Aha-Effekt (Bild: shutterstock.com/Pfaddoc)

Setzt langsam das Gehirn ein? Landrat stellt fest: Flüchtlinge werden in „soziale Hängematte“ gelockt

Der Präsident des Landkreistages, der Tübinger Landrat Joachim Walter scheint vor dem Hintergrund massiv ansteigender Migrationszahlen den Wahnsinn erkannt zu haben und warnt vor Pull-Effekten in die soziale Hängematte . Bisher hätten die Kommunen die Aufnahme der „Flüchtlinge“ relativ geräuschlos bewerkstelligt. Nun sei man jedoch an einem Kipppunkt. Man laufe Gefahr, das Land und dessen Bürger in eine Überforderung zu manövrieren. Die Bundesregierung müsse jetzt dringend umsteuern und Pull-Effekte abstellen.

Joachim Walter, CDU-Politiker und seines Zeichens Präsident des Baden-Württemberger Landkreistages, spulte gegenüber der Südwest Presse am Montag die gewohnten Sprechblasen ab: Man stehe klar dazu, Menschen aufzunehmen, die aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland fliehen. Zunehmend kämen aber Ukrainer nach Deutschland, die bereits – und dieses Spielchen kennt man bereits ausgiebig von anderen „Flüchtlingsgruppen“ – sichere Unterkünfte in anderen EU-Staaten wie Polen, Spanien oder Italien hätten. Mir haben zum Beispiel ukrainische Männer gesagt: Wir arbeiten schon seit Jahren in Polen, mit Kriegsbeginn haben wir unsere Familien nachgeholt, sagte Walter. Jetzt haben wir von Verwandten erfahren, dass wir mitsamt Familie in Deutschland ohne Gegenleistung mehr Geld in die Hand bekommen als in Polen mit Arbeit. Dass solche Rechnungen angestellt würden, könne man den Menschen nicht verübeln. Aber das Signal, das Deutschland hier aussendet, ist völlig falsch.

Im Weltversorgungsland Deutschland erhalten Ukrainer und solche, die sich dafür ausgeben, seit dem 1. Juni jenen Hartz IV-Satz, den Deutsche ebenfalls erhalten. Ebenfalls steht die Option offen, eine eigene Wohnung anzumieten und eine Arbeit aufzunehmen. Die erste Variante des Rund-um-Sorglospaketes hat natürlich eine starke Anziehungskraft, stellt der CDU-Funktionär Walter fest. “ Wenn Deutschland solche Pull-Effekte setzt, werden wir eine gerechte europäische Verteilung der Flüchtlinge nicht hinbekommen. Die Kapazitäten vor Ort seien nahezu erschöpft, zunehmend müsse man Sporthallen belegen. Vielfach handle es sich um gut ausgebildete Menschen, die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt wäre da. Das derzeitige deutsche System mit europaweit beispiellos hohen Leistungen lockt die Menschen dagegen eher in die soziale Hängematte als sie zur Arbeit zu motivieren“, so die politisch fast schon unkorrekte Kritik des Landrates. (SB)

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