Herzschlag (Bild: shutterstock.com/u3d)

Ungarn verschärft Abtreibungsregeln: Werdende Mutter muss vor Eingriff die Herztöne ihres Kindes hören

Ein Kind abzutreiben verkommt in Ungarn – anders als in Deutschland – nicht zum belanglosen Eingriff. Ab Donnerstag soll in Ungarn eine neue Regel bei einer Abtreibung gelten: Frauen sollen sich vor dem Abbruch die Herztöne ihres Embryos anhören. Links-woke „Frauenrechtsorganisationen“ laufen Sturm und beklagen, dass damit der Druck auf ungewollt Schwangere steige.

Eine Schwangerschaft abzubrechen, ein Kind abzutreiben ist – man mag es wenden und drehen wie man es will – die Tötung eines wehrlosen Menschen. Ungarns Regierung will, damit dieser Umstand der abtreibungswilligen Frau auch bewusst ist, die vergleichsweise liberalen Abtreibungsregeln des Landes per Dekret verschärfen. Vorgesehen ist, dass Ärzte verpflichtet werden, abtreibungswilligen Frauen die Vitalfunktionen ihres Kindes nahezubringen. Demnach muss eine Frau bei der Beantragung eines Schwangerschaftsabbruchs eine fachärztliche Bescheinigung vorweisen, der zufolge ihr „die Faktoren, die auf das Vorliegen der Lebensfunktionen des Embryos hinweisen, auf eindeutige Weise zur Kenntnis gebracht wurden“. Eindeutig zur Kenntnis genommen, dass es sich um lebendes Wesen handelt, hat die werdende Mutter dies dann, wenn sie die Herztöne ihre Embryos angehört hat.

Das ungarische Innenministerium teilte am Montag mit, „fast zwei Drittel der Ungarn assoziieren den Beginn des Lebens eines Kindes mit dem ersten Herzschlag“. Moderne Geräte könnten Herzschläge bereits früh in der Schwangerschaft erkennen und so „umfassendere Informationen für schwangere Frauen“ liefern.

Die Regelung tritt laut Medienberichten am Donnerstag in Kraft. In Ungarn gilt für Abtreibungen eine Fristenlösung. Frauen können sich bis zur zwölften Woche auf eine persönliche Krisensituation berufen. Ähnlich wie in Deutschland gibt es auch eine Beratungspflicht.

Sogenannte Frauenrechtsorganisationen laufen aktuell Sturm und beklagen, dass diese den Druck auf Frauen, die sich durch eine ungewollte Schwangerschaft ohnehin schon in einer äußerst schweren Lage befinden, erhöhe. Vielleicht aber wird durch dieses Dekret Frauen, denen von links-grünen Familienzerstörern seit Jahren erzählt wird, es handle sich bei ihrem ungeborenen Kind um einen Zellhaufen und bestünde zudem das „Recht“ auf Abtreibung, ein Umdenken angestoßen. Und vielleicht werden solche Gestalten wie Jutta Dithfurth, die davon heute noch schwärmt, dass ihre 2. Abtreibung die schönste war und sie keine ihrer drei Abtreibungen je bedauert oder bereut habe, weniger.

In den Kommentarbereichen deutscher Mainstreammedien trifft das ungarische Vorhaben auf wenig Ablehnung:

„Was ist falsch daran, denjenigen Frauen, die sich mit der Mär vom „Zellhaufen“ selbst belügen, noch einmal die Fakten zu präsentieren, bevor sie etwas tun, was sie möglicherweise ein Leben lang bereuen?“

„Super Idee. Passt den Hardcorefeministinen bestimmt nicht, die wollen ja nur ihre Rechte sehen und nicht die anderer Menschen. In Sachen Abtreibung muss ein gesunder Mittelweg gefunden werden. Im Westen ist das Abtreiben ja fast schon eine Lifestyleentscheidung. Abtreibung ja, aber nur als letzte Lösung. Nicht als Ersatz für die Pille, Kondom oder einfach Blödheit bei der Partnerwahl.“

„Eines der Argumente der Abtreibungsbefürworter ist ja regelmäßig „der Fötus sei kein richtiges Leben“. Wer dieser Meinung ist, der kann sich auch den „unechten“ Herzschlag anhören.“

„Wer das Leben Anderer (auch das seines Ungeborenen) beenden will, muss sich aller Konsequenzen bewusst sein.“  (SB)

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