Denn siehe, Finsternis bedeckt das Land

Bald wird es dunkel in Deutschland. Und kalt. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch richtig hässlich. Noch vor Jahresfrist wären solche Feststellungen von Politik und Medien als Geschwurbel wirrer Verschwörungstheoretiker in der öffentlichen Debatte verdammt worden.

Ein Beitrag von Martin E. Renner für P.I.NEWS

Heute ist es jedoch die Regierung selbst, die im besten Deutschland, das es jemals gab, die Lichter ausknipst. Im wahrsten Sinne des Wortes. Wie angeblich die chinesische Mauer als gewaltiges Beispiel menschlicher Schaffenskraft vom Weltall aus sichtbar ist, wird man im kommenden Winter Deutschland bei Nacht aus dem Weltall nicht mehr sehen können – dann aber als Zeugnis gewaltiger, intellektuell-geistiger Umnachtung.

Die Grünen imitieren William Shakespeare

Wenn es nun noch gelänge, ideologische Borniertheit, hypermoralisches Sektierertum, Ignoranz, Geschichtsferne und fehlende Bildung einzufärben, dann würde Deutschland sogar grün leuchten. „Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode“, muss man in Anlehnung an William Shakespeare konstatieren.

Schon länger setzen die Grünen in unserem angeblich besten Deutschland aller Zeiten die politischen und gesellschaftlichen Wegmarkierungen. Es wird zukünftigen Historikern überlassen sein, festzustellen, wer genau für den ungeheuerlichen Raubzug gegen den eigenen Bürger, für die weitgehende Zerstörung unseres Industriestandorts und die Vernichtung von Wohlstand, Sicherheit, christlich-abendländischer Kultur, nationaler Identität und unserer Zukunftsperspektive verantwortlich zeichnet.

Die Chronologie der methodischen Tollheiten

War es die ehemalige Frau Bundeskanzler, die ihrer Partei einen 15 Jahre währenden öko-sozialistischen Linksrutsch aufoktroyierte? Welcher der CDU ihre ursprünglich konservativen und christlich orientierten Werte ausradierte und stattdessen – wie ein alter ausgetrockneter Lappen – links-grüne Themen aufsaugen ließ?

Doch was war ihre Motivation? War es eine Mischung aus Bildungsferne, Rückgratlosigkeit und Opportunismus um des bloßen Machterhaltes Willen? Oder war es das Ergebnis ihrer fundierten marxistisch-leninistischen Ausbildung und Sozialisation? Oder beides?

Hat Merkel die öko- und kulturmarxistischen Welterrettungs- und Verbotsphantasien der Grünen kaltlächelnd für ihre Agenda instrumentalisiert oder – andersherum – haben die Grünen Merkels Gier nach Geltung und nach Macht benutzt?

So oder so. In der aktuellen Ampel-Regierung existieren sichtbar keine Hürden mehr – keine intellektuellen und keine ethischen Hürden – vor dem Ziel: Der öko-sozialistischen Plan- und Kommandowirtschaft, der hemmungslosen Umverteilung, der Allmachts- und Verbotsphantasien, der gnaden- und rücksichtslosen Bevormundung und gleichzeitiger Ausplünderung des eigenen Bürgers und der totalen Preisgabe der nationalstaatlichen Souveränität. So ganz nach Habecks Bekundung in den USA: „Je stärker Deutschland dient, umso größer ist seine Rolle“.

Die Chorsänger der methodischen Tollheiten

Mit einem Stamokap-Kanzler Scholz, der in höchst bedenklicher Regelmäßigkeit von akut auftretender Amnesie geplagt scheint: Gestern seine geäußerte Abneigung gegen eine Impfpflicht. Heute seine Absprachen mit etwaigen Geschäfts- und Gesprächspartnern im Cum-Ex-Skandal. Morgen dann vielleicht schon beim Frühstück, ob der soeben frisch angelegte Schlüpper eine rote oder grüne Farbe hat.

Mit einer Außenministerin Baerbock, die auf internationalem diplomatischen Parkett lustvoll anderen Staatsrepräsentanten auf die Füße tritt. Und niemand weiß, ob dies bewusst geschieht oder ob sie bei der Anwendung ihrer eigenen Muttersprache nur sprachlich oder doch eher schon kognitiv ins Straucheln geraten ist.

Mit einer Bundesinnenministerin Faeser, die ja auch die oberste Dienstherrin unserer so treulich die Verfassung schützenden Behörde namens „Verfassungsschutz“ ist. Nun kann sie hier die Aufmerksamkeit dieser Behörde von den linksextremistischen Kreisen – in denen sie ihr zweifelhaftes Talent als Autorin bewies – ablenken und auf die lenken, die sich politisch rechts von Faeser befinden.

Das könnte so ziemlich jeder Bürger sein. Mit Sicherheit aber jeder Montagsspaziergänger, der sich alleine schon durch seinen Spaziergang als potentieller „Staatsfeind“ verdächtig macht.

Oder der Bundeswirtschafts- und Energieminister, der die Order gibt, öffentliche Gebäude weniger zu heizen, der der Privatwirtschaft vorschreibt, ihre Leuchtreklame in den Nachtstunden abzuschalten und dem Privatmann befiehlt, seinen hart verdienten Pool nicht mehr zu heizen. Die Angesprochenen haben das gefälligst stillschweigend und unterwürfig zu befolgen. Anderenfalls: Staatsfeind!

Beenden wir hier die personelle Auflistung aus Platzgründen. Obwohl diese Liste des Grauens endlos fortgeführt werden könnte und müsste. Denn eines tritt immer deutlicher zutage: Die jetzt stattfindende endgültige Installation eines neuen „Grünen Reiches“, das aus freiheitlichem Blickwinkel nichts anderes als eine neue „politische Hölle auf Erden“ ist.

Hatten wir schon. Doch jetzt „grün“ statt früher „braun“. Die Verpackung ist zwar mit dem Aufdruck „Demokratie“ beschriftet, was der Beruhigung der Massen dienen soll. Doch der Inhalt ist ein unbekömmlicher und immer totalitärer daherkommender Öko-Sozialismus.

Die aufkommende Angst der Politik vor dem Bürger spricht Bände

Einerseits zu Recht – in dem Sinne, dass man dringend auf bürgerlichen, friedlichen Widerstand hoffen muss. Dies jedenfalls, solange man aus guten Gründen an unserer parlamentarisch verfassten Demokratie und unserem Rechtsstaat festhalten möchte.

Andererseits doch ziemlich ungeheuerlich. Ungeheuerlich, wie sturmreif und waidwund unsere Gesellschaft bereits geschossen wurde. Und zwar eben nicht – wie bisher – „nur“ von linken Aktivisten. Sondern von einer selbstgerechten, selbsternannten und sich selbst überhöhenden angeblichen „Elite“, die sich den Staat zur Beute gemacht hat. Und damit den Bürger zum pflichtbeladenen, aber rechtlosen Systemsklaven degradieren konnte.

Und der Bürger lässt es sich – noch immer – gefallen. Er schimpft zwar auf die Regierung. Er schimpft auf die Politiker. Er schimpft, weil ihm sein hart erarbeiteter Verdienst immer weiter geschmälert und aus der Hand gerissen wird. Er schimpft, weil unsäglich viele Milliarden Euro Steuergelder für rein ideologische Zielsetzungen sinnlos in fremde Länder verschleudert werden.

Er schimpft, weil er verraten und verschaukelt wurde von den Beutekomplizen, den Medien. Er versteht immer noch nicht so recht, was sich direkt vor seinen Augen abspielt: Wie das „Abnormale“ zum „Normalen“ umgedeutet wird. Wie das Wahre zum Falschen, der Rechtschaffene zum Verdächtigen, das Althergebrachte zum Ewiggestrigen umgekehrt wird. Er schimpft, weil er bekommt, was er wissensarm gewählt hat.

Und er wird wieder wählen – irgendeine der Altparteien. Weil er nicht versteht, weil er nicht glauben kann, dass diese alle „Brüder im gleichen Geiste“ sind, dass sie schon lange zur „Neuen Einheitspartei Deutschlands (NED)“ verschmolzen und fusioniert sind.

Die paradoxen Tollheiten müssen erst ins Maximale gesteigert werden

Der Bürger erkennt so langsam alle diese paradoxen Tollheiten. Diese blanke Unsinnsliste, die mit den selbst erlebten Realitäten des Bürgers nicht mehr in Überstimmung zu bringen ist: Erzwungene Toleranz kann es nicht geben. Dutzende Geschlechter: Bullshit. Europäische Solidarität: Eine Einbahnstraße und Sackgasse, wo deutsches Steuergeld mit der Gießkanne über ganz Europa verteilt wird. Mehrwertsteuer auf die Gasumlage senken: Ja haben die Deutschen noch alle Tassen im Schrank? Glauben diese Narren ernsthaft, dass sie im eigenen Land noch irgendetwas zu bestimmen hätten? Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk: Ausgewogen, zur Neutralität verpflichtet, unparteiisch.

Habeck knipst uns jetzt das Licht aus. Es wird dunkel. Und kalt. Und schon Charles Baudelaire wusste: „Die Dämmerung versetzt die Wahnsinnigen in Erregung.“

Vielleicht hat Kanzler Scholz einmal etwas nicht vergessen, als er seinen Freud‘schen Versprecher laut ins Mikrofon sprach: „Niemand in unserem Land hat vor, dass auf Demonstranten geschossen wird.“

Vielleicht wird es ja auch hässlich

Die allgegenwärtigen Tollheiten unserer langjährigen Politik in Deutschland können nur durch die Hand und das Kreuz des Bürgers für alternative, also gegensätzliche Politikansätze überwunden werden.

Also: Weiter so und in den Abgrund.

Oder: Alternative Politik für eine erfolgreiche Zukunft.

Denn: Ein Drittes gibt es nicht.


(Martin E. Renner ist Bundestagsabgeordneter der AfD und war Anfang 2013 einer der 16 Gründer der Partei in Oberursel. Seine Kolumne erscheint alle zwei Wochen am Samstagabend auf PI-NEWS)

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