Prag am Samstag (Bild: Screenshot)

Es geht los: Massenproteste in Tschechien

Rund 70.000 Menschen protestierten am Samstag in Prag gegen die Ukraine-Politik der tschechischen Regierung. Deutsche Mainstreammedien im Einklang: „Rechtsextreme Parteien und die Kommunistische Partei hatten zu der Kundgebung aufgerufen“. Gekommen waren geschundene und betrogene Bürger.

“Wir müssen uns von der unmittelbaren politischen Unterwerfung durch die EU, die WHO und die UN befreien.” So lautete die Ansage der Veranstalter der Massendemonstration, die am 3. September 2022 in Prag stattfand. Die zentrale Forderung in Prag lautete “Tschechien zuerst!”. Die Menschen strömten auf den Wenzelsplatz um gegen die inländerfeindliche Politik der tschechischen Regierung zu demonstrieren. Die Sorge der Menschen: die explodierenden Energie- und Treibstoffpreise und die EU-Sanktionen gegen Russland. Man forderte eine neutrale Position im Konflikt Russland gegen die Ukraine.

Wie es scheint, kommt es mit den „ukrainischen Gästen“ zunehmend zu massiven Problem, da sich die Kundgebung auch gegen die dauerhafte Aufnahme von Ukrainern aussprach.

Die Demonstranten forderten den Rücktritt der Mitte-rechts-Regierung von Ministerpräsident Petr Fiala, die erst seit Dezember amtiert. „Das Beste für die Ukrainer und zwei Pullover für uns“, stand auf einem Spruchband. Damit wurde der Regierung vorgeworfen, die Ukraine mit Sanktionen gegen Russland zu unterstützen, den Tschechen, die deswegen unter massiv steigenden Heizkosten litten, aber nicht zu helfen.

Wie in Deutschland auch, werden die demonstrierenden Bürger von der Regierung in die pro-russische Putinfreund-Ecke verortet. Über die Demonstration am Samstag sagte Fiala, diese sei von „prorussischen Personen mit Nähe zu extremistischen Positionen“ organisiert worden, deren Interessen denen der tschechischen Republik zuwiderliefen. „Es ist klar, dass es auf unserem Territorium russische Propaganda und Desinformationskampagnen gibt und manche Personen einfach darauf hören“, so der tschechische Regierungschef.

In Deutschland könnten sehr schnell ähnliche Bilder zu sehen sein. Die AfD wie auch die Linke mobilisieren aktuell für Demonstrationen gegen die existenzvernichtende Politik der Ampelregierung. Verfassungsschützer äußerten bereits die Befürchtung, dass in Deutschland wie in Tschechien rechte und linke Gruppen gemeinsam auf die Straße gehen könnten. „Dagegen war das, was wir in der Corona-Pandemie erlebt haben, wahrscheinlich eher ein Kindergeburtstag“, so der linksradikale Amadeu-Antonio-Stiftungsbeirat und Thüringens Verfassungsschutzpräsident, der SPD-Funktionär Stephan Kramer in einem Interview. Seine linksradikale Genossin, Bundesinnenministerin Nancy Faeser fürchtet – was für ein Hohn! – eine Vereinnahmung von Demonstrationen durch „Extremisten“ und fordert das, was die Antifa-Freundin selbst nicht bereit ist zu tun: eine Abgrenzung. (SB)

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