Kulturelle-Aneignung-Verbrecher (Symbolbild: shuttestock.com/ShotPrime Studio)

Cancel Culture in der Schweiz: Auftritt von linkem, weißen Dreadlock-Musiker abgesagt

Dreadlocks – häufig von oberwoken Leuten auf dem Kopf getragen, die mit links-grüner Faulheit und Drogenkonsum in Verbindung gebracht werden können – bekommen nun ihre eigene Medizin zu schlucken: Eine linke, mit Steuergeldern gesponserte Bar in Zürich hat ein Konzert eines weißen Musikers abgesagt, weil dieser Filzlocken trägt. Das Verbrechen nennt sich „Kulturelle Aneignung“.

Der Österreicher Mario Parizek wollte am Dienstag in der Bar „Gleis“ im Zürcher Zollhaus spielen, das sei auch monatelang geplant gewesen. Die Bar „Gleis“ sagte dem Dreadlockträger jedoch ab und begründete die Absage damit, dass Mitteilungen eingegangen seien, auch von Personen aus dem Team, „die sich mit dem Auftritt nicht wohl fühlten“.

Die Bar, die übrigens von der Stadt Zürich und dem Kanton (beides Mal der Kulturfachstelle) finanzielle gesponsert wird – entschuldigt sich via Facebook für die Absage: „Auch wenn wir hinter dieser Entscheidung stehen, tut es uns leid, dass wir dem Künstler den Auftritt verunmöglicht haben.“ Sie wollen in ein Dialog gehen, allerdings habe Parizek „vehement abgelehnt“.

Auf seinem Instagramprofil nimmt der gecancelte Musikus nun Stellung und zeigt – gewollt oder nicht – den ganzen linken Gesinnungsterror auf:

Parizek erklärt, dass er sich mit 13 Jahren die Dreads zugelegt habe, weil er in einem „ziemlich rechten Dorf“ aufgewachsen sei. „Ich wollte den rechten Leuten zeigen, dass es auch andere Leute gibt. Heute werde ich von der linken Ecke deshalb diskriminiert“, so die Erkenntnis des Gitarrist.

Dieser linke Terror, den der ebenfalls linke „Kulturelleaneigner“ nun am eigenen Leib erlebt, ist kein Einzelfall. Im Juli traf es die Schweizer Reggae-Band Lauwarm in der Brasserie Lorraine in Bern, die ihr Konzert nicht fortsetzen, weil zwei Bandmitglieder als Weiße Dreadlocks trugen, weshalb sich ebenfalls Besucher „unwohl“ fühlten. Die Bar reagierte mit einem Abbruch und sprach von „Sensibilisierungslücken“.

Ähnliche „Sensibilisierungslücken“ in Hannover Ende Mai bei einer ganz besonders woken Mischpoke: Die Sängerin Ronja Maltzahn sollte auf der Fridays-for-Future-Demonstration in Hannover trällern, wurde aber einen Tag ausgeladen, weil die Veranstalter wegen des „antikolonialistischen und antirassistischen Narratives“ ihren Auftritt nicht für zumutbar hielten.

Oder – um es mit den Worten der Journalistin Birgit Kelle zu sagen: „Wir nähern uns einem Zeitalter, in dem Frisuren zu politischer Rebellion werden“. (SB)

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