Unaushaltbar: Joe Biden - Foto: mark reinstein/Shutterstock

Pest & Cholera: Gewisse Amerikaner und ihre europäischen Büttel

Ein paar Feststellungen zur Lage in Deutschland.

von Max Erdinger

1. Deutschland ist wehrlos

Zwar hat Deutschland eine Bundeswehr, aber kaum Munition. Bereits vor über einem Jahr machte eine Meldung die Runde, die dieser Tage erneut auftauchte: Im Fall eines Angriffs könnte sich Deutschland eher schlecht als recht zwei Tage lang verteidigen. Dann wäre die Munition alle. Unter diesen Voraussetzungen bräuchte man also gar nicht erst anfangen, sich zu verteidigen, sondern man könnte es auch gleich bleiben lassen. Die Bundeswehr war offensichtlich nie wirklich eine deutsche Armee zur Verteidigung Deutschlands, sondern eine Art Wurmfortsatz der US-Army aus der Zeit des Kalten Krieges, dazu gedacht, gegen die Sowjets verheizt zu werden, aber nicht dazu, Deutschland zu schützen. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

2. Deutschland muß sich alles bieten lassen

Ab und an kommt „der Ami“ nach Deutschland, setzt sich in Ramstein an den Tisch und pfeift nach seinen Bütteln. Die kommen dann servil aus Berlin angewieselt, um untertänigst ihre Instruktionen entgegenzunehmen. Würde es richtig laufen, dann würde „der Ami“ in Berlin um einen Gesprächstermin bitten und dort würden dann auch die Gespräche geführt werden.

3. Die USA sind nicht Deutschlands Freund & Verbündeter

Die europäischen NATO-Mitglieder – und damit auch Deutschland – sind nicht Verbündete der USA zur Verteidigung gemeinsamer „westlicher Werte“, sondern sie sind nützliche Idioten der Amerikaner zur Absicherung resp. der Verteidigung der geopolitischen Interessen der Vereinigten Staaten. Diese Interessen wiederum haben mit „westlichen Werten“ so wenig zu tun wie die gelebte Realität in Deutschland mit dem deutschen Grundgesetz.

4. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind ein riesiges Illusionstheater

Die USA sind keine friedliebende Nation, sondern eine Ansammlung selbstgerechter Kriegstreiber, die in den knapp 300 Jahren ihrer eigenen Geschichte nur etwa 20 Jahre hatten, in denen sie NICHT irgendwo auf der Welt massenhaft Leute umgebracht hätten. Damit sie beim Bombenwerfen besser aussehen, sagen sie in regelmäßigen Abständen „Cheese“ und lassen sich dabei fotografieren. Amerikaner unterscheiden nicht nach Freund und Feind, sondern nach nützlich und nicht nützlich. Nicht nützlich für die Amerikaner war es, daß Deutschland eine starke Wirtschaftsmacht geworden war, die über ausreichend günstige Energie aus Russland verfügte, um ein Konkurrent auf den Weltmärkten zu werden. Mit einer an 100 prozentige Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit haben sie deshalb dafür gesorgt, daß dem „Freund & Verbündeten“ Deutschland diese günstige Energie nicht länger mehr zur Verfügung steht, indem sie die entsprechenden Pipelines einfach in die Luft jagten. Tatsächlich sind die USA niemandes Freund, sondern jedermanns „pain in the arse“. Die Staatsverschuldung der USA beträgt inzwischen weit über 30 Billionen US-Dollar. Mit etwa 7 Billionen sind sie bei den Chinesen verschuldet, obwohl die wiederum ihren „westlichen Werten“ diametral entgegenstehen. Ein amerikanisches Phänomen ist, daß sich zwar große Teile der Welt inzwischen verbündet haben, um die schuldenfinanzierte Dominanz der USA zu brechen und den US-Dollar als Leitwährung durch eine andere zu ersetzen, daß amerikanische Politiker davon aber nicht etwa kleinlaut werden, sondern im Gegenteil das Maul immer noch weiter aufreißen. Ein realistisches Selbstbild haben die Amerikaner insofern, als daß sie sich mit ihrem militärisch-industriellen Komplex ein waffenstarrendes Machtsicherungsinstrument leisten, so groß, wie das der fünfzehn nachfolgenden Nationen auf den Plätzen zwei bis sechzehn zusammengenommen. Sie wissen eben, daß niemand auf ewig jedermanns „pain in the arse“ bleiben kann, wenn er nicht dafür sorgt, daß er es bleiben kann. Mit „westlichen Werten“ haben die USA heute nicht das Geringste mehr zu tun. Dort schafft man es nicht einmal mehr, sicherzustellen, daß gewählte Präsidenten auch zu amtierenden Präsidenten werden.

5. „Putins Krieg“ ist Amerikas Krieg

Angreifer ist, wer seinen Gegner zwingt, zu den Waffen zu greifen“ (Friedrich der Große, 1712-1786). Genau das haben die USA in der Ukraine getan und zwar seit spätestens 2014 mit dem Putsch gegen Präsident Janukovich. Seit 2014 „regieren“ in der Ukraine nur noch US-Marionetten, die das Land der Ukrainer im wesentlichen an die USA verhökert haben und die Ukrainer als Kanonenfutter für die geopolitischen Ambitionen der USA dazu. Die Beweislage ist erdrückend. Daß sie damit durchgekommen sind, hängt wesentlich damit zusammen, daß die westlichen Mainstream-Medien durch die Bank gekauft sind und statt Informationen Propaganda verbreiten. Auch das läßt sich nicht mehr leugnen. Der „Ghost of Kiew“, die „Märtyrer“ von der Schlangeninsel, Videos von Selenskyj aus Kiew wurden im Studio vor einer Greenscreen gedreht, panische Flucht von Zivilisten wurde von Regisseuren inszeniert und von Profis gefilmt, im Hintergrund so mancher Bilder von Frontberichtertattern ist zu erkennen, daß sie sich mitnichten an der Front befinden, Opfer von Massakern bewegen sich in der irrtümlichen Annahme, die Kamera sei schon an ihnen vorbei, russische Panzer, die auf Radfahrer schießen – unmöglich, es sei denn, sie hätten um die Ecke schießen können. Die Geburtsklinik in Mariupol, das unterschlagene Video eines unabhängigen italienischen Kriegsberichterstatters vom Massaker der Azow-Verbrecher an Zivilisten vor dem Stahlwerk in Mariupol usw.usf. – Desinformation in den westlichen Mainstreammedien so weit das Auge reicht. Sowohl die EU als auch die deutsche „Regierung“ hätten seit Jahren darauf dringen müssen, daß die USA das Gezündel in der Ukraine bleiben lassen. Das allerdings hätten sie sich leisten können müssen. Konnten sie aber nicht, weil sie selbst militärisch viel zu schwach gewesen sind, als daß sie solchen Forderungen hätten glaubhaft Nachdruck verleihen können. Bequemer war es, weiterhin der Illusion zu frönen, man teile mit den USA eine gemeinsame Wertebasis.

Wenn es aus dem Krieg der USA gegen Russland in der Ukraine eine Lehre zu ziehen gibt, dann die, daß die „transatlantische Freundschaft“ an ihr Ende gekommen ist. Die USA lassen Europa wirtschaftlich so über die Klinge springen, wie die Ukraine militärisch. Die Europäer brauchen sich auch keinerlei Illusionen darüber hinzugeben, daß die USA einen Nuklearkrieg starten würden, wenn ihre Kalkulationen hergeben, daß lediglich Europa dabei vernichtet werden würde. Joe Biden 1997: „Die einzige Möglichkeit, Russland in einen militärischen Konflikt hineinzuziehen, ist die, mit der NATO bis an ihre Landesgrenzen heranzurücken.“ Genau das haben die USA dann auch getan. Die USA haben genau einen Freund: Sich selbst.

6. Europas Zukunft

Europas Zukunft liegt einmal in eigener Stärke, wirtschaftlich wie militärisch. Und zum anderen liegt sie in einer guten Nachbarschaft zu Russland. Hatten die USA zu Zeiten des Kalten Krieges noch aus ideologischen Gründen eine Berechtigung als Supermacht und Verteidiger der freien Welt, so haben sie die heute nicht mehr. Heute sitzen die Kommunisten in den USA selbst an den Schalthebeln der Macht. Sie haben die Demokratische Partei praktisch gekapert. Es wäre nach dem Zerfall der Sowjetunion und des Warschauer Paktes prinizpiell möglich gewesen, einen wirtschaftlich starken „Friedensgürtel“ um die Nordhalbkugel zu legen, der von Alaska über die amerikanische Ostküste, den Nordatlantik, ganz Europa, Sibirien und den asiatischen Teil Russlands einmal um die ganze Welt reicht, wenn die USA nicht lieber ihr eigenes Süppchen gekocht hätten. Die USA, Europa und Russland könnten heute als Trio eine Weltmacht sein.

Stattdessen werden Europa und Russland als Landmächte wieder einmal gegeneinander ausgespielt von den sog. Seemächten USA und Großbritannien. Das ist ein Spielchen, das ein- für allemal ausgespielt zu sein hat. Für die Europäer bedeutet das, sich endlich von den USA zu lösen und sich Russland zuzuwenden. Dabei gilt es, Russland gegenüber nicht so wehrlos dazustehen, wie bislang den USA gegenüber. Das heißt, daß Europa enorme Summen zur Wiederherstellung seiner eigenen Verteidigungsfähigkeit wird aufwenden müssen, um nicht erneut als Kolonie betrachtet zu werden, dieses Mal dann von Russland als russische Kolonie. Die USA können ja zwischen Pazifik und Atlantik versauern oder sich eines Besseren besinnen, endlich multilateral agieren und akzeptieren, daß sie nicht der Nabel der Welt sind. Viele Freunde haben sie ohnehin nicht mehr. Sie könnten ein paar gebrauchen.

Ein erster und guter Schritt dahin wäre, Nordstream 1&2 wieder instand zu setzen und die Energielieferungen aus Russland wieder anlaufen zu lassen, auch, um den USA aufzuzeigen, daß Loyalität keine Einbahnstraße ist. Wir bestimmen selbst, von wo wir Energie beziehen. Sämtliche Transatlantiker in europäischen Nationalparlamenten und in der EU müssen kaltgestellt werden, das ganze amerikanische Deep-State-Geschmeiß samt WEF, OSF, die multinationalen NGOs und „Philanthropen“-Stiftungen gehören rausgeworfen und die transatlantischen Medienkonzerne zerschlagen. Die Bürger werden selbst dafür sorgen müssen, daß politisch das geschieht, was zu ihrem Besten ist, anstatt sich noch länger Amerikas Büttel als ihre „Volksvertreter“ vor die Nase setzen zu lassen.

Das heißt, daß es innereuropäische Reformen an den jeweiligen Parteidemokraturen geben muß, und daß sich die europäischen NATO-Länder aus der NATO entfernen, de facto also aufhören, mit den USA militärisch zu kooperieren. Es gibt für Europäer nichts gefährlicheres, als den Launen der USA ausgeliefert zu sein. Innerhalb Europas ist es auch nicht länger mehr hinzunehmen, daß sich Polen, Balten und Ukrainer von den Amerikanern als „Zwischenmeer“ (Miedzymorze) auf den Strich schicken lassen, um von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer den Spaltkeil zwischen Westeuropa und Russland zu geben. Die osteuropäische Russophobie ist zwar verständlich, aber sie entspringt nicht rationaler Überlegung sondern einem historischen Trauma. Russland heute ist nicht dasselbe wie die Sowjetunion gestern. Die Bundesrepublik Deutschland ist schließlich auch nicht mehr das Dritte Reich. Da wird viel Überzeugungsarbeit zu leisten sein, auch dann, wenn sie dem diamentral entgegensteht, was Amerikaner etwa den Polen oder den Balten erzählen. Weder gibt es ohne Russland europäischen Wohlstand noch gibt es europäische Sicherheit. Daß die USA aus eigensüchtigen Gründen ganz Europa über die Klinge springen lassen würden, um es vorher noch auszunehmen wie eine Weihnachtsgans, haben sie im Jahr 2022 eindrücklich bewiesen. Daß sie das mit einem Meeer aus Propagandalügen verschleiern wollen, läßt sich beweisen. Heute steht fest, daß, wer die USA zum „Verbündeten & Freund“ hat, keinen Feind mehr braucht. Das dürfte gerade den „Durchschnittsukrainern“ klargeworden sein. Den Osteuropäern insgesamt wird es noch wie Schuppen von den Augen fallen, was sie davon hatten, die USA für das Licht der Erlösung aus dem Dunkel der Sowjetunion gehalten zu haben – und daß das etwas naiv gewesen ist.

Daß Deutschland knapp 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch immer keinen Friedensvertrag mit den USA hat, ist ein Skandal. Das amerikanische Besatzungsrecht ist inzwischen ein himmelschreiendes Besatzungsunrecht. Es gibt keine lebenden Weltkriegsgegner mehr – und die heute lebenden Deutschen haben noch keinem Amerikaner je ein Haar gekrümmt. Es ist nicht einzusehen, weshalb heute lebende Deutsche noch immer unter amerikanischer Vormundschaft stehen sollen, zumal die USA selbst keinesfalls mehr als „Wertevorbild“ für irgendwen dienen können. Sie haben schlicht keine Werte mehr. Für Deutsche, Franzosen, Italiener, Österreicher, Spanier, Portugiesen, Ungarn und so viele andere gilt daher: Ohne die Amerikaner gibt es viel zu tun. Packen wir’s an.

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