Foto: New Africa/Shutterstock

„Männerhygiene“ in Stuttgart auf höchstem Niveau

Manche Geschichten oder besser gesagt Schoten, auch rund um die „Männerhygiene“, die das reale Leben schreibt, kann man sich beim besten Willen nicht ausdenken. Dazu ist es zwingend erforderlich „rot-grüne Phantasien“ in ihrer Realisierungsphase mit offenem Mund zu bestaunen. Ergänzend drängt sich an dieser Stelle ein märchenhafter Vergleich auf, nach dem die Schildbürger mit ihren sonderbaren Ideen wahrlich noch als „echte Realisten“ durchgehen. Vielleicht hätten sich die Protagonisten dieser „Tamponade“ doch besser gute Jutesäcke ausgesucht und angesichts der bereits epidemischen Energiekrise das verbleibende Herbst-Sonnenlicht ins Stuttgarter Rathaus getragen.

So viel zur Einleitung des Blödsinns, der so absurd ist, dass sich selbst die Bild genötigt sah darüber zu berichten: Grüne setzen sich durch • Stuttgart hängt Tampon-Automaten ins Herren-Klo. Angesichts der massiven Probleme und Herausforderungen, vor der gerade Deutschland im Moment steht, kommt man nicht umhin diese lokale „Heldentat“ als bessere Auflockerungsübung von auf Belustigung bedachter Polit-Clowns zu betrachten. Für viele Betrachter allerdings mit einem deutlichen „Gschmäckle“. Ein andere Schlussfolgerung wäre, dass die Landeshauptstadt Stuttgart derzeit gerade keine anderweitigen Probleme hat.

Seltsame Krankheitsbilder und Männerhygiene im Stuttgarter Rathaus?

Eines der schlagendsten Argumente aus dem Stuttgarter Rathaus lautete demnach: „Viele Menschen mit Monatsblutung identifizieren sich nicht als Frauen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, ihnen genauso Tampons bereitzustellen wie den Menstruierenden, die sich als Frau bezeichnen“. An dieser Stelle wäre praktischerweise nachzufragen, was das an den faktischen biologischen Gegebenheiten ändern sollte. Hier muss ein Ausmaß geistiger Verwirrung vorherrschen, welches man sogar als Laie … rein aus der Beobachterperspektive … in die Kategorie „behandlungsbedürftig“ einreihen würde.

Die Bild fragte in diesem Zusammenhang leider nicht nach, ob nicht unter solchen Voraussetzungen auch Urinale auf den Damentoiletten zu installieren seien. Immerhon das Thema Gleichberechtigung und Gendergerechtigkeit ist noch nicht gänzlich ausdebattiert. Die Thematik ist vergleichbar, nur in diesem falle noch etwas teuerer. Hilfsweise wären die Toiletten des Rathauses in Stuttgart in Gänze zu ausschließlichen Unisex-Toiletten zusammenzulegen. Spätestens an dieser Stelle müsste zumindest theoretisch die ultimative Gleichheit hergestellt sein.

So kann nahezu jeder Toilettenbesuch einen Touch von Abenteuer und Glücksspiel bekommen. Man weiß nie so genau was einen dabei genau erwartet. Manche Menschen lieben es wie Casino online. Ein weiterer Vorzug von einheitlichen Unisextoiletten wäre, dass dort kostengünstig die gesamte Palette aller erdenkbarer Hygieneartikel für alle vorgehalten werden kann. Doppelbestückungen entfallen. Es böte weiters die einmalige Gelegenheit, die Toiletten zu hippen, innerbetrieblichen Treffpunkten weiterzuentwickeln. Das sollte der Verbesserung der internen Kommunikation dienlich sein.

Praktische Anwendbarkeit

Jetzt ist es wie es ist. Fragen wir noch einmal rhetorisch nach, wie es um die praktische Verwendbarkeit von Tampons und Binden auf Herrentoiletten bestellt ist? Eine gute Übung ist es dazu den Geist schweifen zu lassen. Besagte Hygieneartikel auf den Herrentoiletten vermöchten dann einen praktischen Nutzen zu entfalten, wenn sich der ein oder andere bei einer Schlägerei oder einem simplen Sturz eine blutige Nase geholt hätte. Sowohl die Tampons als auch die Binden für die Herren wären bei Durchfall nur begrenzt einsetzbar, sofern diese nicht übermäßig ausgeprägt sind. Ob und inwieweit für die Gattung der biologisch mit einem Zipfel ausgestatteten Menschen eine Linderung bei Hämorriden erzielt werden kann, sollte vielleicht zuvor wissenschaftlich näher erforscht werden.

Am Rande bemerkt, die Forderung nach Tampons und Binden ist nicht so neu wie es die BILD glauben macht, nur ist das in Berlin über die Jahre offenbar versackt. Jetzt mimt Stuttgart den neuen Vorreiter. Immerhin, wenn schon nicht praktisch, so sollen sich nach dem Willen der Rot-Grünen zumindest im Stuttgarter Rathaus die Männer als „geistig Menstruierende“ neu erfinden dürfen, praktisch nicht könnend aber theoretisch wollend.

Hand aufs Herz, selbst in diesem Fall wären Tampons und Binden nichts weiter als Gedächtnisstützen. Was für ein Fortschritt. Es soll der anvisierten Klientel ein sichereres Gefühl vermitteln. Ob das jetzt vorhandene Angebot tatsächlich parteiübergreifend in Anspruch genommen wird, mag man stark bezweifeln. Ebenso, inwieweit eine übers Rathaus hinausgehende praktische Umsetzung dieser Neuheit im „Ländle“ erfolgen wird, wegen der angeblichen Vorbildwirkung der Politik.

Themen

Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Brisant
Brisant
Corona
Deutschland
Gender
Anthony Fauci (Bild: IMAGO / ZUMA Wire)
International
Islam
Deutschland
Deutschland
Linke Nummern
Medienkritik
Migration
Satire
Ukraine
Politik
Wirtschaft