Patricia Schlesinger (Imago/bild/ChristianxDitsch)
Patricia Schlesinger (Imago/bild/ChristianxDitsch)

Schlesinger „mit sofortiger Wirkung“ als RBB-Intendantin abberufen – und das war’s?

Berlin – „Bauernopfer“ Patricia Schlesinger ist nun auch ganz offiziell nicht mehr Intendantin des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Der Rundfunkrat des Senders habe sie in seiner Sondersitzung am Montag von ihrer Position „mit sofortiger Wirkung abberufen“, teilte der RBB selbst mit. Schlesinger sei bei der Sitzung persönlich anwesend gewesen.

Sie habe zu Beginn vor den Gremiumsmitgliedern eine Stellungnahme abgegeben. Laut RBB-Bericht „verteidigte Schlesinger ihre Leistung, entschuldigte sich aber auch für die Umstände, denen der Sender und seine Beschäftigten nun ausgesetzt seien“. Über die nächsten Schritte müsse nun der Verwaltungsrat entscheiden.

Offen sei weiterhin, ob im Falle Schlesinger eine fristlose Kündigung infrage komme. Davon dürfte auch die Frage einer Abfindung abhängen. Schlesinger steht seit Wochen in der Kritik.

Dabei geht es um einen teuren Umbau ihrer damaligen Arbeitsräume, aber auch um angebliche Vetternwirtschaft und mutmaßlich falsche Abrechnungen. Mittlerweile ermittelt die Berliner Generalstaatsanwaltschaft.

So wie wir den ÖRR kennen, wird Frau Schlesinger mit einer Abfindung davonkommen. Und nicht nur Frau Schlesinger hat versagt, sondern die Kontrollgremien. Lesen Sie dazu die Kolumne von Gunnar Schupelius in der „BZ„:

„Beide Kontrollgremien des Senders haben vollkommen versagt. Das war kein Zufall, sondern das Ergebnis falscher Personalentscheidungen.“

Aber auch er wagt es nicht, die einzig richtige Frage zu stellen: Wann wird der ÖRR endlich abgeschafft?

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