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Auch der Mittelstand will jetzt auf die Straße gehen

Berlin – Die Wut ist groß, die Verzweiflung ebenfalls, aber die linken Abwehrmechanismen funktionieren noch: Die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung über die Energiepolitik der Bundesregierung erreicht jetzt auch zunehmend auch mittelständische Unternehmen. Der Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbands BVMW, Markus Jerger, sagte dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe), der Unmut im Mittelstand sei „sehr groß“. Viele Unternehmer seien „entsetzt über die Arbeit der Regierung“.

Es gebe Planungen zu Straßenprotesten. Natürlich sei das keine geeignete und zielführende Art, auf die Politik einzuwirken. „Aber ein Stück weit können wir die Unternehmen verstehen – denn es geht nicht weniger als um deren Existenz“, sagte Jerger.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, kritisierte die mangelnde Planbarkeit bei Energie- und Stromkosten. Diese sei für viele Unternehmen und Bürger das größte Problem heute, denn Unternehmen könnten ihre Preise nicht setzen und Menschen ihre Konsumausgaben nicht planen. „Das Vertrauen in Staat und Institutionen sinkt merklich“, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“.

Er mahnte: „Die demokratischen Parteien sollten nun dringend an einem Strang ziehen und nicht, wie bisher, sich in einem Dauerwahlkampf gegenseitig blockieren.“ Der Soziologe Matthias Quent wies darauf hin, dass es bereits in der Coronakrise aus dem Mittelstand Unruhe und Protest gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gegeben habe. „Doch nun erleben wir eine neue, bedrohliche Dynamik, die Populismus und Nationalismus Tür und Tor öffnet“, sagte der Professor an der Hochschule Magdeburg-Stendal dem „Handelsblatt“. (Hahahaha),

Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Insa, Hermann Binkert, erklärte, insbesondere die breite Mittelschicht habe Angst, abzurutschen. Dies gebe der AfD Auftrieb. „Inzwischen kann die AfD bundesweit derzeit mit einem Potenzial von bis zu 20 Prozent rechnen“, sagte Binkert dem „Handelsblatt“.

20 Prozent reichen leider noch nicht: 51 Prozent ist das Ziel und dann können sich Typen wie Quent einen neuen Job suchen. Vielleicht als Spargelstecher in Brandenburg? (Mit Material von dts)

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