Ein Regierungsbeamter bei der Arbeit (Symbolfoto: Damir Khabirov/Shutterstock)

Regierungsbeamte fliegen gegen das Klima

Bonn/Berlin – Das ist an Heuchelei wohl nicht zu überbieten: Die Zahl der Flüge von Regierungsmitarbeitern zwischen den Dienstsitzen in Berlin und Bonn hat sich im ersten Halbjahr 2022 mehr als verdoppelt. Laut einem Bericht der „Welt am Sonntag“ lösten die Beamten von Januar bis Juni 4.668 Tickets für Flüge zwischen Berlin und Bonn im Gesamtwert von rund einer Million Euro, durchschnittlich 216 Euro pro Stück. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres wurden lediglich 2.105 Tickets für zusammengerechnet 445.130 Euro gebucht, mit einem Durchschnittspreis von 211 Euro waren die nur unwesentlich günstiger.

Die Zeitung beruft sich dabei auf Zahlen des Bundesinnenministeriums. Gezählt wurden neben den Reiseaktivitäten der Ministerialbeamten auch Flüge von Mitarbeitern nachgelagerter Behörden, des Bundeskanzleramts, des Bundespräsidialamts und des Presse- und Informationsamts. Ein Vergleich mit Ticketzahlen aus der Vor-Corona-Zeit sei nicht möglich, da frühere Auswertungen die Reiseaktivitäten von Mitarbeitern aller Verfassungsorgane beinhalten, teilte das Ministerium mit.

Noch immer haben sechs der 15 Bundesministerien ihren ersten Dienstsitz in Bonn. Lediglich das Bundesjustizministerium war Ende 2021 mit keinem Mitarbeiter mehr in Bonn vertreten.

Dazu muss man wissen, dass den normalsterblichen Bürgern das Fliegen immer mehr vermiest wird, weil solche Reisen ja angeblich klimaschädlich sind und innerdeutsche Flüge am besten ganz gestrichen werden sollen – mal abgesehen davon, dass diese Bequemlichkeit den Steuerzahler wie gesagt rund eine Million Euro gekostet haben. Doch die wichtigste Frage überhaupt: Waren sie alle geimpft und haben eine Maske getragen?

Aber man kann natürlich schon froh sein, dass hier nicht jeder mit seiner „Privatmaschine“ geflogen ist, so ist der Steuerzahler zumindest noch recht billig davon gekommen. (Mit Material von dts)

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