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Neuer Spartipp: Kältetot gegen Putin

Die Schlagzeile ist natürlich ironisch gemeint. Aber so langsam geht dieses ewige Geschwätz um die Atomkraftwerke wohl fast jeden auf den Senkel: Und sie reden und reden, debattieren und diskutieren, fordern und wünschen sich – zum Schein selbstverständlich, denn noch sind die Grünen am Drücker. Und diese werden alles in ihrer Macht stehende tun, um zu verhindern, dass die Bürger in Deutschland mit sauberer und preiswerter Energie versorgt werden. Obwohl der Druck, jetzt zum beginnenden Herbst immer größer wird:

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat eine Verlängerung der Atomlaufzeiten um bis zu 15 Jahre ins Gespräch gebracht. „Wenn wir den Zeitraum für die Endlagersuche betrachten, ist es doch nicht entscheidend, ob die deutschen Atomkraftwerke fünf, zehn oder 15 Jahre länger am Netz bleiben“, sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). „Damit meine ich nicht nur die drei verbliebenen Meiler, sondern alle, die sich reaktivieren lassen.“

Kretschmer forderte: „Es geht darum, eine neue Energiewende aufzusetzen.“ Dafür müsse eine Expertenkommission eingesetzt werden. „Natürlich müssen wir klimaneutral werden. Bisher war Gas als Brückentechnologie geplant. Das wird vermutlich so nicht gehen, also brauchen wir gemeinsam einen neuen Weg.“ Der Ministerpräsident betonte: „Wir dürfen den Kohleausstieg nicht vorziehen und wir müssen die Atomkraftwerke länger laufen lassen.“

Kernkraft sei eine CO2-freie Energieform. Die Meiler müssten am Netz bleiben, „so lange wir sie brauchen“.

Der Stromnetzbetreiber 50Hertz hat derweil Zweifel, ob die süddeutschen Kernkraftwerke Ende des Jahres vom Netz genommen werden können. „Aktuell entwickelt sich die Situation nicht so gut wie erhofft“, sagte 50Hertz-Chef Stefan Kapferer den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Samstagsausgabe). So sei die Lage in Frankreich nach wie vor sehr schwierig und auch bei den deutschen Kohlekraftwerken bleibe noch viel zu tun.

„Ich bewerte die derzeitigen Äußerungen des Wirtschaftsministeriums so, dass die Entscheidung zu den süddeutschen AKW noch nicht abschließend getroffen wurde“, so Kapferer. Angesichts der angespannten Lage auf dem Strommarkt appelliert der Netzbetreiber an die Verbraucher, nicht nur Gas, sondern auch Strom zu sparen. „Jeder hat Möglichkeiten, Energie zu sparen, indem er zum Beispiel sparsamere Kühlschränke nutzt, nicht alle Zimmer gleichzeitig beleuchtet“, sagte Kapferer.

Das höre sich nach wenig an, „aber das Stromsystem ist diesen Winter so knapp angelegt, dass auch ein Verbrauchsrückgang von fünf Prozent enorm viel bringen würde“.

Lieber Herr Kapferer: Was halten Sie davon, wenn wir alle den Kältetot sterben? Was würde das für Energie sparen! Also sparen Sie sich ihre Sparvorschläge, damit ersparen Sie uns jede Menge Schwachsinn. Die Bürger haben den Boykott nicht unterzeichnet, sollen diejenigen doch leiden, die dafür sind, oder das veranlasst haben. (Mit Material von dts)

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