Herr der Ringe (Bild: shutterstock.com/eXodusN)

Ein Film, sie zu knechten, sie alle zu belehren, ins Woke zu treiben und ewig zu nerven!

„Der Herr der Ringe – Die Ringe der Macht“ heißt die neueste, sündteure Amazon-Produktion, die mit der Welt des britischen Schriftstellers und Philologen John Ronald Reuel Tolkien hantiert. Amazon machte aus Tolkiens Werk einen ungenießbaren Brei aus moderner linker Weltsicht, garniert mit einem Hauch von Tolkien.

Wer das Silmarillion gelesen, oder als Hörbuch genossen hat – das im Vergleich zu „Herr der Ringe“ wesentlich größere Epos Tolkiens und sozusagen die Genesis der Völker Valinors, Numenors und Mittelerde – der kann bei dieser Amazon-Produktion nur das kalte Grausen bekommen.

Jeder ernsthafte Tolkien-Fan hat eine relativ klare Vorstellung von Mittelerde und dessen Entstehung, so wie von der Ethnogenese der zahlreichen Völkerschaften, die diese Welt bewohnen. Da gibt es natürlich die Elben, die „Erstgeborenen“, die Lieblinge der Götter, welche in jener Welt „Valar“ genannt werden. Diese an Engel erinnernden, unsterblichen Wesen (es sei denn, sie werden getötet) sind von hochgewachsener, edler Gestalt und verfügen über übermenschliche Kräfte, sowohl körperlicher, als auch geistiger und sogar magischer Natur. Sie sind den Valar bis zum Exodus aus ihrer Urheimat, der Götterinsel „Valinor“ treu ergeben. Aufgehetzt vom Valar „Melkor“, der in Tolkiens Epos die Rolle des ewig quertreibenden Bösen übernimmt, macht sich ein Teil der Elben per Schiff auf, um ferne Gestade zu besiedeln, der vermeintlichen Knute der Götter zu entkommen und sich auf eigene Faust zu emanzipieren. Diese neue Heimat finden die Elben in Mittelerde.

Ein Auswandererstrom wird von der Elbenfürstin Galadriel angeführt und unter großen Verlusten über die „Helcaraxe“ geleitet, das Eismeer im hohen Norden Mittelerdes. Galadriel ist ein edles Wesen, das ihre Weisheit aus den Jahrtausenden ihrer Existenz bezieht. Ihre Stärke ist vor allem ihre Besonnenheit, die sie als vielgeachtete Anführerin empfiehlt und ihr jene Erhabenheit verleiht, die von der Schauspielerin Cate Blanchet in Peter Jacksons Filmtrilogie „Der Herr der Ringe“ in sehr überzeugender und souveräner Art und Weise verkörpert wurde.

In der Amazon-Serie wird Galadriel allerdings zur blutarmen Emanze, zur Kampflesbe, die bei jeder Gelegenheit der Männerwelt, egal ob menschlich oder elbisch, zeigen muss, wie es geht und wo der gottverdammte Hammer hängt. Quasi im Alleingang besiegt sie einen schrecklichen Höhlentroll – eine Urgewalt, der vier oder fünf andere Elbenkrieger nicht gewachsen waren – ein paar Shaolin-Moves, der Todesstoß und am Ende Galadriels überlegenes Grinsen in Richtung ihrer Mitstreiter, die ohne sie kläglich versagt hätten, welches sagen will „Habt Ihr das gesehen, Ihr Pfeifen!? So geht das!“ In Jacksons „Herr der Ringe musste ein derartiger Troll noch mit vereinten Kräften zur Strecke gebracht werden und die Besten der Besten hatten größte Mühe, zu schaffen, was der Amazon-Galadriel natürlich megaleicht von der Hand ging!  Am peinlichsten – neben den unzähligen Powerlady-Kampfszenen – ist jene Sequenz, in der sie von allerlei Last in einem Seil verheddert vom Floß in die Meerestiefe gezogen wird, das Bewusstsein verliert, von einem Mann, der sich später als wahrer Thronfolger der Südlande herausstellt, gerettet wird, jedoch kaum an der Wasseroberfläche angekommen schon wieder quickfidel das Ruder und die Initiative ergreift, um dann ihren Retter aufs Floß zu ziehen, obwohl sie gerade vor Sekunden noch bewusstlos und halb tot war. Ähnlich schmerzhaft ist die Szene, in der „Galadriel“ mit Elendil auf Numenor zur Halle der Weisen reitet und plötzlich in Verzückung gerät und, obwohl sie eigentlich voll der Sorge um Mittelerde sein müsste, blöde lachend über das Land galoppiert, nur damit der Zuschauer kapiert, welch tolle Frau da auf einem Pferderücken unterwegs ist. Gibt es bei solchen Produktionen eigentlich niemanden, der zwischendrin einfach mal sagt: „Halt, Stopp – das können wir so nicht machen! Das passt nicht!“ ?

Man wird einfach das Gefühl nicht los, dass die Macher dieser Amazon-Produktion sich keine Sekunde mit dem Silmarillion beschäftigt haben und wahrscheinlich glauben, dass „Dunkelelben“ Elben mit dunkler Hautfarbe oder dunklen Haaren sind, in etwa vergleichbar mit Vampiren oder einem Bunch of Grufties. Dazu nur zur Info an Amazon und das ahnungslose Woke-Gesindel da draußen – Dunkelelben sind auch allesamt von bleicher Hautfarbe! Sie werden nur Dunkelelben genannt, weil sie, im Gegensatz zu anderen Elben nie die Lichter von Valinor gesehen haben. Aber dies sind nur „Feinheiten“, die Leute nicht interessieren dürfte, die regelrecht beseelt sind vom Gedanken, in wirklich jede Geschichte ihre politische Botschaft zu quetschen, die nicht erzählen will, sondern belehren soll.

Die Elben sind bei Tolkien meist anmutig und von derart erhabener Gestalt, dass der Hobbit Sam Gamdschie im Ring-Epos es kaum erwarten konnte, diese uralten, übermenschlichen Geschöpfe zu Gesicht zu bekommen. In der Amazon Produktion werden aus diesen Wesen unansehnliche Quadratschädel – der beste und edelste unter ihnen natürlich Arondir, das farbige Pendant zum Elben Legolas, bei Peter Jackson gespielt von Bleichgesicht Orlando Bloom! Arondir bandelt, durch und durch beseelt vom Gedanken der klassenlosen Gesellschaft, mit der alleinerziehenden Menschenfrau Bronwyn an, gemimt von der gebürtigen Iranerin Nazanin Boniadi. Bronwyn, die im gesamten original Tolkien Werk nicht vorkommt, tut selbstredend das, was Frauen in der Welt linken Zeitgeistes stets zu tun pflegen – sie übernimmt unangefochten die Führung über ihr Volk und glänzt fortan mit Weitsicht, alleinigem Durchblick, Weisheit, Charakterstärke und Durchsetzungsvermögen. Die Rolle sämtlicher Kerls in ihrem Dunstkreis beschränkt sich auf blöd Schauen, blinder Gefolgschaft und einer halbherzigen Rebellion, deren Anhänger natürlich scheitern müssen, weil sie die kluge Expertise der Führerin Bronwyn in den Wind schlugen.

Die farbige Schauspielerin Sophia Nomvete, mit iranischen und südafrikanischen Wurzeln spielt Disa, die Gemahlin des Zwergenprinzen Durin IV. Sie selbst beschreibt ihre Figur als „knallhart“, und ihre Stimme sei „geeignet, Berge zu bewegen“. Und so bedient sie erwartungsgemäß typische „Black Lives Matter“-Attitüden. Sie ist laut, schrill, ewig aufgeregt, großmäulig, vorlaut und unerträglich besserwisserisch, so dass man vor lauter Fremdscham kaum das Ende der jeweiligen Szenen erwarten kann. Da ist einfach viel zu viel Harlem und Queens, viel zu viel Whoopie Goldberg, viel zu viel Jo Raps MTV-Ghetto-Gekasper drin, die das unvergleichliche Werk des Engländers Tolkien zum letztendlich lächerlichen Slapstick herunterwirtschaften. Doch das muss so sein, denn wie Sophia Nomvete, die ohnehin schon bei jeder sich bietenden Interview-Gelegenheit mit ihrer Black Live´s better-Botschaft herausplatzt, verkündete:

Ich zeige Flagge, damit auch die Generationen nach mir sich in einem Franchise dieser Größenordnung wiederfinden können.[1]

, was nichts anderes heißt, als – Tolkiens Stoff muss „schwarz“ werden.

Auch die Herrscherin der Insel Numenor ist farbig. Natürlich „Herrscherin“! Unter dem Rang einer Königin, oder zumindest eines Elben-Superstars geht es schließlich nicht unter der Ägide von „Woko-Haram“!

Obwohl Tolkien seine Welt genau beschrieben hatte und nach eigener Aussage ganz bewusst ein Epos kreierte, das sich aus europäischen Mythen und Sagen speist, machte Amazon eine Bühne für bedingungslose Multikulti-Propaganda in Union mit hemmungslosem Feminismus daraus. Die Kritik an der Kritik ist ebenso getragen von politischer und weltanschaulicher Triebfeder des linken Zeitgeistes und geht leider keine Sekunde auf das eigentliche Werk Tolkiens ein, sondern lediglich auf die „wichtige“ Botschaft, die nun von „Rechten“ und „Rassisten“ angeblich in den Dreck gezogen wird.

Offensichtlich weder das woke linke Establishment, noch die Amazon-Täter, die nichts anderes bewerkstelligten, als sich posthum an Tolkien und seinem Lebenswerk zu vergehen, haben sich mit dem Silmarillion, dem eigentlichen Hauptwerk Tolkiens befasst. Hier war und ist es ganz offenbar nur wichtig, diesen altehrwürdigen Stoff mit Zeitgeist zu füllen, wie eine fette Bockwurst, die am Ende keiner essen kann, weil ihm sonst übel wird. Diese mag der linken Belehrer-Community widerum gut schmecken, doch hätte man dafür nicht eine Milliarde Euro zum Fenster rauswerfen müssen. Eine Folge Tatort hätte es auch getan, um klarzulegen, wie wir alten Weißen Männer und alle anderen „Weißbrote“ die Welt zu sehen haben. Amazon will zeigen, wie bedeutungslos unsere Mythen, Fabeln, Geschichten und Sagen doch im Grunde sind, wenn sie nicht schleunigst im Geiste des Multikulturalismus aufgepeppt werden. In diesem Sinne dürfen wir nun nicht nur Tolkiens Elben, Zwergenfürsten und Inselherrscher, bewusst verkörpert durch nichteuropäische Schauspieler bewundern, sondern auch Julius Cäsar und Anne Boleyn.

Ich bin der Meinung, wenn schon ständig von „kultureller Aneignung“ gefaselt wird und es heutzutage bereits einem rassistischen Verbrechen gleichkommt, wenn ein „Weißbrot“ die Frechheit besitzt, sich Rastazöpfe wachsen zu lassen, dann bitte lasst doch gefälligst auch EURE Finger von UNSEREN Mythen. Am Ende findet man vielleicht sonst noch heraus, dass Tolkien, ebenso wie angeblich Beethoven, eigentlich ein Afrikaner war! Ich jedenfalls werde keine weitere Sekunde mit diesem sehr schlecht gemachten Amazon Schund verschwenden, in dem die politische Botschaft ALLES und der unerschöpfliche Geist von Tolkiens Welt NICHTS ist!

Euer Alp Mar

 

[1] https://www.rnd.de/medien/die-ringe-der-macht-besetzung-diese-schauspieler-und-schauspielerinnen-sind-in-der-herr-der-ringe-HO36BXXZTJBGJPKQH5GIK2FT6E.html

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