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Björn Höcke: Winnetou von den woken Bleichgesichtern noch einmal getötet

Winnetou soll ein zweites Mal sterben — diesmal im Zeichen der Regenbogenfahne. Die Kommentarspalten überschlagen sich. Das ist gut so, auch wenn diese Empörung etwas spät kommt. Als die bolschewoken Bilderstürmer sich an unsere großen Dichter und Denker vergingen, war der Protest noch verhalten.

Von Björn Höcke auf Telegram

Nun aber, da es den Helden unserer Kindheit an den Kragen geht, trifft es einen wunden Punkt. Denn hier sollte eigentlich jeder merken, worum es eigentlich geht: Es ist nicht weniger als ein Angriff auf unsere Identität.

Die Bücher Karl Mays und vor allem die Verfilmungen sind Teil einer kollektiven Kindheitserinnerung — jedenfalls der heute Erwachsenen aus dem Westen. In der DDR war Karl May ja auch schon einmal verboten. Solche verbindenenden Erinnerungen, so trivial sie auch sein mögen, schaffen ein Wir-Gefühl. Diese vertraute Einvernehmlichkeit ist es aber, was die politischen Volkszersetzer stört. Das große Ziel sind Menschen ohne Vergangenheit und Bindung, beliebig und austauschbar, vereinzelt und schwach. 

Daß es am Ende wirklich darum geht, und nicht um den Respekt für fremde Kulturen und die individuellen Eigenheiten, sieht man schon daran, daß der Angriff auf Winnetou auch nach den eigenen Maßstäben der Kulturbolschewoken falsch ist. Denn in Karl Mays Werk kommen durchaus sehr »diverse« Persönlichkeiten vor: Denken wir beispielsweise an den Perücke tragenden Sam Hawkens, den lernbehinderten Hobble Frank und nicht zuletzt Tante Droll, einem Transvestiten im Wilden Westen. So gesehen war auch Klekih-petra ein politischer Flüchtling, der als Lehrer einer höheren Schule führend an der 1848er-Revolution teilnahm. Aber strenggenommen sind ja nach heutigem Verständnis alle Siedler Amerikas »Flüchtlinge«, auch jene, die nur als Goldgräber und Glücksritter ihren Weg dorthin fanden – oder jene, die fremde Völker mit ihrer Religion missionieren wollten.

Wie dem auch sei: Karl Mays Portrait von Winnetou als dem edlen Wilden trug über Generationen von deutschen Kindern für ein großes Interesse und Bewunderung für die indigenen Völker Nordamerikas bei.

Bleibt nur noch die Frage: Warum läßt sich ein renommierter Buchverlag von einer kleinen Gruppe politischer Extremisten dazu treiben, eine Produktion einzustampfen? Einer der Gründe liegt sicherlich auch darin, daß diese Extremisten viel Unterstützung durch die öffentlichrechtlichen Medien erhalten. Brav zieht auch die ARD nach und „cancelt“ die beliebten Winnetou-Filme. Doch hierbei dürfte nicht der Druck von außen entscheidend gewesen sein, sondern die Gesinnung der eigenen Redakteure.

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