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Kuschen am Hindukusch: Das militärpolitische Desaster der Deutschen

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Erinnern Sie sich noch an Heiko Maas (SPD)? Jenen saarländischen Politzwerg von mässigem intellektuellem Niveau, der angeblich „wegen Auschwitz“ in die Politik gegangen war, um dann als Justizminister obrigkeitsstaatliche Denunziation erneut hoffähig zu machen und die politische Polizei via Zensur mit dem „NetzDG“ in den sozialen Medien wieder einzuführen?

Von Hans S. Mundi

Hätte er jemals auf den Grundlagen unserer Verfassung operiert oder sich wenigstens mal bei wahren Extremismus-Experten, wie etwa dem deutsch-jüdischen Schriftsteller Ralph Giordano, zu politischen Lebzeiten frühzeitig schlau gemacht, Maas hätte dann die drei bekanntesten und relevantesten Arten des realen Faschismus gekannt: Linksextremer, Rechtsextremer und religiös-islamischer Faschismus. Unser nach links gezerrter Verfassungsschutz operiert rein formal noch auf dieser Grundlage und recherchiert in diesen drei Hauptbereichen, wenngleich auf „politisch korrektem Auge“ immer mal Richtung Links weggeschaut wird. Dabei bleibt die Gefahr des religiös-islamischen Extremismus oft unterschätzt, während sich die linke Rhetorik in der Öffentlichkeit zunehmend als „fortschrittlich“ tarnt und dadurch schwerer greifbar wird.

Spätestens aber als Heiko Maas also „wegen Auschwitz“ nach Kabul und in den Vorhof zur wahren islamistischen Hölle auf Erden gelangte, wo allen Menschen das Liedersingen und allen Mädchen der Schulbesuch verboten worden war, begegnete er einer historischen Faschismus-Variante ganz aktuell. Sind aber Äußerungen des ehemaligen Aussenministers Maas bekannt (bis zum 8. Dezember 2021 im Amt), wo dieser sich kraftvoll mit den Taliban und anderen Repräsentanten des politischen Islam inhaltlich anlegte…?! Wenn Schwule an Baukränen aufgehängt oder mit verbundenen Augen und gefesselt von Hochhäusern im Namen Allahs gestürzt werden, wenn hilflose Frauen bis zum Hals in den Sand eingegraben und dann von Männerhorden mit Steinen bis zu ihrem qualvollen Tod beworfen werden, wenn also die „Steinigung von Ehebrecherinnen“ und jeglicher Terror gegen Andersdenkende im Namen einer stets zur Militanz neigenden Religion stattfindet, dann kann man hier inhumane Grundlagen erkennen, die sehr wohl an Auschwitz erinnern lassen. Denn es gibt keinen politischen, religiösen und fanatisch vorsätzlichen Mord, der besser oder schlechter ist als der andere, nur über Ausmasse kann man vergleichen, nicht aber die Mentalität der Betreiber des Bösen.

Man muss daran erinnern, wenn man sich aktuelle Auslandseinsätze der Bundeswehr betrachtet, Schlagzeilen dieser Tage, wie etwa „Tausende Ortskräfte warten auf Rettung“ (Mittelbadische Presse, 13.August 2022). Der unrühmliche Abzug der Deutschen aus Afghanistan war mindestens so jämmerlich wie das Abtauchen und Quasi-Davonrennen der US-Amerikaner, die erst den Krieg gegen die „Surensöhne“ der Taliban begannen, im Gefolge ihrer 9/11-Traumatisierung dann auch das islamische Terrorregime der Taliban am Hindukusch verjagten – aber dieses nur halbherzig, denn die Talibs blieben und verschanzten sich in einem Gewirr aus Tälern und Dörfern an den Rändern des Landes, um von dort den Partisanenkrieg effektvoll zu betreiben. Deutschland wurde in diesen Krieg von den Amis reingezogen, wie schon im Kosovo: wie ein Hund, der auf den Pfiff des Herrchens brav hört und dann Männchen macht. Maas als Aussenminister war auch in diesem Amt mangels eines Hauches von Charisma, Charakter und starker Persönlichkeit ein echter Schwachmat, eine schlimme Fehlbesetzung.

Das letzte Aufgebot der SPD hat eben bis heute nichts besseres mehr zu bieten, Klasse und Weitsicht sind nicht mehr vorhanden – die bräsige Plumpheit des ungelernten Polithilfsarbeiters Kevin „Ich enteigne alles!“ Kühnert ist längst allein zuhaus. Maas also ergebnislos im Außenamt herum und vergass am Hindukusch – als „Mann wegen Auschwitz …“ – doch gleich mal die tatkräftige Solidarität mit den afghanischen Bundesgenossen rechtzeitig nachhaltig zu gestalten – im Kampf gegen den waschechten Islamfaschismus der Taliban. Wegen-Auschwitz-Maas hätte also – bei seiner angeblichen Grundüberzeugung – alles tun müssen, um die Bundesgenossen in Afganistan, beim gemeinsamen Kampf für Demkratie und freie Wahlen, für Bildung und Teilhabe und gegen die Diskriminierung von Frauen oder Minderheiten, zu schützen, zu verteidigen und deren Rückzug im Falle einer Offensive der militanten „Gotteskrieger“ rechtzeitig zu organiseren. Denn sein Auswärtiges Amt ist bzw. war in solchen Dingen federführend, auch wenn natürlich hierbei das Verteidigungsministerium sowie die damalige Kanzlerin Merkel hätten einbezogen sein müssen. Ende der Vorrede.

Deutschland hat sich wie ein Paria der Weltmächte benommen, sich als außenpolitischer Partner international lächerlich gemacht und ist – unter militärischen Gesichtspunkten – ein ehrloser Geselle, ein Verräter von Bündnispartnern, ein Feigling auf dem Feld, wenn es brenzlig wird. Eine echte Schande!

Denn nun appelliert hierzulande verzweifelt die Organisation „Kabul Luftbrücke“ an die Bundesregierung, endlich ihren Pflichten nachzukommen (!) und eine Anlaufstelle für gefährdete Afghaninnen und Afghanen einzurichten. Die nächste Schande. Davon getrottelt ohne Plan, Büros teils ungeräumt und überstürzt verlassen, in die Flugzeuge gesprungen wie Flüchtlinge – so verließ das „politische korrekte“ Deutschland das Schlachtfeld eines Krieges. Selbstverteidigung war den deutschen Soldaten im Auslandseinsatz am Hindukusch bekanntlich ohnehin längst verboten, dafür aber hatte die Irrsinnsregierung Merkel immerhin ein Büro eingerichtet, von dem aus in Kabul „geschlechtergerechte“ Gender-Politik betrieben werden konnte. In Kabul. Das ist nicht einmal zum Lachen.

Organisationen wie die genannte beklagen immer öfter, dass noch Tausende Ex-Mitarbeiter der Deutschen in Afghanistan auf die Hilfe der zuständigen BRD-Ministerien warten. In der „Mittelbadischen Presse“ (s.o.) heißt es dazu: „Racheakte, Verfolgung, Folter und Gewalt prägen die Realität von Frauen und Männern, die sich für ein freies und demokratisches Afghanistan eingesetzt haben, erklärt die Arbeiterwohlfahrt“ (AWO). Zehntausende (!!!) seien zurückgelassen worden und müssten um ihr Leben fürchten … mehr als 5.000 Familienangehörige von in Deutschland anerkannten afghanischen Flüchtlingen warten noch immer auf einen Botschaftstermin, um ein Visum zur Familienzusammenführung beantragen zu können.“

Wenigstens die deutsche Bürokratie funktioniert auch im Ausland. Bitte ziehen Sie eine Nummer und warten Sie ab, bis Sie aufgerufen werden. Dabei offenbart sich ein weiteres Desaster: Während die Bundesregierung in Sonntagsreden von Verantwortung und humanitärer Pflicht schwadroniert, sieht die Realität erschreckend anders aus. Von der moralischen Überheblichkeit, mit der Deutschland seine Werte in der Welt zu exportieren versucht, bleibt nichts übrig, wenn es darauf ankommt, konkrete Hilfe zu leisten. Das Scheitern in Afghanistan zeigt dies auf erschütternde Weise.

Die Versprechen, die den afghanischen Helfern gemacht wurden, sind zu leeren Phrasen verkommen. Diese Menschen, die oft unter Lebensgefahr für deutsche Interessen gearbeitet haben, sind nun den Taliban und anderen extremistischen Gruppen schutzlos ausgeliefert. Ihre Hoffnung, dass Deutschland sie nicht im Stich lässt, schwindet mit jedem Tag, an dem sie vergeblich auf eine Reaktion aus Berlin warten. Die Bürokratie wird zum bürokratischen Albtraum, eine kafkaeske Maschinerie, die den Betroffenen nur noch mehr Verzweiflung beschert.

Die Bundesregierung muss erkennen, dass es nicht ausreicht, Lippenbekenntnisse abzugeben und dann zu hoffen, dass sich die Probleme von selbst lösen. Es bedarf einer aktiven, entschlossenen und vor allem schnellen Reaktion, um die Schande der gescheiterten Evakuierungsaktion zu mindern. Die Verantwortung für das Leben und Wohlergehen der afghanischen Partner kann nicht länger ignoriert oder auf die lange Bank geschoben werden. Jeder Tag des Zögerns erhöht das Leid und die Gefahr für jene, die an Deutschlands Seite standen.

Dabei sollten nicht nur die Ex-Mitarbeiter und ihre Familien in den Fokus rücken, sondern auch all jene, die im Zuge der deutschen Intervention auf ein besseres, demokratisches Afghanistan gehofft haben. Sie sind der lebende Beweis für das Versagen der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Die moralische Pflicht, diesen Menschen zu helfen, sollte keinen Raum für bürokratische Ausreden oder politische Verzögerungen lassen.

Die Zeit drängt. Während in Berlin weiter über den richtigen Ansatz debattiert wird, kämpfen Menschen in Afghanistan ums Überleben. Eine Regierung, die ihre Verantwortung ernst nimmt, darf diese Menschen nicht im Stich lassen. Es ist an der Zeit, dass Deutschland seinen Worten Taten folgen lässt und zeigt, dass es zu echter Solidarität und Menschlichkeit fähig ist.

Natürlich ist nicht Heiko Maas allein am ganzen Auslandsdesaster deutscher Außen- und Militärpolitik schuld. Aber eben auch, neben den vielen anderen trüben Tassen in diesem Umfeld. Denn wer großmäulig in die Politik geht, um angeblich Hitler zu stürzen und alle Nazis vom Erdball zu verjagen, der hätte in der politischen Gegenwart sich mal mit echten Faschisten duellieren und ihnen Paroli bieten sollen – und dabei dann ausnahmsweise mal echten Mut und Charakter beweisen können. Aber Gratismut für kleinwüchsige Minister ist schon eine feine Sache. Für den Fall des erwartbaren Comebacks der Taliban hätte es einen klaren und konsequenten Notfallplan für das gesamte deutsche und das kooperierende afghanische Personal geben müssen; der Rückzug hätte auch militärisch mit den Taliban Auge in Auge ausgehandelt werden können, denn auch diese religiösen Hinterwäldler lieben deutsches Geld und hätten sich sicherlich bei der Grosszügigkeit Merkels was akaufen lassen. Wer aber am Ende nur Maulheldentum betreibt, der macht gar keine Politik, der lässt diese von anderen machen, dackelt immer hinterher und wenn die Starken wegrennen, dann stolpern und rennen wir auch. Weswegen kam Heiko Maas eigentlich in die Politik…?!

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