durch das Ampel-Gelände der Bundesregierung trampelt.

Von Hans S. Mundi

Es wundert einen wirklich nichts mehr. Vor diesem Hintergrund ist die inzwischen zur Dauerfehde angewachsene Streitigkeit der Krankenkassen – mit den Kliniken und umgekehrt – zum politischen Skandal dick ausgewachsen. Denn ist eine Schande, dass sich ein zuständiger Bundesminister für „Gesundheit“ des Volkes ständig in Talkshows herumreibt und jedem eine Maske andrehen will, statt mal endlich und dringendst seinen Sauladen aufzuräumen um noch mehr Schaden von allen Beteiligten abzuwenden. Tut er aber nicht. Liest er überhaupt Zeitung oder glotzt Karl Lauterbach nur auf Monitore um sich darin zu betrachten, so von Talkshow zu Talkshow…?!

Nächste Frage: Hat er denn keine Referenten, die ihm mal solche seriellen Meldungen mit Nachdruck vorlegen: „Der Kampf ums Geld: Wie sich Kliniken und Krankenkassen gegenseitig Betrug vorwerfen“ (Redaktionsnetzwerk Deutschland, 31.08.2021); „Bereichern sich Kliniken an fehlerhaften Herzgeräten?“ (Das Erste, 11.08.2021). Noch heftiger ging bereits 2018 das Ortenau Klinikum als großer kommunaler Klinikverband in Baden-Württemberg mit den Krankenkassen und ihrem Abrechnungssystem ins Gericht – wobei dieses etwas zu kurz gegriffen war, denn hinter den Kassen steht der planwirtschaftliche deutsche Staat, der die Kontrahenten gegeneinander aufhetzt und sich als lachender Dritter vornehm zurückhält. Das Problem sind vor allem dreiste nachträgliche Kürzungen und sonstige betriebswirtschaftliche Finessen mit denen die Kassen knallhart aufs Einsparen und Tricksen setzen. So werden seit Jahren erbrachte Leistungen einfach nachträglich gekürzt, berechtigte Abrechnungsforderungen der Kliniken buchhalterisch-abenteuerlich irgendwo, irgendwie sonst wohin verrechnet. Entsprechend gab daher im heiligen Zorn der Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller zu Protokoll: „Was derzeit in Deutschland vorgeht, ist ungeheuerlich. Offensichtlich nehmen es einige gesetzliche Krankenkassen bewusst in Kauf, die medizinische Versorgung in einigen Bereichen, wie etwa der Schlaganfallversorgung oder der Intensivversorgung, aus rein wirtschaftlichen Erwägungen aufs Spiel zu setzen. Die Krankenkassen bereichern sich an den Kliniken. Dieses Vorgehen ist rechtlich nicht gedeckt und treibt die seit Jahren unterfinanzierten Kliniken an den Rand der Existenz. Die Kassen forcieren diese Praktiken sogar bewusst, obwohl der Gesetzgeber genau dies mit dem am 9. November im Bundestag verabschiedeten Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) verhindern wollte.“ https://www.kma-online.de/aktuelles/wirtschaft/detail/krankenkassen-bereichern-sich-an-den-kliniken-a-39094

Kein Zufall also, wen sich im Gegensatz hierzu die rein kommerziell geführten privaten Kliniken immer weiter ausbreiten, für den Patienten unmerklich selbst Zahnarztpraxen von Investment Fonds der Ölscheichs aufgekauft werden und hinter den Kulissen Hauen und Stechen auf Kosten der Patienten, vor allem der Kassenpatienten, statt findet.

Das Kontigentmodell der Einzelfallabrechnung mit dem gewöhnlichen Patienten ist genauso untauglich wie das Abrechnungsmodell zwischen den Krankenkassen und den jeweiligen Dienstleistern und Produktanbietern. Denn Medizin ist längst ein riesiges internationales Geschäft geworden, bei dem Kosten-Nutzen und andere inhumane Fragwürdigkeiten erst dann mal wieder ins Bewusstsein rücken, wenn irgendein Mediziner von zu vielen sinnlosen Operationen warnt und einige Kliniken, mit auffallend vielen OPs und Amputationen oder Transplantationen super dastehen. Koste es, was wolle oder solle: Dein Bein, deine Hüfte, sonstige Gelenke, der künstliche Darmausgang oder was auch immer. Der Mensch avanciert zunehmend bei diesem Abzockspiel, wo der Staat jeder gegen jeden spielen lässt, zum teuer ausgestatteten Ersatzteillager, bei immer noch mangelhafter Hygiene – Deutschlands Kliniken gelten mit ihrer extrem verbreiteten Krankenhauskeim-Durchseuchung zu den gefährlichsten in Europa. Länder ohne diesen hohen parasitären „Patientbefall“, wie die Niederlande, werden hierzulande als Modell gar nicht erst zur Kenntnis genommen, auch Dänemark nicht, Länder, wo die Keime einen schweren und die Patienten einen weitgehend risikofreien Stand haben.

Und was macht Lauterbach so? Er fabuliert wieder. Und probt für den nächsten Maskenball im Herbst. „Hasch mich, ich bin der Lauterbach“, ruft er dann maskiert durch die Menge um in Talkshows ab Herbst wieder entspannt zu lächeln. Dieser Putin stiehlt ihm doch die ganze Show. Das geht gar nicht. Keime? Krankenhaus? Nie gehört! Denn mein Name ist Hase aka Lauterbach ….

P.S. Passen Sie gut auf sich auf!

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Karl Lauterbach (Bild: shutterstock.com/Juergen Nowak)
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