Foto: Budimir Jevtic/Shutterstock

Habeck´s Heizungsverordnungs-Murks kostet Wohnungsbesitzer schlappe 7 Milliarden Euro

Ab dem 1.Oktober gilt sie, die neue Habeck´sche Heizungsverordnung. Mitten in der größten Energiekrise, die das Land je gesehen hat, kostet sie die betroffenen Wohnungsunternehmen nach ersten Schätzungen gigantische 7 Milliarden Euro. Hinten raus kommen zwei Prozent Energieersparnis. Ein weiteres grünes Milliardengrab, geschaufelt höchstpersönlich vom grünen Kinderbuchautor Robert. 

Bei einer Empfehlung, die Heizungen gut einzustellen, kann es nicht bleiben. Es muß gleich die „Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über mittelfristig wirksame Maßnahmen“ her, die beim näheren Hinsehen in naher Zukunft etliche Vermieter, Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, Eigentümergemeinschaften und auch Mieter zum Verzweifeln bringen wird. In kleineren Häusern reicht dafür in dem Zeitraum vom 1. Oktober bis 15. September 2024 ein Heizungscheck nach DIN EN 15378 – eine etwas ausführlichere Prüfung mit Druckabgleich und einer Suche nach Temperaturverlusten oder falschen Grundeinstellungen.

Doch für Häuser ab sechs Wohneinheiten, die von einer Heizungsanlage versorgt werden, wird es heftig: Hier verlangt das grüne Wirtschaftsministerium einen umfassenden sogenannte hydraulischen Abgleich. Bei ihm wird jeder Heizkörper von Fachleuten geprüft und so eingestellt, daß der Heizkörper oben warm und unten kalt ist. Eine Prozedur, die, wenn Ventile getauscht werden müssen, vier bis sechs Stunden dauern kann – pro Wohnung. In der Zeit der Einstellung müssen darüber hinaus ALLE Mieter des Hauses vor Ort sein, jede Wohnung muss jederzeit begehbar sein, weiß Thomas Hain, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Nassauische Heimstätte in Hessen, die 60.000 Wohnungen besitzt. Für Hain eine „Horrorvorstellung“. Er sieht eine Kostenlawine auf sich zurollen und das mitten in einer Energie-, Zins- und Baukostenkrise, die die Branche an den Rand der Untätigkeit

„Wird ein hydraulischer Abgleich nicht in Zusammenhang mit einer Neubau- oder Modernisierungsmaßnahme durchgeführt, entstehen Kosten von durchschnittlich 1000 Euro pro Wohneinheit“, erklärt Hain gegenüber der Welt. Betroffen sind bundesweit sieben Millionen Wohnungen bei denen am Ende Kosten in Höhe von 7 Milliarden Euro entstehen. „Eine gigantische Geldvernichtungsmaschine“, nennt Verbandspräsident Axel Gedaschko die grüne Kopfgeburt, „die am Ende maximal zwei bis drei Prozent Energieeinsparung bringt“.

Innerhalb der Branche reichen die Reaktionen von Achselzucken bis Gelächter. Hier ist klar, diese Verordnung wird „vom ersten Tag an nicht eingehalten“ werden können. „Das Handwerk wird nicht in der Lage sein, die Arbeiten innerhalb der geforderten zwei Jahre auszuführen. Es fehlen Kapazitäten und Fachkräfte“, stellt Olaf Rabsilber, Vorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Oberhausen-Sterkrade, fest.

Robert Habecks grüne Idee entpuppt sich als völlig unrealistisch: Würden wie verordnet, alle sieben Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit Gaszentralheizung auf moderne Ventile umrüsten, wäre jedes der knapp 50.000 Unternehmen im Sanitär-Heizung-Handwerk Deutschlands mindestens 90 Arbeitstage lang nur damit beschäftigt. Zehn, eher 15 Jahre würden wären für das Vorhaben, für das Wirtschaftsminister Habeck zwei jähre veranschlagt hat, so die Einschätzung des Verbandes.

Schaffen die Unternehmen die Umsetzung der Verordnung nicht, müssen sie – bisher – zwar keine Bußgelder fürchten. Doch bei vermieteten Wohnungen könnten Mieter oder Interessenverbände auf Einhaltung der Verordnung klagen. Ausgang – unklar. Weiterer Nebeneffekt: Wenn der Großteil der Handwerker mit dem Auf- und Zuschrauben von Ventilen beschäftigt ist, fehlen sie an anderer Stelle. Es könnten weniger Gebäude gebaut und energetisch saniert werden. (MS)

 

 

Themen

Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Brisant
Brisant
Corona
Deutschland
Gender
Anthony Fauci (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)
International
Islam
Deutschland
Klima
Linke Nummern
Medienkritik
Migration
Satire
Ukraine
Politik
Wirtschaft