Die Zukunft ist keine rosige mehr (Foto: Von Zastolskiy Victor/Shutterstock)

Schwabs Prophezeiung wird (fast) wahr: Wir werden arm und die Grünen glücklich sein

Selbst die einst linken Hofökonomen können in diesen Tagen keine Durchhalteparolen mehr verbreiten, dazu ist die Lage zu ernst: Deutschland droht ein „jahrelanger Wohlstandsverlust”, warnt nun sogar der Ökonom Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Zwar handelt es sich um eine fehlerhafte Formulierung, denn „jahrelang“ suggeriert, der Wohlstand sei nur temporär weg und kehrte dann wieder zurück.

Die Wahrheit ist: Was einmal zerstört ist, ist für immer verloren – denn wenn es soweit ist, dann gibt es kein deutsches Volk mehr, im Sinne einer Abstammungsgemeinschaft mit kulturellen und charakterlichen Wesenseigenschaften mehr, die einst für typisch deutsch gehalten wurden und die den Deutschen nach ihrer letzten „Stunde Null“ den Wiederaufbau ermöglicht haben – Fleiß, Disziplin, Verzichtsbereitschaft, Aufbau- und Überlebenswille; all dies hat das überwiegend eingewanderte Prekariat und seine bevölkerungsdominierenden Nachkommenschaft erweislich weder im Blut noch im Sinn.

Keine neue Stunde Null mehr

Insofern ist es irreführend, wenn Fratzscher die Deutschen angesichts der anhaltenden Konsumflaute „vor einer langen Durststrecke” sieht: Es ist kein Durst, es ist finales Ertrinken. Derzeit – und womöglich noch einige Jahre oder bestenfalls auch Jahrzehnte – wird die Restsubstanz verfrühstückt, das was an Neuinvestitionen hinzukommt, kann den gleichzeitigen Verfall nicht kompensieren – aber irgendwann ist Zappenduster.  Die technischen Erklärungen und Herleitungen der Krise, die das DIW anstellt, sind zwar zutreffend, aber sie lenken vom Grundproblem ab, dass dieses Land dem Untergang geweiht ist jedenfalls in der Form, wie wir es einst kannten – als plurale Gesellschaft mit einer gemeinsamen Identitätsgrundlage, als die leidvoll nach zwei Weltkriegen erreichte historische Errungenschaft einer ersten echten, stabilen Demokratie, für die es sich zu engagieren lohnt.

Vor allem der „Preisschock“, so das DIW, sorge für einen „permanenten Wohlstandsverlust“ in großen Teilen der Bevölkerung, erklärte Fratzscher dem „Spiegel“. „Gerade für die unteren 40 Prozent der Gesellschaft, die nahezu ihr gesamtes Einkommen für ihren Lebensunterhalt ausgeben und kaum etwas sparen. Sie konsumieren alles nicht unbedingt Lebensnotwendige künftig deutlich zögerlicher bis gar nicht mehr.“ Aufgeschreckt durch Krieg, Gaskrise und Inflation halten die Deutschen derzeit ihr Geld zusammen wie seit Jahrzehnten nicht. Das Statistische Bundesamt meldete für den Monat Juli den größten Umsatzeinbruch im Einzelhandel seit 1994. Die Marktforscher der GfK sagen für August ein Konsumklima von minus 30,6 vorher – ein „nie dagewesenes Szenario“ und ein „Absturz, wie wir ihn selbst zu Coronazeiten nicht erlebt haben“.

Verarmung als Ende vom Lied

Damals, so „dts“ unter Berufung auf Fratzscher, lag ihr Index maximal bei minus 23, normalerweise pendele er um die zehn Punkte plus. Der Ökonom erwartet, dass die Depression „bis zur Mitte des Jahrzehnts” anhalten könnte. Eine Abwärtsspirale habe sich in Gang gesetzt: „Eine hohe Inflation drückt die Kauflaune der Kunden, das sorgt für weniger Geld bei den Unternehmen, um zu investieren. Das könnte eine Abwärtsspirale mit einer für ein oder zwei Jahre anhaltenden schwachen Wirtschaftsleistung in Gang setzen“, so Fratzscher. Wenn Menschen mit geringen Einkommen weniger ausgäben, dann ist das gesamtwirtschaftlich viel wichtiger, als wenn die oberen zehn Prozent sparten.

Das mag alles stimmen – doch das Problem ist keines der sozialen Klassen und Einkommenssichten mehr, sondern reicht viel tiefer. Wenn sich am Ende alle um die Rettungsboote prügeln, spielt ihr volkswirtschaftlicher Anteil keine Rolle mehr. Das Ende vom Lied ist die Verelendung und Verarmung, der Rückfall eines sozial mutwillig zur Implosion gebrachten Industrielandes in ein politisch instabiles, gesellschaftlich zerrüttetes, ethnisch inhomogenes Shithole, das irgendwann unregierbar sein wird. Der deutsche Sozialstaat wird dann schon Geschichte sein. Dann haben die Grünen endlich das, was sie seit 40 Jahren anstreben: Deutschland, das „miese Stück Scheiße”, überwunden.  Wenigstens sie können sich dann, im Sinne von WEF-Gründer Klaus Schwab, glücklich schätzen – während wir nichts mehr besitzen. (DM)

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