Bundeskanzleramt (Bild: shutterstock.com/Paganin)

Fast eine Milliarde: Protz-Kanzleramt-Anbau muss gestoppt werden

Wie abgehoben, wie egozentrisch die Regierungsclique in Berlin ist, zeigt sich am geplanten Protz-Kanzleramtsanbau. Während der Bürgers sich demnächst in seiner kalten Behausung mit einem Waschlappen den geschröpften Körper wäscht, wird sein Geld nicht nur in der Ukraine, sondern auch in Berlin verballert.

Schon jetzt ist das Kanzleramt die größte Regierungszentrale der Welt. Durch einen Anbau soll, der 2028 fertiggestellt werden soll, wird er gigantomanisch – auch was die Kosten betrifft.

Der Irrsinn auf dem Rücken des Steuerzahlers in Zahlen: Durch den Neubau sollen bis zu 400 neue Büros hinzukommen. Unter Merkel explodierte der Personalstab geradezu, so dass geltend gemacht wurde, dass die Bundesregierung den dringenden Bedarf für Büroräume für weitere 400 Mitarbeiter habe. Während in den Schröder-Jahren von 2000 bis 2005 die Zahl der Mitarbeiter zwischen 449 und 490 Mitarbeitern lag, stellte die Bundeskanzlerin kontinuierlich neues Personal ein und landet mittlerweile bei 873 Mitarbeitern. Merkels Nachfolger Olaf Scholz (SPD) will zusätzlich noch einmal 75 neue Planstellen schaffen. Und das sind nur die Beamten und Angestellten im „Kernbereich“. Dazu kommen bei der Beauftragten für Kultur und Medien noch 370 und im Bundespresseamt noch 2.900 Planstellen. Insgesamt wurde der Bereich des Kanzleramts auf 4.106 Mitarbeiter aufgeblasen.

Die Dimensionen zeigen, welche größenwahnsinnigen Irren am Ruder sind: Der Protzbau übertrifft mit einer Grundstücksfläche von 73.000 Quadratmetern inklusive der Nutzungsfläche von 48.000 Quadratmetern sämtliche Regierungssitze um Längen: Das Bundeskanzleramt ist schon jetzt achtmal größer als das Weiße Haus, zehnmal größer als Downing Street No. 10, dreimal größer als der Élysée-Palast!

Für den Neubau wurden unter Merkel, bis zu diesem Zeitpunkt wohl die schlechteste Regierung, die dieses Land je hatte, Gesamtkosten von 485 Mio. Euro genehmigt. Bevor jedoch überhaupt der erste Spatenstich für das Monstervorhaben gemacht wurde , explodieren die Kosten.

Laut einer Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag verteuert sich der Ausbau des Kanzleramts ins Unermessliche: Vom pompösen Hubschrauberlandeplatz auf Stelzen über eine eigene Kita, 23.000 Quadratmeter Bürofläche und zahlreiche zu fällende Bäume für den Bau eines Tunnels: der Protz-Anbau des Kanzleramts verschlingt mitten in den aktuellen Krisenzeiten über 630 Millionen Euro. Das ist der Preisstand 1. Quartal 2022, also noch vor explodierenden Energiepreisen und ausufernder Inflation. Wegen der massiv steigenden Baukosten drohen jetzt sogar noch höhere Zahlungen. Ein Ende der Fahnenstange ist bei den Kosten noch nicht in Sicht.

Nun fordert Rainer Holznagel, Chef des Steuerzahlerbundes, den Stopp des Projekts: „Das gesamte Baukonzept passt nicht in diese Zeit. Dieses Vorhaben ist zu teuer, zu groß und ökologisch fragwürdig.“

„Während die Politik die Menschen im Land in immer größere Existenznot treibt, schwelgt die Bundesregierung selbst im Luxus“, so Alice Weidel, die weiter bemerkt: „Solche Pläne sind ein Affront gegenüber den Steuerzahlern, die durch die Politik der Ampel einer extremen Belastung ausgesetzt sind. Unser Land befindet sich, verursacht vor allem durch die Bundesregierung, in einer der schwersten Krisen der jüngeren Vergangenheit. Die angestrebte Erweiterung des Kanzleramts ist dabei Teil des Problems und verdeutlicht einmal mehr, wie weit sich regierende Politiker von den Bürgern bereits entfernt haben. Ich fordere die Bundesregierung und den Berliner Senat dazu auf, den Ausbau des Kanzleramts zu einem Kanzlerpark umgehend zu stoppen. Die dadurch freiwerdenden Mittel sind ausschließlich zur Entlastung der Bürger in der aktuellen Energiekrise einzusetzen.“

Die AfD-Fraktion hatte sich seit Planungsbeginn bereits gegen den Gigantismus im Kanzleramt gestellt und stets gegen den Erweiterungsbau gestimmt. (SB)

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