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Immer hereinspaziert: Noch mehr unerlaubte Einreisen über Grenze zu Tschechien

Berlin – Da geht bestimmt noch was, nicht wahr, Frau Faeser? Die Zahl der illegalen Einreisen von Flüchtlingen und Migranten an der deutsch-tschechischen Grenze nimmt zu. In der zweiten Septemberwoche (36. Kalenderwoche) registrierte die Bundespolizei 1.335 unerlaubte Einreisen aus Tschechien, in der Woche davor waren es noch 885. Das geht aus Zahlen der Bundespolizei hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben) berichten. Mitte bis Ende August hatte die Polizei an der Grenze zu Tschechien pro Woche noch gut 600 unerlaubte Einreisen registriert.

Vor allem aus Syrien, aber auch aus der Türkei kommen die Geflüchteten und Migranten, die über Tschechien nach Deutschland einreisen. Auch insgesamt steigt die Zahl unerlaubter Einreisen in die Bundesrepublik leicht an. An allen Grenzen zählte die Bundespolizei demnach in der zweiten Septemberwoche 3.156 irreguläre Migranten.

Mitte August waren es pro Woche noch gut 2.000. Zuletzt hatten sich Berichte über ansteigende Asylzahlen in Deutschland gemehrt. Mehrere Städte und Kommunen richteten nach eigenen Angaben Notunterkünfte ein, da die Kapazitäten in den Unterbringungen und Erstaufnahmeeinrichtungen ausgeschöpft sind. Vor allem aufgrund der Hunderttausenden geflohenen Ukrainer ist die Belastung der Kommunen derzeit hoch.

„Wir erleben eine Zunahme der Migration nach Deutschland. Das ist bisher nicht vergleichbar mit dem Andrang an die Grenzen, den wir 2015 und 2016 erlebt haben. Und doch besteht Handlungsdruck, um unerlaubte Einreisen zu begrenzen“, sagte Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, den Funke-Zeitungen auf Nachfrage.

Notwendig seien „mehr mobile Grenzkontrollen an den östlichen Grenzen der Bundesrepublik“. Roßkopf hob hervor: „Dafür benötigt die Bundespolizei jedoch mehr mobile Kontrollstellen, mit denen vor Ort Ausweisdokumente kontrolliert werden können, sowie moderne Grenztechnik wie etwa Drohnentechnik für Überwachungsmaßnahmen.“ Kriminelle Schleuser-Gruppen würden „professioneller agieren, ihre Routen ständig variieren“, so Roßkopf.

Darauf müsse die Polizei „reagieren und mobiler bei den Kontrollen werden“.

Und wenn dann erstmal der Strom ausfällt und die Polizei im Dunkeln steht – was meint Ihr, was dann an den Grenzen los sein wird! (Mit Material von dts)

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