Foto: Atomkraftwerk (über dts Nachrichtenagentur)

Habeck macht’s möglich: AKWs brauchen in Reserve bis zu 720.000 Kilowattstunden pro Tag

Berlin – Eigentlich kann kein Mensch, nicht mal ein Grüner, so wenig Latten am Zaun haben, dass er nicht weiß, was passiert, wenn man die AKW im Reservebetrieb hält. Es kann also nur ein böser Plan dahinterstecken: Die Atomkraftwerke Isar 2 und Neckarwestheim II werden jeweils voraussichtlich zwischen 480.000 und 720.000 Kilowattstunden Strom pro Tag verbrauchen, wenn sie – wie geplant – ab Januar 2023 nur noch bereitstehen sollen, um eine „Abrufbarkeit als Reserve“ zu ermöglichen. Das geht aus einer Antwort von Christian Kühn (Grüne), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium, an den AfD-Bundestagsabgeordneten Thomas Seitz auf dessen schriftliche Anfrage hervor. Das am Donnerstag abgeschickte Schreiben liegt der dts Nachrichtenagentur vor.

„Dies entspricht einer Strommenge von 20 bis 30 MWh in einer Stunde, oder dem vierundzwanzigfachem an einem Tag“, heißt es darin. „Während des Anfahrvorgangs würde sich die benötigte Leistung der Atomkraftwerke gegenüber der Bereitschaft etwa verdreifachen, bis zu dem Zeitpunkt, an dem das jeweilige Atomkraftwerk seinen eigenen Bedarf decken kann“, so Kühn weiter, der sich auf Angaben der Betreiber bezieht. Im Vergleich dazu liege die Leistungsaufnahme einer abgeschalteten Anlage ohne Anfahrbereitschaft für die Einsatzreserve aber auch noch im Bereich von 10 bis 15 MW, so der Grünen-Politiker.

Das entspricht also etwa der Hälfte des Bereitschaftsdienstes, oder zwischen 240.000 und 360.000 Kilowattstunden pro Tag.

Atomkraftwerke in Reserve lohnen also nicht, Atomkraftwerke im Betrieb kommen nicht in Frage. Und die Grünen haben mal wieder gewonnen. Die Bürger natürlich verloren. (Mit Material von dts)

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