Ukraine-Krieg verschärft gescheiterte Energiewende

Vor lauter Krieg und Bombardierung in der Ukraine ist der Krieg gegen das Klima völlig in den Hintergrund geraten. Ja, richtig gehört: „Krieg gegen das Klima“! Den Klimawandel wird niemand bestreiten, nicht einmal die sogenannten Klimawandel-Leugner. Letzteres ist ein rhetorischer Kampfbegriff der Klimakatastrophen-Apologeten, die damit jene Kritiker in Misskredit zu bringen suchen, die das offizielle Narrativ des menschengemachten Klimawandel in Zweifel ziehen. Ein Diskurs dazu ist nicht erwünscht, der IPCC gibt alleinig die Marschrichtung vor, der Rest der Wissenschaft hat hier keinen Zutritt.

Da sich das Klima dieses Planeten auch ganz ohne den Menschen ständig wandelt, ist es sinnvoller von einem realen Klimakrieg der Menschen zu sprechen. Diesen gedenkt man ursächlich mit dem extensiven Handel von CO2-Zertifikaten zu gewinnen. Dieser Krieg kennt bereits allerhand Gewinner, vornehmlich die Investoren in CO2-Zertifikate. Bedauerlicherweise kommt seit dieser einseitigen Fokussierung auf den „Klimakrieg“ der Umweltschutz selbst bei den Grünen deutlich zu kurz. Genau dort hätte die Menschheit ihre eigentlichen Baustellen, abseits vom natürlichen Klimawandel. Nur hat sich im Bereich Umweltschutz kein „globales Element“ zur Vermarktung finden lassen. Die menschengemachten Umweltschäden fallen aller Orten unterschiedlich aus. Das ist eine schlechte Investitionsgrundlage.

Die zerbombte Energiewende der Grünen

Die Grünen sind bis dato recht radikal vorgegangen, soweit es um die von Ihnen beabsichtigte Energiewende unter dem Vorwand einer sich abzeichnenden Klimakatastrophe ging. Gemeint ist die durchaus sinnvolle Abkehr von fossilen Brennstoffen, hin zu regenerativen Energien wie Sonne, Wasser und Wind. Mit der Abschaltung der Atomkraft, sowie mit dem parallelen Rückbau der Kohleverstromung haben die letzten Bundesregierungen unter dem Einfluss der Grünen die Energie-Wende-Atombombe gezündet. Die meiste Sprengkraft konzentrierte sich dabei auf die sogenannte „Grundlast“, die für einen sicheren Betrieb des Stromnetzes rein physisch unabdingbar ist. In der grünen Farbenlehre kommt allerdings keine Grundlast vor.

Das absehbare Desaster wurde größtenteils dadurch verdeckt, dass man für die benötigten Spitzenlasten, bei ausbleibendem Wind und abstinenter Sonne, vorzugsweise Gas verstromte, welches von den Grünen noch als halbwegs vertretbarer Energieträger durchgelassen wurde … bis Putin kam. Im Jahre 2021 wurde bereits viermal so viel wie im Vorjahr verstromt. Angesichts der nachweislich schlechten Lernkurve der Grünen, wäre es sinnvoller gewesen sie auf Staatskosten zunächst in eine virtuelle Wett-Welt zu schicken, statt sie gleich an die Kraftwerke heranzulassen. Der Sportwetten Test hätte an dieser Stelle bedeutende Erkenntnisgewinne für die grünen Klima-Zocker generieren können. Schade, dass diese Gelegenheit nicht genutzt wurde.

Befassen wir uns nun mit den ersten Kriegsfolgen in der Ukraine, die unmittelbaren Einfluss auf die sogenannte Energiewende haben. Seit der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine haben die Grünen, inzwischen selbst in Regierungsverantwortung, erkannt, dass das Erdgas aus Russland politisch nicht korrekt ist. Politisch korrektes Gas hingegen ist  jetzt das dreckigste und unter umweltschädlichsten Voraussetzungen geförderte Fracking-Gas aus den USA. Hilfsweise kann auf „Despoten-Gas“ rund um den Persischen Golf zugegriffen werden. So schnell kann sich das politische Klima unter Einbeziehung politisch korrekter Gase wandeln.

Das Ende vom Leid ist nicht in Sicht

Es wird fortwährend betont, dass es auf das Gas aus Russland inzwischen nicht mehr ankomme. Das kann man glauben oder auch nicht. Realistisch betrachtet wird das zumindest überaus schwierig, zumal sich die Verstromung des Gases inzwischen von der geplanten Spitzenlast zur bitter notwendigen Grundlast gemausert hat. Entsprechende Gas-Ersatzkapazitäten sind in dem für einen Normalbetrieb erforderlichen Maß am Markt kaum zu bekommen. Hieraus können die Grünen den nächsten Nektar saugen. Denn die generelle Einsparung von fossilen Brennstoffen war schon immer ein gern gesehenes Thema bei den Grünen. Ob kalt duschen für den Weltfrieden oder frieren für Mutter Erde, alles ist drin.

Die exorbitante Verteuerung des Gases, die selbstverständlich sogar Putin noch die Kasse füllt, ist also rein ideologischer Natur. Gottlob müssen nicht die Politiker die Zeche dafür zahlen, das macht der Verbraucher … ganz ungefragt. Wenn man unter diesem Aspekt das Thema Energiewende neu beleuchtet und mit dem Ukraine Krieg nebst notleidender Gasversorgung Europas in Verbindung bringt, ergibt sich zumindest für Deutschland ein mögliches Scheitern der sogenannte Energiewende. Selbstverständlich soll trotzdem daran festgehalten werden, das sieht die grüne Ideologie so vor. Falls dabei die komplette Wirtschaft vor die Wand gefahren wird, kann dies zumindest noch den von Klaus Schwab propagierten Zielen des „Great Reset“ entsprechen. Ob die Menschen nach einer solchen Tortur und einem drohenden Blackout die Grünen noch einmal wählen würden? Sicher, dass alles ist zur Zeit graue Theorie. Der Winter wird zeigen ob es zur grünen Praxis taugt.

 

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