Foto: dts-Nachrichtenagenur

Drastische Warnungen vor Stromausfällen: Plötzlich keine rechte Panikmache mehr, sondern bitterer Ernst

Deutschlands Mainstream mutiert aktuell zu Sgt. „Preppers” Lonely Heart’s Club Band: Die Deutschen sollen sich auf den Worst Case vorbereiten und Notvorkehrungen treffen. Sieh an: Angesichts bevorstehender Stromausfälle und Versorgungslücken findet sich plötzlich all das, was vor nicht allzu langer Zeit noch als haltlose Behauptungen von pööösen Nazis, Defätisten und Miesmachern galt, in amtlichen Broschüren von Städten und Gemeinden wieder, warnen Bundes- und Landesbehörden vor Blackouts, Zusammenbruch der Netze, Kälte und Engpässen – und appellieren an die Bürger, sich Vorräte anzulegen und für den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Man höre und staune: Deutschland ist also nicht länger nur in der bitterzornigen Wahrnehmung der Regierungskritiker und bösen Grünen-Feinde, die die „Erfolge” bei Klimaschutz und der Energiewende torpedieren bzw. miesmachen wollen, ein veritables Shithole auf dem Weg zu Drittwelt-Zuständen – sondern nun bekennendermaßen auf dem Weg zum Failed State, zum Entwicklungsland – und das ganz offiziell.

Haltet den Dieb

So muss man wirklich zweimal lesen, was die „Welt“ da gestern schlagzeilte: „Das Blackout-Risiko wird kleingeredet – ein unverantwortlicher Fehler”, heißt es da ernsthaft. WIE BITTE? Wer, bitte, hat denn dieses Risiko kleingeredet all die Monate – dieselben Journalisten, Politiker und Experten doch, die sich jetzt, nach dem Motto „Haltet den Dieb“, auf die Seite der Besorgten und Bekümmerten schlagen, die die Risiken auf einmal für absolut real halten und plötzlich die vorausschauenden Mahner geben!

Es ist dieselbe bodenlose Frechheit wie damals bei den Warnungen vorm bevorstehenden Lockdown und der Maskenpflicht, dann vor einer drohenden Impfpflicht und schließlich den Impfnebenwirkungen: All das wird lächerlich gemacht, als Fake-News, schädliche Desinformation und unverantwortliche Verunsicherung gebrandmarkt, unter hemmungsloser Anfeindung jener, die die Möglichkeit des exakten Gegenteils zu bedenken geben, die zur Vorsicht mahnen, die den obrigkeitlichen Beruhigungspillen und Propagandabeschwichtigungen mit Skepsis begegnen – so lange, bis die Lügen implodieren und die Scheuklappen von selbst abfallen. Und plötzlich setzen sich dann die, die vorher die fatale Geisterfahrt fröhlich mitgemacht haben, an die Spitze der Bedenkenträger.

„Fiktion und Wirklichkeit”

Im Fall der „Welt“ besonders skurril: Redakteur Michael Höfling nimmt zur drastischen Ausmalung der Blackout-Folgen, über die sich „noch immer viele Bürger nicht voll im Klaren” seien, Anleihen bei Marc Elsbergs Roman „Blackout„. Als auf Telegram im Frühsommer aus ebendiesem Werk zitiert und Beispiele daraus als Beschreibung einer drohenden Wirklichkeit angeführt wurden, kotzten regierungsnahe Publizisten in Talkshows sinnbildlich ab, schimpften etablierte Medienvertreter über das übliche „Geschwurbel“ der rechten Querdenker- und Anti-Globalisten-Blasen, die zwischen Fiktion und Wirklichkeit nicht unterscheiden könnten.

Jetzt, da der Winter vor der Tür steht und es ernst zu werden droht, preist die „Welt“ den „pedantisch recherchierten Thriller” Elsbergs und schreibt beeindruckt: Man bekomme „eine ungefähre Vorstellung davon, was in unserem Alltag alles an der Verfügbarkeit elektrischer Energie hängt.” Ach nee! Jetzt, wo das Kind durch den Brunnen fällt und bald am Boden aufschlagt, machen die Szenarien und Modellierungen der Katastrophe plötzlich doch einen Sinnen?

Besser gleich freie Medien und alternative Quellen nutzen!

Die Öffentlichkeit wäre in Zukunft besser beraten, gleich den Medien der Gegenöffentlichkeit, den freien Netzpublizisten, den vom Mainstream stummgeschalteten Wissenschaftlern mehr Gehör zu schenken. Natürlich geistern unendlich viele Räuberpistolen, Enten und Fehleinschätzungen durch die Kanäle. Aber eben auch viel Erhellendes.

Und eines lässt sich inzwischen sicher sagen: Das Ausmaß der Desinformation im Netz reicht in Summe nicht an das heran, was uns der konformistische kursidentische Meinungsmainstream ständig aufs Neue auftischt – so lange jedenfalls, bis er dann irgendwann von der gnadenlosen Realität eingeholt wird und von seinem früheren Framing nichts mehr wissen will. (DM)

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