Andrij Melnyk, Foto: Imago

Frage an Melnyk: Wieso kämpft Ihr Sohn nicht in der Ukraine?

Eine Linke-Politikerin hatte bei Twitter gefragt: „Wieso studiert der Sohn von Melnyk eigentlich in Berlin und kämpft nicht für sein Land in Ukraine und unsere Freiheit?“ Es folgt eine Melnyk-typische Antwort.

Die Linke-Politikerin Ezgi Güyildar hatte bei Twitter eine mehr als berechtigte Frage gestellt, nachdem der ukrainische Schreihals und scheidender Botschafter der Ukraine Melnyk in einem Interview gesagt hatte, er werde womöglich vorerst ohne seine Familie in seine Heimat zurückkehren: „Wir überlegen noch, ob ich zunächst alleine fahre“, sagte Melnyk dem Spiegel. Seine Frau Switlana Melnyk sagte dazu: „Wir haben einen 20-jährigen Sohn, der hier studiert, und eine 11-jährige Tochter, die in Berlin in die sechste Klasse geht.“

„Wieso studiert der Sohn von Melnyk eigentlich in Berlin und kämpft nicht für sein Land in Ukraine und unsere Freiheit?“ , so die Frage.

In seinem für ihn typischen, arroganten, unverschämten Ton schlägt Melnyk auf Twitter dann gegen die Linke los: „Wie tief kann diese proputinsche, stalinistische, menschenverachtende, herzlose, grässliche Partei moralisch noch sinken? Viel Glück bei der morgigen Landtagswahl in Niedersachsen, Ihr Gewissenlose. Kümmert Euch um Euren Linken-Dreck.“

melnyk
Screenshot

Abgesehen davon, dass niemand gezwungen werden soll, sein Kind in diesen Krieg zu schicken – auch Kriegstreiber wie Melnyk und Co. nicht – sei an dieser Stelle an verschiedene Aussagen dieses Herrn erinnert. Eine kleine Auswahl:

  • Melnyk zufolge sind „alle Russen unsere Feinde“, russische Deserteure und Kriegsverweigerer dürfen keinen Asyl in Deutschland kriegen, weil sie doch in ihrem Land gegen Putin kämpfen sollen.
  • Gewählte Volksvertreter in Deutschland sollen doch die “Klappe halten“.
  • Über den Tot von Zivilisten durch das Attentat auf der Krimbrücke freut er sich mit shakalala boom boom.
  • Den Nazikollaborateur Bandera bezeichnet er als „unser Held“ und besuchte regelmäßig das Grab.
  • Die ukrainische Neonazi-Organisation, das Asow-Bataillon bezeichnete Melnyk als „mutig“, die man doch „in Ruhe lassen“ sollte.

 

Die mehrfach im Kommentarbereich getroffenen Feststellung zu Melnyks jüngstem Schmierentheater: Die herrschenden schützen ihre Kinder im Krieg, während sie jeden Tag predigen, man müsste für das Vaterland kämpfen. Das ist deren Doppelmoral.

Ein Kommentator fragt Melnyk direkt: „Beantworten Sie doch einfach die Frage? Ich stelle sie noch konkreter: Ist Ihr Sohn zu feige,um an die Front zu gehen? Sie betteln doch ständig darum, dass wir weiter eskalieren sollen, Banderaverehrer! Sterben sollen wohl die anderen, Banderaverehrer?“

(SB)

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