Als man das Kind noch beim Namen nannte...

Kaputte Politik, kaputte „Kultur“ – Anmerkungen zur Verleihung des Deutschen Buchpreises

Zweifellos war die diesjährige Verleihung des Deutschen Buchpreises an einen Mann, der sich als geschlechtslos empfindet, „Kim de l’Horizon“ nennt und ein Büchlein mit dem Titel „Blutbuch“ der literarischen Welt geschenkt hat, eine dumme dekadente Farce.
Von Wolfgang Hübner
Aber sie war kein peinlicher Ausrutscher in einem ansonsten intakten Kulturleben, sondern machte deren überaus maroden Zustand nur geradezu erfreulich kenntlich.
Dieser „Blutbuch“-Verfasser, der laut seiner Schreiberei gar nicht genug Männergeschlechtsteile in sich spüren kann, hat den Preis zugesprochen bekommen, weil er durchaus repräsentativ für eine von Steuergeldern hochsubventionierte, vollständig korrumpierte und korrupte Szene ist, deren Hauptbeschäftigung darin liegt, eine ehemalige Kulturnation in aller Welt als Ansammlung von „Buntlandirren“ lächerlich zu machen.
Da die selbstvergessene und selbstschädigende Politik des deutschen Machtkartells gegen die eigenen fundamentalsten nationalen Interessen faktisch in die gleiche Richtung zielen, ist der Geschlechtslose aus der Schweiz keineswegs ein Außenseiter, sondern integraler Bestandteil einer Misere, die sicherlich am größten Teil der Deutschen noch vorbeigeht, aber von ihnen finanziert und geduldet wird.
Bei der Verleihungszeremonie im Kaisersaal des Frankfurter Römers saßen ausschließlich Personen, die für sich in Anspruch nehmen, der geistigen und literarischen Elite zuzugehören. Ihr Beifall, ja Jubel bei der Bekanntgabe des Preisträgers war nichts als das Eingeständnis tiefsten Elends und intellektuellem Selbsthass.
Wer sich ein wenig im anmaßend größenwahnsinnigen Reich des deutschen Regietheaters auskennt, in dem tagtäglich auf den Bühnen an vielen Orten große Texte verhackstückt werden, wo sich hochtalentierte Schauspieler und Sänger für die perversesten Inszenierungsidiotien prostituieren müssen oder auch wollen, dem wird der nichtbinäre „Kim de l’Horizon“ keineswegs als besonders abwegige Erscheinung gelten.
Und wer dazu noch weiß, dass die ‚Konzeptkünstlerin‘ Maria Eichhorn bei der diesjährigen Biennale in Venedig, dem wichtigsten Kunstereignis der westlichen Welt, allen Ernstes den deutschen Pavillon vollständig abreißen und die Bruchstücke während der Dauer der Biennale irgendwo in Venedig lagern wollte, den wundert schon gar nichts mehr.
Dieser Irrsinn scheiterte zwar an Millionenkosten und ökologischen Bedenken. Doch am Ende setzte sich Eichhorn wenigstens konzeptkünstlerisch mit den Nazi-Wurzeln des Pavillons auseinander, was ja immer ein subventionsträchtiges Thema ist. Da sich unser Staat eine deutschlandhassende grüne Berufslose als Kulturstaatsministerin leistet, ist eben alles möglich, wird kein Absturz, keine Blamage gescheut. Hauptsache, „Kim de l’Horizon“ widmet seinen Preis den protestierenden Frauen im Iran, beweist damit Systemtreue und bekommt stehende Ovationen im Kaisersaal. Hoffentlich erfahren die Frauen in Teheran nichts von diesem „Verbündeten“ – es könnte sie in ihrem emanzipatorischen Kampf sehr beirren.
Deutschland ist in jeder Beziehung ganz unten.

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