Precht beim Schwadronieren (Foto:Imago/Star-Media)

Ukraine-Botschafter Melnyk cancelt Mainstreamliebling Richard David Precht

Andrij Melnyk, Noch-Botschafter der Ukraine in Deutschland, ist nicht nur Taktgeber in der Ukrainepolitik der links-grünen Ampelkoalition, sondern nun auch Buchkritiker und Zensor in einer Person. Aktuell warnt er eindringlich vor dem Kauf eines Buches des ehemaligen Mainstreamlieblings Richard David Precht. 

Der vom Mainstream und vor allem von links-grünen Ü-40-Frauen über alles geliebte Talkshow-Philosoph Richard David Precht hat es sich mächtig verscherzt. Seit er sich erlaubte, eine andere Sichtweise auf den Ukrainekonflikt und den Umgang damit einzunehmen, hat er sich aus der kuschligen linken Ecke ins rechte Off geschossen.

Und nun dürfte es endgültig vorbei sein mit unserem Staats-Philosophen. Denn: Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine in Deutschland, hat den Stab über ihn gebrochen. Der ukrainische Taktgeber der links-grünen Ampelkoalition, der es durch diverse  Äußerungen wie Verhaltensweisen- die bei einer Regierung mit Rückgrat zur sofortigen Ausweisung geführt hätte – es nun doch geschafft hat, von seinem Posten abberufen zu werden, gibt nun – kurz bevor es heim in die Ukraine geht – auch noch den Buchzensor.

Auf Twitter warnt Buchkritiker Melnyk vor dem Kauf des Buches „Meinungsmache der Leitmedien“ von Richard David Precht und seinem Co-Autor Harald Welzer:

Dreist wie man Melnyk kennt, begegnet er aktueller Kritik im gewohnt rotzigem Ton:

meliky

 

In dem Buch, vor dem Melnyk in besonders marktschreierischer Art glaubt, warnen zu müssen, thematisieren die beiden Autoren, dass das was Massenmedien berichten, oft von den Ansichten und Eindrücken großer Teile der Bevölkerung abweicht  – gerade dann, wenn es um brisante Geschehnisse geht. So würde häufig der Eindruck entstehen, die Massenmedien in Deutschland seien von der Regierung oder dem Staat manipuliert. Nach Ansicht der Autoren hat jedoch die heutige Selbstangleichung der Medien mit einer gelenkten Manipulation nichts zu tun. Die Massenmedien in Deutschland seien keine Vollzugsorgane staatlicher Meinungsmache. Sie seien die Vollzugsorgane ihrer eigenen Meinungsmache: mit immer stärkerem Hang zum Einseitigen, Simplifizierenden, Moralisierenden, Empörenden und Diffamierenden. Und sie bilden die ganz eigenen Echokammern einer Szene ab, die stets darauf blickt, was der jeweils andere gerade sagt oder schreibt, ängstlich darauf bedacht, bloß davon nicht abzuweichen. Diese Angst sei laut Precht und Welzer der bestmögliche Dünger für den Zerfall der Gesellschaft.

In Melnyks Hasstriade gegen die beiden Autoren stimmen begeistert die gescholtenen Mainstreammedien ein. So die Süddeutsche, die in durch ihren Schreiberling Cornelius Pollmer fragen lässt, „wem das Buch eine Hilfe sein soll – und wobei“. Auch der öffentlich-rechtliche NDR scheint sich angesprochen und fühlt sich durch das Buch der beiden Leitmedien-Stars Richard David Precht und Harald Welzer passagenweise an ein „Querdenker“-Pamphlet erinnert. (SB)

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