Karl Lauterbach (Bild: shutterstock.com/Juergen Nowak)
Karl Lauterbach (Bild: shutterstock.com/Juergen Nowak)

Ist Lauterbach doch nicht so irre, wie er immer tut? Corona-Karli-Lauterbach zeigt Beatrix von Storch an

Corona-Master Karl-Karli-Lauterbach zeigt sich hoch empfindlich. Angeblich soll die AfD-Politikerin Beatrix von Storch den Corona-Paranoiker im Bundestag einen Vogel gezeigt haben. „Sie sind völlig irre!“, habe sie dazu bemerkt. Das nimmt Karli-Dünnhäutig nun zum Anlass, von Storch wegen Beleidigung anzuzeigen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki indes wartet mit einer abweichende Version der Geschehnisse auf. 

Von Storch soll nach Wahrnehmung unseres Corona-Panik-Papstes nach seiner Rede zum Infektionsschutzgesetz in Richtung Regierungsbank geschaut, Blickkontakt zum Minister gesucht und laut vernehmlich die Worte „Sie sind völlig irre!“ geäußert haben. Begleitet sei die Feststellung von einer kreisrunden Fingerbewegung am Rande ihrer Stirn worden sein, was unser Corona-Karli als einen „Vogel zeigen“ interpretiert habe.

Bei der dann erfolgten Anzeige bei der Polizei führte Karli Lauterbach den Parteibuch-Liberalen FDP-Bundesverkehrsminister Volker Wissing und Genossin Annette Kramme , die SPD-Funktionärin besetzt den Posten der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Soziales, an.

Auf Twitter teilt und Lauterbach die heldenhafte Tat mit den Worten mit:

Bundestagspräsident Wolfgang Kubicki, der die Sitzung leitete, hat laut der Welt jedoch eine andere Darstellung der Welten bewegenden Geschehnisse: Nach Anforderung des Protokolls vom stenografischen Dienst habe er festgestellt,, dass der von von Storch lautete: „Das ist doch irre““. Diese Formulierung sei jedoch „nicht sanktionsfähig, weshalb ich in Übereinstimmung mit der Bundestagsverwaltung keinen Ordnungsruf erteilte“. Hätte die von Lauterbach angezeigte Äußerung im Protokoll gestanden, hätte er „Ordnungsmaßnahmen ergriffen“, so Kubicki. Ein Auszug des Sitzungsprotokolls liegt WELT vor, darin wird die AfD – nicht namentlich von Storch – mit dem Zwischenruf “Das ist ja irre!“ zitiert.

Beatrix von Storch kommentiert das Theater von Lauterbach gegenüber der dpa mit den Worten: „Lauterbach hat jeden Bezug zur Realität verloren. Das bekräftige ich gern auch noch mal. Seine Corona-Panik ist irrational und zeigt Züge von Besessenheit. Dass er den Meinungsstreit um seine Politik jetzt mit Anzeigen austragen will, zeigt, dass er die Nerven verliert.“

Auf Twitter veröffentlicht die AfD-Politikerin das nachfolgende Statement:

Auch im Welt-Kommentarbereich scheint sich die Erkenntnis breit zu machen, dass von Storch mit ihrer Feststellung mehr als nur recht hat:

„Frau von Storch hat Recht! Sie hat im Plenum Recht und auch mit dem was Sie danach gesagt hat. Für mich ist der Herr Lauterbach irre!“

„Wegen so einer Lappalie eine Anzeige, als ob Polizei und Justiz nicht was besseres zu tun hätte. Früher ging es da mehr zur Sache, dann gab es eine Replik und gut war es.“

„Dass es dafür erstmal eine AFD-Abgeordnete braucht, damit jemand mal ausspricht, was jeder mit gesundem Menschenverstand denken dürfte.“

„Wo sie recht hat, hat sie recht.“

„Bei dem was ich so aus Bundestagsdebatten sehe, ist es meist die AfD, die beleidigt und diffamiert wird.“

„Sorry, aber in diesem Kasperltheater kann man nur noch weinen.“

„Von Storch sollte Lauterbach wegen falscher Verdächtigung und Verleumdung anzeigen. Das hat große Aussicht auf Erfolg.“

(SB)

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