Freiluftpsychiatrie „Fridays for Future“: Schwarzer Taschendieb wird zum Rassismus-Opfer stilisiert



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FFF-Kundgebung am letzten Freitag (Foto:Imago)

Die Klimasekte „Fridays for Future” (FFF) scheint die empirische Geschichtserfahrung zu bestätigen, dass politische Bewegungen früher oder später am eigenen Radikalismus zugrunde gehen. Die Ausweitung der weltanschaulichen Agenda über reine „Klima”-Themen hinaus (etwa auf propalästinensisch-israelfeindliche Positionierung im Nahost-Konflikt, planwirtschaftliche Wirtschaftsmodelle und Förderung der Massenmigration, Solidarität mit der Quere-Bewegung und „Black Lives Matter”) nicht gut zu bekommen. Denn der inneren fanatisch-hysterischen psychischen Grundverfassung des präadoleszenten Buntfaschismus    folgend, muss die neue reine Lehre nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch nach innen mit aller Konsequenz durchgesetzt werden – notfalls bis zur Selbstzerfleischung.

Worum genau geht es? Am Freitag fand bekanntlich der jüngste „globale Klimastreik“ statt, bei dem auch in Deutschland wieder zehntausende Aktivisten auf die Straße gingen, um die Bundesregierung aufzufordern, inmitten der schlimmsten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte mal eben weitere 100 Milliarden Euro „Sondervermögen“ (vulgo: Staatsschulden) für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien aufzubieten. Dabei kam es in Köln zu einem Zwischenfall, als ein Taschendieb die Gelegenheit nutzte, sich unter die Demonstranten zu mischen und den Versuch zu unternehmen, zwei von ihnen zu bestehlen. Der Täter wurde erwischt. Nachdem die Veranstalter den Dieb mehrfach aufgefordert hatten, sich von der Demonstration zu entfernen, kam schließlich die auf den Plan gerufene Polizei hinzu. Der junge Mann erhielt einen Platzverweis erhielt und eine Anzeige wegen Taschendiebstahls. Unter normalen Umständen wäre der Fall damit erledigt.

Herbeiprojizierte George-Floyd-Wahnbilder

Nicht jedoch in der infantilen und gesinnungsverqueren Wahnwelt von FFF: Denn da es sich beim Dieb um einen Schwarzen handelte (eine „Person of Colour“ in der Farbenlehre der Aktivisten), wurden anscheinend gleich George-Floyd-Wahnbilder herbeiprojiziert – und behauptet, bei der Polizeianzeige könne es sich nur um „Rassismus” gehandelt haben. Nach dem Muster der kulturrevolutionären Roten Garden vor knapp 60 Jahren in China ging die Klimabewegung man daher umgehend zur Selbstbezichtigung über: Auf Instagram wurde eine ausführliche Stellungnahme veröffentlicht, mit der dringenden Bitte an alle Jünger, diese komplett durchzulesen (offenbar weiß man bei FFF genau, dass die auf schlichte Parolen und Hashtags getrimmte eigene Klientel nicht eben durch Lesekompetenz hervorsticht, wenn es um die Lektüre von längeren Texten geht).

Darin stellt man unterwürfig-„woke” klar: „Es ist nicht unsere Absicht, mit diesem Statement rassistische Strukturen sowohl innerhalb der Polizei als auch innerhalb von Fridays For Future zu verharmlosen oder gar zu leugnen. Im Gegenteil zeigt der Vorfall und unser Verhalten einmal mehr, dass BIPoC in den Strukturen von Fridays For Future nicht sicher sind. Es ist unsere Aufgabe und unsere Pflicht, dies zu ändern, wenn wir eine wirkliche Gerechtigkeitsbewegung sein wollen.“ Anders ausgedrückt: Schwarze Kriminelle unter den Teilnehmern, die die eigenen Mitdemonstranten bestehlen, können sich bei FFF „nicht sicher” fühlen. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

„BIPoc in den Strukturen nicht sicher“

Zwar sei der Beschuldigte, so die durchgeknallten FFF-Verirrten weiter, wieder freigelassen worden, es hätte jedoch nicht passieren dürfen, „dass wir – ungeachtet des vorgeworfenen Verhaltens der Person – eine BIPoC [Black, Indiginous and People of Colour] an die Polizei übergeben haben.“ Im Klartext: Farbige Menschen sind bei FFF grundsätzlich unschuldig. Noch dazu gebe es „Tote und Gewalt gegen BIPoC im Zuge polizeilicher Einsätze“, die ebenfalls zeigten, dass diese Bevölkerungsgruppe „in den bestehenden polizeilichen Strukturen nicht sicher“ sei, gewährten die Verfasser weitere Einblicke in ihre Wahnwelten. Hier werden dann ganz offensichtlich die Narrative der BLM-Bewegung aus den USA übernommen, wonach die Polizei ganz grundsätzlich rassistisch ist.

Der bayerische FDP-Vorsitzende Martin Hagen riet jugendlichen Klimademonstranten, sich künftig von Demos fernzuhalten, „auf denen Taschendiebe in Schutz genommen und Polizisten angegangen werden“. Und an FFF gewandt sagte Hagen: Die Bewegung müsse sich entscheiden, ob sie „eine Umweltinitiative sein will oder ein Sammelbecken linker Wirrköpfe.“ Diese Entscheidung ist allerdings schon lange gefallen.

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