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Dumm, dümmer, Dunkel-Habeck: „Leuchtreklame aus“ kostet mehr als sie spart

Wieder gebiert der grüne Kinderbuchtautor und amtierende Wirtschaftsminister Habeck eine Idee, die sich als fatal herausstellt: Das vorübergehende Verbot beleuchteter Werbetafeln zur Energieeinsparung lässt sich nicht kurzfristig umsetzen, teilt nun der Fachverbandes Außenwerbung (FAW) mit. Ab 1. September dürfen sie nur noch ganze sechs Stunden erstrahlen – so will Habeck Strom sparen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Umsetzung der Verordnung kostet nicht nur mehr als sie einspart, auch mit Schäden an den Anlagen wird gerechnet.

Eigentlich dürfen seit 1. September zwischen 22 Uhr und 16 Uhr „beleuchtete oder lichtemittierende Werbeanlagen“ nicht betrieben werden, heißt es in der Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen (EnSikuMaV). Die Branche bemühe sich zwar, die Verordnung umzusetzen, doch bei 92.500 betroffenen Werbetafeln sei das nicht schnell möglich.

„Beim weitaus größten Teil der betroffenen Anlagen handelt es sich um analoge Werbeträger, die bisher mit einer Dämmerungsautomatik ausgestattet sind“, erklärt FAW-Geschäftsführer Kai-Marcus Thäsler. „Diese Dämmerungsautomatik muss an jeder einzelnen Fläche von einem Elektriker gegen eine Zeitschaltuhr ausgetauscht werden.“ Darüber hinaus sei die Beleuchtung bei allen verglasten Werbeanlagen gerade in der feuchten und kalten Jahreszeit eine Wärmequelle, die verhindere, dass die Anzeigetafeln beschlagen und zufrieren.

„Um nachhaltige Schäden an den Anlagen zu verhindern, müssten anstelle der Beleuchtung Heizsysteme eingebaut werden, deren Energiebedarf aber um ein Vielfaches größer wäre“, weiß Kai-Marcus Thäsler. Die Umrüstung würde wohl länger dauern, als die Energiesparverordnung gilt. Schon Ende Februar nächsten Jahres endet das Beleuchtungsverbot.

Laut dem FAW fehlen sowohl die nötigen Materialien als auch die Fachkräfte, um die notwendigen Arbeiten schnell umzusetzen. „Darauf haben wir den Verordnungsgeber bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt hingewiesen“, meint der FAW-Geschäftsführer. „Wir müssen davon ausgehen, dass die flächendeckende Umrüstung mehrere Monate in Anspruch nehmen wird.“

Wackelt dank Grünen die nächste Branche?

Nicht nur die Umsetzung erweist sich als kaum möglich. Das rigorose „Aus“ könnte auch für die Branche laut Welt erhebliche finanzielle Folgen haben. Logisch, denn Werbekunden, die die sogenannten OOH-Anlagen (Out of home) für teures Geld gebucht haben, werden für einen sechs Stunden Betrieb nicht oder nur noch weniger zahlen wollen.

Noch sei es zu früh, um die wirtschaftlichen Folgen der neuen Habeck-Verordnung konkret zu beziffern, heißt es beim FAW. Viel werde zunächst davon abhängen, „in welchem Maß die Kunden unseres Mediums die Ziele der Verordnung mitzutragen bereit sind und wir mit ihnen gemeinsam zu einer Lösung finden, wie die temporär eingeschränkte Leistung von OOH im Sinne der Kunden ausgeglichen werden kann“, so Thäsler. „Hier sind unsere Mitgliedsunternehmen mit ihren Kunden intensiv im Gespräch.“

Robert Habeck´s Wirtschaftsministerium geht von einer Stromersparniss von zwei Prozent aus. Wie die „Experten“ darauf kommen, ist völlig unklar, denn der Stromverbrauch unterliege dem Betriebsbgeheimnis der Unternehmen, teilt der FAW mit.

Klar sei laut dem FAW-Geschäftsführer Thäsler aber schon jetzt,  „daß die Kosten für die beschriebene technische Umrüstung der Werbeträger sowohl hinsichtlich des Energieverbrauchs, der dabei entsteht, als auch mit Blick auf die benötigten Investitionen die erreichbaren Einsparungen bei Weitem übersteigen werden.“ (MS/dts)

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