Transgender (Symbolbild: shutterstock.com/Krakenimages.com)

Lehrerin erhält 95.000 Dollar nach Transstreit

Die Schule wollte, dass die Lehrerin ein Mädchen, das sich plötzlich als Junge fühlt, als „ER“ ansprechen sollte. Die Lehrerin verweigerte den durchgeknalllten Blödsinn und bekam von der Schule Schadenersatz

Die christliche Mathematik-Lehrerin Pamela Ricard, die an einer Schule im Bundesstaat Kansas unterrichtete, wird im April 2021 von seinem Amt suspendiert, nachdem sie sich mit Verweis auf ihre christliche Einstellung weigerte, einen sogenannten Trans-Schüler in seinem selbst-gewählten Geschlecht anzusprechen. Nach Unterrichtsende soll ein Mitschüler die Lehrerin per Mail informiert haben, dass die als Mädchen geborene Schülerin nun männlich sei und mittlerweile mit dem Pronomen „er“ angeredet werde und seinen Vornamen geändert habe. Wie die Bild-Zeitung berichtete, soll Ricard den „Trans-Schüler“ laut Klage ohne Pronomen angesprochen haben und nur deren Nachnamen genutzt haben. Der Mitschüler, der die Mail geschrieben hatte, stürmte wutentbrannt aus dem Klassenzimmer – und legte der Lehrerin dabei einen Zettel auf den Tisch. Darin nannte er sie „transfeindlich“ und schrieb dazu über den Trans-Schüler: „Sein Pronomen ist ,er’.“

Etwas später hat die Schule eine Anordnung der Schulbehörde für alle Lehrer erlassen, aus der hervorgeht, dass die neuen Geschlechtsformen von Trans-Schülern in der Anrede zu nutzen seien. Besonders bizarr: Gegenüber den Eltern der Kinder sollte aber nach wie vor weiter der im Pass eingetragene Name verwendet werden.

Inzwischen hatte die Lehrerin aber eine Klage eingereicht, in der klar gestellt wurde, dass Frau Ricard glaubt, dass Gott den Menschen entweder als Mann oder als Frau geschaffen hat und dass dieses Geschlecht in jedem Menschen vom Moment der Empfängnis an festgelegt seien. Diese könne daher auch nicht geändert werden, unabhängig von den Gefühlen, Wünschen oder Vorlieben des Einzelnen.

In einem Art Vorverfahren hatte ein Richter im Mai bereits entschieden, dass die Lehrerin ihre Schüler zwar mit deren neuen Vornamen anreden solle, aber diese bei Mädchen keine männliche Pronomen verwenden müsse. Im Hauptverfahren kam es jetzt zum Vergleich und zur völligen Rehabilitierung der Lehrerin. Laut „Washington Post“ hat die Schule jetzt einen außergerichtlich Vergleich angestrebt und Ricard 95 000 Dollar bezahlt. Man wollte den Prozess vor Gericht vermeiden. Mittlerweile unterrichtet sie in einem anderen Bundesstaat. Laut ihrem Anwalt aus familiären Gründen. (SB)

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