Deutschlands Zukunft liegt in der Dunkelheit (Foto: Von Mihai_Andritoiu/Shutterstock)

Einzelhandel warnt vor „Dunkeldeutschland“

In der Dämmerung beginnen bekanntlich die Raubtiere mit ihrer Jagd auf Frischfleisch. Aber nicht nur deshalb trauen sich immer weniger Bürger, vor allen die Frauen, in der Dunkelheit auf die Straße. Wenn jetzt auch noch die Lichter der Großstädte abgeschaltet werden sollen, dann stirbt das Leben in der City endgültig. Ist das vielleicht Absicht? Sollen wir alle bald nur noch zu Hause hocken, weil von dort kaum Widerstand geleistet werden kann?

Der Handel ist gegen die komplette Abschaltung aller Ladenbeleuchtungen in Innenstädten, um Energie zu sparen. „Mit der Schaufensterbeleuchtung sorgen wir auch für Sicherheit und soziale Verantwortung in den Städten – vor allen Dingen in den weniger frequentierten Zeitfenstern in der Nacht“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagausgaben). „Das Energiesparen darf an dieser Stelle nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Komplett dunkle Innenstädte halte ich deshalb für schwierig, hier ist Augenmaß gefordert.“

Der Handel spare heute schon bewusst Energie ein, so Genth. „Besonders effektiv ist es, Klimaanlagen im Sommer nicht so kühl einzustellen und die Heizung im Winter nicht so stark aufzudrehen. Denn wir wissen, dass ein Grad weniger Raumtemperatur beim Heizen 6 Prozent Energie einspart“, sagte Genth. Mit der neuen Verordnung des Wirtschaftsministeriums sei es möglich, die Temperatur in den Läden auf bis zu 19 Grad herunterzufahren. Zudem sollten die Ladentüren nicht dauergeöffnet sein, um den Energieverbrauch zu senken.

Beleuchtungen könnten auf LED umgestellt werden. Der Einzelhandel spüre die Energiekosten immens. „Ein Supermarkt, der im vergangenen Jahr noch 70.000 Euro für Energie für die Kühlung, Klimaanlage und Heizung ausgab, hat jetzt bereits 140.000 Euro Kosten. Wenn dies so weitergeht, sind es bald 200.000 Euro“, berichtet Genth. Dies seien massive Kosten, die nicht durch die Gewinnmargen von 1,5 bis 2 Prozent im Lebensmittelhandel aufgefangen werden könnten. „Die Kosten können auch nicht einfach auf die Preise aufgeschlagen werden, ohne Kunden zu verlieren“, so Genth.

Das allerdings ist weniger glaubwürdig.  Bislang wurde fast alles auf die Kunden abgewälzt, schließlich muss ja auch das Personal bezahlt werden. (Mit Material von dts)

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