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Warum die Rechte auch die Linke sein muss

60 Prozent der privaten Haushalte in Deutschland benötigen ihre gesamten monatlichen Einkünfte und mehr, um die laufenden Ausgaben zu decken. Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 3600 Euro haben derzeit am Monatsende kein Geld mehr übrig und müssen Lücken teilweise durch eigene Ersparnisse füllen.
Von Wolfgang Hübner
Diese alarmierenden Fakten, Folgen der Inflation und Russland-Sanktionen, stammen nicht von der Linkspartei, sondern aktuell vom Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Das sind die Tatsachen, die den Freunden der europäischen Schuldenunion, der Waffenlieferungen an die Ukraine und der Masseneinwanderung von Sozialflüchtlingen dreimal täglich um die tauben Ohren geschlagen werden sollten.
Im Bundestag bilden diese Agenten der Volksverarmung die überwältigende Mehrheit, in den Medien, Amtskirchen und selbst den korrumpierten Gewerkschaften auch. Deshalb hat die deutliche Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland keine relevante soziale Stimme mehr. Und die offensichtlich tief gespaltene Linkspartei ist weder fähig noch willens, diese klaffende gesellschaftliche Lücke zu füllen, was auch besser so ist. Umso mehr fällt diese Aufgabe der AfD und einer dringend notwendigen sozialpatriotischen Bewegung zu. Wenn die deutsche Rechte sich dieser Herausforderung verweigert oder an dieser versagt, wird sie unweigerlich scheitern. Zugespitzt gesagt, muss diese Rechte auch die klassische Aufgabe einer Linken übernehmen, die sich mit Identitätspolitik und Minderheitentralala als soziale Kraft abgemeldet hat.
Die Rechte sollte sich nicht der Illusion von Querfrontbündnissen hingeben. Diese sind in anderen Staaten durchaus möglich, wie zum Beispiel kürzlich bei der Großdemonstration in Prag zu erleben war. Doch die Fronten sind in Deutschland zwischen Links und Rechts so feindselig verhärtet, dass selbst eine Sahra Wagenknecht eher in die Isolation weichen würde, als den organisierten Kontakt zur AfD zu suchen. Auch in der AfD selbst und sich selbst als konservativ bezeichnenden Kreisen gibt es starke Kräfte, die mit einer sozialen Mission der Rechten nicht nur nichts anzufangen wissen, sondern dieser Aufgabe offen ablehnend gegenüberstehen. Das muss sich ändern, und zwar möglichst bald. Denn alle Signale für die Zukunft deuten auf harte soziale Auseinandersetzungen hin. Diese Schlachten brauchen eine Rechte, die auch eine Linke ist.

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