Symbolfoto: Hayati Kayhan/Shutterstock

Medien: Sabotage wichtiger als Demo und es war natürlich wieder der Russe

Und wieder einmal stellt sich die Frage: Cui Bono. Wem hat es genützt, dass ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, in dem viele tausende Protestier mit der Bahn nach Berlin reisen wollten, für drei Stunden sämtliche Züge in die Hauptstadt durch einen Sabotage-Akt am Weiterfahren gehindert wurden und so nicht rechtzeitig zum Demo kommen konnten?

Die Politik tut jetzt so, als wäre sie aufgeregt und die Medien berichten alle darüber:

Nach der Sabotage an Kabeln, die für den Zugverkehr offenbar unverzichtbar sind, ist die Berliner Politik alarmiert. Die Union warnte zwar vor voreiligen Schlüssen, forderte aber zugleich neue Sicherheitskonzepte. „Jetzt ist die Stunde der Polizeiermittlungen und nicht der Spekulationen. Wir sind alle gut beraten, in Ruhe die Ergebnisse abzuwarten“, sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion, Thorsten Frei (CDU), dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Sonntagausgaben). „Unabhängig von diesem konkreten Fall müssen wir über die Sicherheitsarchitektur Deutschlands und der EU neu nachdenken“, fügte der Innenpolitik-Experte hinzu. „Das neue Zeitalter hybrider Kriegsführung verlangt eine Anpassung unserer Konzepte“, mahnte der CDU-Politiker.

Die Grünen erneuerten ihre Forderung, Mittel aus dem Bundeswehr-Sondervermögen für den Schutz der kritischen Infrastruktur zu verwenden. „Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass der Schutz der kritischen Infrastrukturen zu lange vernachlässigt wurde“, sagte die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, ebenfalls dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Die Grünen hätten dafür Geld aus dem Sondervermögen bereit stellen wollen, betonte sie.

Das sei jedoch am Widerstand der Union gescheitert. „Wir sind bereit, hier nachzubessern. Dann müsste sich die Union bewegen“, mahnte die Innenpolitikerin.

„Wenn die Mittel für die notwendigen Investitionen weiterhin nicht aus dem Sondervermögen kommen können, müssen sie aus dem Haushalt bereitgestellt werden“, forderte die Grünen-Politikerin. Sie fügte hinzu: „Es muss bis ins Detail aufgeklärt werden, wer für die Sabotage verantwortlich ist.“ Unterdessen hat die Bahn die Verbindungen im Norden Deutschlands wieder aufgenommen.

Insgesamt sei der Zugverkehr in den betroffenen Regionen knapp drei Stunden eingestellt gewesen, so die Bahn. Das Zugfunksystem war demnach in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein ausgefallen. Dem Vernehmen nach wurden von Unbekannten Kabel gezielt an zwei verschiedenen Stellen durchtrennt, dafür sei ein gewisses Know-How erforderlich, hieß es.

Weniger interessant für die linken Journalisten war die Demo dann selbst. Dass rund 10.000 Teilnehmer sich trotz dieser Schikane vor dem Reichstag trafen um den Verantwortlichen die Leviten zu lesen, findet man nur „unter Ferner liefen“ in den Zeitungen, oder es wird gehetzt und gelogen, dass sich die Balken biegen.

Die Terroristen haben also alles richtig gemacht.

Die Täter sind für einige eingeschränkte „Experten“ natürlich auch schon ausgemacht, zumindest stellen sie merkwürdige Zusammenhänge her. RTL schreibt:

„Riesenausfall bei der Deutschen Bahn, stundenlang fahren in Norddeutschland keine Züge. Das Unternehmen selbst spricht von Sabotage. Doch durch wen? Sicherheitsexperte Peter Neumann hält einen Angriff Russlands auf die kritische Infrastruktur in Deutschland für denkbar. Eine solche Sabotage sei nur Profis zuzutrauen, sagt er.“ (Mit Material von dts)

 

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